Mandy
Durchschnitts-Wertung
2,9
129 Wertungen

19 User-Kritiken

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No Use For A Name
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2,0
Veröffentlicht am 31. Dezember 2025
Der einzige Existenzgrund für diesen Film scheint zu sein, einen wahnsinnigen Nicolas Cage so maximal wahnsinnig wie möglich in Szene zu setzen. Denn das ist eigentlich das, was hier (zumindest in der zweiten Hälfte) passiert: Nick Cage dreht komplett frei und lässt dem Wahnsinn freien Lauf – und das kann er bekanntlich richtig gut, da werden keine Gefangenen gemacht.

Aber was bietet uns der Film ansonsten? Tja, das ist ziemlich ernüchternd, denn da ist nicht viel. Aber mal der Reihe nach, der Film ist ja ziemlich klar in zwei Teile geteilt. Im ersten Teil haben wir fiebertraumartige Bilder in irrem Rotfilter, verzerrt, entstellt, auch der Ton ist zeitweise verzerrt, das alles ist irgendwie total verwirrend und verstörend, aber sowohl visuell als auch akustisch absolut nicht ansprechend. Tatsächlich nervt dieser Rotstich schon nach 10 Minuten, auch das ganze Rumgetue und Rumgekasper da nervt schnell, das ist weder unterhaltsam, noch spannend oder interessant.

Ja, dann verbrennt seine Frau nach der Hälfte der Laufzeit und Nicolas Cage geht auf seinen blutigen Rachefeldzug. Dieser Teil ist zwar nicht mehr so irre rot, dafür aber sehr, sehr dunkel. Die Action spielt sich meist im Gegenlicht ab, man sieht nur Schatten, oder alles ist einfach so dunkel, dass man gar nichts sieht. Naja und das was man sieht ist eigentlich auch nicht besonders spektakulär. Entweder wir sehen ihn minutenlang auf dem Motorrad durch den Wald, durch irgendwelche Tunnel oder sonstwo lang fahren oder wir sehen ihn, wie er zu Fuß irgendwo lang geht, man sieht halt nicht, wo er da ist, weil alles so dunkel ist, aber ist vielleicht auch egal, keine Ahnung... Naja, die andere Variation ist, wie er sich mit irgendwelchen Schurken prügelt, mit Hellebarde, mit Kettensäge oder mit sonstwas. Am Ende killt er den Schurken und es fließt literweise (Kunst-)Blut, dabei ist es auch egal, ob das völlig unrealistisch alles ist oder nicht. Da haut er dem einen Vogel die Hellebarde in den Mund und es sprudelt halt einfach ein Liter Blut aus dem Mund raus... Woher soll das ganze Blut kommen? Keine Ahnung, ist ja auch egal, Hauptsache es wird gesplattert bis der Arsch platzt.

Zwischendrin sind immer mal wieder rotgefärbte komische Dialoge, die eigentlich auch nicht viel Sinn ergeben, naja, und Nicolas Cage halt, wie er mal irre blickt, anders irre blickt oder den Schurken anschreit, warum der sein Lieblings-T-Shirt ruiniert hat. Die Splattereffekte sind überwiegend handgemacht, ist aber auch schwer zu sagen, weil eh alles so dunkel ist und sehen ziemlich splatterig aus, sonst nichts. Der ganze Quatsch ist dann im zweiten Teil auch nicht wirklich unterhaltsam, dadurch ist das zu träge und zu lahmkrückig inszeniert. Auch ist das nicht spannend – da sowieso klar ist, was passiert. Und gruselig ist das alles sowieso nicht. Also fragt man sich dann am Ende: Was soll der ganze Quatsch?

Ja, und da schließt sich der Kreis: Der ganze Film ist von Anfang bis Ende total blöde und dient nur dazu, Nicolas Cage mit irrem Blick zu zeigen. Okay, das kommt im zweiten Teil, was soll dann der Anfang? Keine Ahnung, vielleicht irgendwas Arthaus-Avantgardistisches, was ich mit meinem beschränkten Nick-Cage-guckt-irre-Horizont nicht begreifen kann? Sonst weiß ich auch nicht. Ich erahne irgendwo unter diesem ganzen enervierenden Blödsinn ein mögliches Kunstwerk, das ist aber verdammt tief vergraben. Freundliche 4,5 Punkte von mir – und das als bekennender Nick Cage-Fan... verdammt!
Erich Fischer
Erich Fischer

1 Follower 137 Kritiken User folgen

0,5
Veröffentlicht am 8. Juni 2024
Der Horror besteht hier anfangs in der nicht enden wollenden ödesten Exposition, die ich je gesehen habe.
Danach üben sich Nicolas Cage und ein Haufen jämmerlicher Schmierenkomödianten im Rahmen einer ebenso langweiligen wie schwachsinnigen Handlung mit zäher Überlänge in lächerlichem Grimassenschneiden, da wirkte der hier kurz in einer TV-Werbung auftauchende Käse-Troll furchteinflößender auf mich.
Die angeblich so eindrucksvolle Bildgestaltung könnte auch ein gern zündelnder Balg im Kindergartenalter ganz ohne Drogen, nur mit einer Taschenlampe mit roter Glühbirne für sein Kasperltheater zusammenbasteln.
Mit Bud Spencer und Louis de Funès in den männlichen Hauptrollen und auf die Hälfte gekürzt, hätte es eine passable Horrorprügelkomödie werden können. Wenn man hingegen so einen wüsten Quatsch ernst nimmt, kann das nur Trash ergeben.
Jan H
Jan H

18 Follower 110 Kritiken User folgen

4,5
Veröffentlicht am 8. November 2023
Kunstvoll gedrehter, audiovisueller Horror-Trip im Stil von David Lynch, der so aussieht, als sei er in der Zeit gedreht worden, in der er spielt. Mit starken Bildern, starkem Soundtrack und starken Darstellern.
Thomas Z.
Thomas Z.

139 Follower 653 Kritiken User folgen

4,5
Veröffentlicht am 9. Dezember 2022
"Mandy" traf mich unvorbereitet.
In völliger Unkenntnis bezüglich des Regisseurs, hoffte ich, nicht wieder eine Nicolas Cage-Gurke überstehen zu müssen. Aber es begann vielversprechend... audiovisuell holten mich die atmosphärischen Wälder und der King Crimson-Klassiker "Starless" überzeugend ab. Nach 20 Minuten Stirnrunzeln stand dann die Frage im Raum: Ist das Kunst oder kann das weg?
Da ich als großer Fan von Nicolas Winding Refn mit ungewöhnlichen Inszenierungen durchaus Bekanntschaft machen durfte, wollte ich dem Werk von Panos Cosmatos eine Chance geben, was sich mehr als gelohnt hat.
Mit zunehmender Spieldauer entwickelt "Mandy" einen hypnotischen Sog, dem zumindest ich mich nicht entziehen konnte. Dabei ist es nicht die dünne Story, die fesselt, sondern deren Umsetzung. Bilder, wie aus einem psychedelischen Rausch, treffen auf einen enorm intensiven Score von Jóhann Johannson, der in seinen tiefsten Niederungen an die Drone-Doom-Maschinisten von Sunn o))) erinnert.
Und dann ist da natürlich noch Nicolas Cage, ein überragender Kunstgriff, ihn für diese Rolle zu besetzen. Sein manisches Schauspiel, sein Overacting, seine irre Mimik... sie passen zu diesem Film, wie Faust auf Auge.
Die wenigen Dialoge sind auch gut geschrieben. Wie die fantastische Andrea Riseborough die Kindheitsgeschichte (Stare) ihrer Figur vorträgt, ist einfach großes Kino.
Und dann ist da noch der Revenge-Part, blutig, kompromisslos und hart umgesetzt, beginnend mit der hinreißenden Alkohol-Szene vor 70er-Tapete, der Armbrust und dem selbst geschmiedeten "Klingonen-Schwert".
"Mandy" hat mich komplett fasziniert, ist aber nicht massentauglich. Dafür ist er zu speziell, verschließt sich völlig den Sehgewohnheiten und ist Lichtjahre vom Mainstream entfernt.
GamePrince
GamePrince

14 Follower 57 Kritiken User folgen

4,0
Veröffentlicht am 10. August 2022
Was ein Film! Nur wo fange ich an?

Der Soundtrack, ist nicht von dieser Welt - so genial ist er.
Die Optik, ist nicht von dieser Welt - so genial, ist sie.
Cage, ist nicht er selbst - so genial spielt er.

Ich war nie der große Nicolas Cage-Fan, aber in diesem Film geht so sehr in der Rolle auf, dass ich nicht für eine Sekunde Nicolas Cage gesehen habe, sondern einfach nur den Charakter Red Miller und die Vision von Regisseur Panos Cosmatos - so großartig und stimmig passt und spielt alles zusammen.

Dieser Film ist weder Horror, noch Thriller, Splatter, Action oder sonst was, sondern einfach nur Kunst mit einer unbeschreiblichen Mischung aus allen genannten, sowie weiteren Eigenschaften.
Und genau deswegen spaltet er die Zuschauer so sehr, wie er es eben tut.
Dies wiederum macht es aber auch einfacher zu sagen, für wen der Film gemacht ist: nämlich Film-Fans, die Filme als Kunst sehen und einfach offen für etwas anderes sind.
Wer Filme wie "The Witch", "Only God forgives" oder zuletzt "Hereditary" mag, sollte "Mandy" auf jeden Fall eine Chance geben, da sich dieser in ähnliche ungewöhnliche, aber künstlerisch hochwertige Gefilde bewegt.

Wenn man die einzelne Punkte bewertet, kommt nicht viel beim Film raus - Horror-Fans werden ebenso enttäuscht, wie Action- oder z.B. auch Thriller-Fans.
Betrachtet man aber die gesamte Vision hinter allem, erlebt man ein seltenes Filmerlebnis, welches man so schnell nicht wieder erleben wird, so viel ist sicher.

Andere Filme haben nicht genug Stärken, für eine 5-Sterne Wertung, während Mandy hingegen zu viele Schwächen für eine 5-Sterne Wertung hat.
Denn so großartig Optik, Soundtrack und das Schauspiel von Nicolas Cage sind, so sehr stören einen mehrere langatmige Szenen und Monologe, welche die Story manchmal mehr, manchmal weniger voran bringen und zwar packend inszeniert sind, aber dennoch für wenig Unterhaltung sorgen.

Daher kann man zusammenfassend sagen, dass der Film nichts anderes ist, als Kunst pur - samt einigen Schwachen Szenen.
Wer mit einem visionären Erlebnis nichts anfangen kann, wird den Film gelangweilt nach einigen Minuten abschalten.
Wer aber Filme als Kunst sieht und aus Optik, sowie Soundtrack und Schauspiel viel rauslesen kann, bekommt eine seltene, aber sehr stimmige Genre-Mischung zu sehen, welche es in der Form lange nicht mehr zu sehen gab und sicherlich auch lange nicht mehr zu sehen gibt.

Von mir bekommt er sehr stimmige 4 von 5 Sternen.
Kino:
Anonymer User
1,0
Veröffentlicht am 24. März 2022
Was für eine verquirlte Scheiße. Ich glaube das triffst es auf den Punkt. Es ist reine Zeitverschwendung und mit spoiler:
Abstand der schlimmste Film von Nicolas Cage.
Hiwr ist sogar jeder Buchstabe Zuviel um eine Kritik zu formulieren. Das beste am Film ist das Ende denn dann hat das Grauen ein Ende.
Kino:
Anonymer User
0,5
Veröffentlicht am 15. Januar 2022
Jetzt mal ganz ehrlich, wie kann man überhaupt einen Stern für diesen Film geben. Ich glaub ich hab noch nie was schlechteres gesehen. So eine schlechte Schauspielerei. Das Budget soll 6Mio gewesen sein. Wofür bitte. Den hätte man in 30 min sehen können. Hier gibt es nichts Positives zu schreiben.
Kino:
Anonymer User
4,0
Veröffentlicht am 9. Januar 2022
Untergrundkino mit finsterer Strahlkraft und Hollywoodstar.
Nic Cage spielt einen Waldarbeiter, der eines Tages roter sieht als Charles Bronson jemals vor ihm.
Was Cage sich in seiner Rolle hier ansehen muss, kann dann auf Filmguckerseite auch recht einfach Gedanken an Vergeltung wecken.
Die Geschichte ist noch einfacher gestrickt wie zig andere Rachegeschichten in Filmform - Death Wish z.B. ist dagegen schon komplex. Mandy ist inhaltlich finster, visuell finster, musikalisch finster - und alles zusammen kann schon merklich eine ebensolche Strahlkraft und eine Art Sogwirkung entwickeln.
Cage hat mit seiner Figur noch dazu ein paar Schauspielermomente inmitten des Wahnsinns.

Was Mandy aus der Masse eindeutig hervorhebt, ist die Machart in Bild und Ton. Die "musikalische" Untermalung treibt den Film oft congenial an..... und auf Filmguckerseite kommt das bestenfalls als nervenaufreibender Pluspunkt an. Die Score von Uns Hans zu Dunkirk ist vergleichbar, dort viel unterschwelliger, in Mandy dagegen krachend. Im Kino lag sogar die Soundtrack-CD zum Kauf bereit - hab die nur fast mitgenommen. Wie die "Musik" ohne Zusammenspiel mit dem Film wirkt, tu ich mir vielleicht irgendwann doch noch an.

Niemand, der an Mandy interessiert ist, sollte sich von 1\5 abschrecken oder 5\5 blenden lassen. Das Gebotene muss man höchstselbst sehen und hören.

Ein Film, der sogar mit ganz wenig Story und Figurenpower was bringt. Erinnerungswürdiges Rachekino, sehenswert mit einigen wenns und aber.
Kino:
Anonymer User
0,5
Veröffentlicht am 21. Juni 2021
Katastrophe, schade um die Zeit die für die Produktion aufgewendet wurde. Am anfang dachte ich noch es wird schon, aber es wurde immer schlimmer. Nach 30 min . abgeschaltet.
Kino:
Anonymer User
5,0
Veröffentlicht am 8. November 2019
Genialer Film! Nicht für jeden was! Allerdings glaube ich, dass die meisten Menschen, die ihn nicht mögen, ihn einfach nicht verstehen.
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