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Bastianleichert81
7 Kritiken
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1,0
Veröffentlicht am 11. Dezember 2024
Politisch korrekt. Nichts für logisch denkende Menschen. Es bleibt eine Emotion: Fassungslosigkeit.
Haben die keine neuen Ideen mehr, muss alles mit dem Filter der politischen Korrektheit neu aufgelegt werden. Die einzigen Personen von den sechs deren Vorgeschichte erzählt wird Sind der weiße Vollidiot und Supermarktmitarbeiter. Der schwarze hippe Börsen Stratege. Die schwarze super schlaue Studentin. Ich mag nicht mehr unterschwellig belehrt werden. Oder in meinem Fall mit dem bunten Vorschlaghammer in die Fresse bekommen.
Man kann "Escape Room" von Adam Robitel aus 2019 sicher so Einiges vorwerfen, aber keinesfalls, dass er nicht sehr spannend ist, was an der guten Figureneinführung, solidem Acting und einem sehr fantasievollen Set-Design liegt. War kurzweilig unterhaltsam und weckt Interesse am Sequel.
Ich weiß, kein Grund zur Panik, aber wenn mir die Vorstellung, aus einem geschlossenen Raum nicht mehr herauszukommen, ohne meinen Intellekt anzustrengen, Stress verursacht – auf die Gefahr hin, ich werde dumm sterben – dann sollte ich womöglich keinen Escape Room aufsuchen. Natürlich sind das irrationale Ängste, man kann auf diesen Spielplätzen jederzeit w.o. geben und der Spielleiter führt dich milde und etwas abschätzig lächelnd aus dem Erwachsenen-Parkour. Doch latente Klaustrophobie muss nicht unbedingt gefördert werden – es gibt ja schließlich noch andere nette Dinge, die man in seiner Freizeit tun kann. Und wenn schon Escape Room, dann vielleicht einer der bereits zuhauf angebotenen Einweg-Gesellschaftsspiele, in denen es nur ums Rätselknacken geht. Ganz ohne Fluchtinstinkt.
Sich diesem zu unterwerfen, liegt allerdings ganz im Sinne von sechs Kandidatinnen und Kandidaten, die allesamt eine mysteriöse Einladung zu einem herausfordernden Mindgame erhalten haben. Kurz gesagt: zu einem Escape Room für Fortgeschrittene und Out of the Box-Denker. Die sechs jungen Leute sind sich untereinander nicht wirklich bekannt – den Fokus des Filmes setzt Regisseur Adam Robitel (Insidious: The Last Key) dabei auf Taylor Russel (zuletzt in Bones and All), welche die etwas introvertierte Zoey gibt, die aber mit einem Intellekt punkten kann, bei welchem all die anderen fünf nur neidvoll zu ihr aufblicken können. Das tun sie aber nicht, denn jeder der Anwesenden hat so seine Stärken. Und Schwächen. Die unbekannten Game-Master wissen das. Woher, bleibt schleierhaft. Und dann geht’s auch schon los, als sich alle im Wartebereich eines ominösen Hochhauses eingefunden haben – und der erste Verdacht aufkommt, dass etwas nicht stimmt, als die Dame im Sekretariat immer dieselben Worthülsen von sich gibt. Hier ist nichts so, wie es scheint. Als alle vermuten, die Wartezeit zum Startschuss gehört selbst bereits zum Spiel, wird es ungemütlich warm. Und die sechs müssen so schnell wie möglich einen Ausweg finden, um nicht gegrillt zu werden.
Das ist allerdings nur das erste Zimmer von so einigen, die da noch kommen mögen. Und eines fieser als das andere. Diese zu bewältigen ist auch alles, was es in diesem Film zu tun gibt. So gesehen fühlt sich Escape Room ein bisschen so an wie eine unmoderierte Unterhaltungsshow mit unter anderem gesundheitsgefährdendem Ausgang für so manche, die sich etwas schwertun, die Dinge vorauszusehen. Hat sich David Finchers The Game mit Michael Douglas längst nicht nur damit begnügt, Zimmernummern zu vergeben, irritierte Vincento Natali in seiner Horror-SciFi Cube mit einem Labyrinth identer Räume, in denen perfide Fallen wussten, wie sie zuzuschnappen hatten. Auch in Escape Room kommt manches unerwartet, und dabei ist man froh, sich nicht selbst diesem Risiko aussetzen zu müssen, sondern einfach nur zusehen und mitraten zu dürfen, wo nun beim nächsten Mal der Haken an der Sache aus der Wand schnellt. Natürlich mischt der biographische Background eines jeden hier Anwesenden selbst nochmal die Karten durch, und tatsächlich lässt sich mit den psychologischen Grundmustern der Spieler so einiges anfangen. Nur im letzten Drittel wird’s banal, wenn nicht gar einfallslos. In manchen Filmen mag die Ergründung des Ganzen eine wichtige Rolle spielen – hier hingegen nicht.
Wie viel stimmiger wäre es gewesen, dem Mysterium des Spiels nicht auf die Spur kommen zu müssen. Obwohl einiges nach wie vor einer physikalischen Unmöglichkeit unterliegt und zumindest in diesen Bereichen noch sein Geheimnis behält – wie das Herumrätseln an einem Zaubertrick, der unmöglich sein kann – werden sozialphilosophische Beweggründe bemüht, die wenig überzeugen und einem Appendix gleich als dramaturgisches Anhängsel dem Film noch mehr Tiefe und Story verleihen sollen. Um ein Sequel anzustückeln, meinetwegen. Sonst aber wäre das Herunterbrechen auf einen trivialen Thriller-Plot wie ein eigener Raum, der maximal als Vorzimmer dient. _________________________________________________________ Mehr Reviews und Analysen gibt's auf filmgenuss.com!
Der Film war gut und lässt einen in die Welt der Escape rooms näher und besser eintreten, für die Leute die bislang sich damit noch nicht beschäftigt haben. Man konnte auch etwas vom Film mitnehmen und es war einfach durchgehend sehr spannend, weil man wissen wollte wie der Film enden wird.
10 kleine „Negerlein Prinzip“ umgeändert auf aktuelle politisch korrekte Befindlichkeiten.
Fakt wäre laut Sheerwood in „Wer überlebt“ junge (körperlich/geistig fit) Männer !
Nun muss ich mir zum x-ten Mal das komplette Gegenteil anschauen, was keineswegs mit „ist ja eh alles nur Fiktion“ abgeschmettert werden kann. Falls ich unrealistische Märchen bevorzuge lese ich das Wahlprogramm der Grünen oder Grimms Märchen……
Erinnert entfernt an eine gemeine Mischung aus den coolen Horrorklassikern "Cube" und "Saw", ist aber weit weniger brutal und blutig. Kein Genre-Meisterwerk, aber dennoch überraschend kurzweilig. Cool: das kreative Design der Räume!