Nightmare Alley
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14 Follower 1.352 Kritiken User folgen

4,0
Veröffentlicht am 19. April 2026
Ich mag die Art, wie Guillermo del Toro seine Filme inszeniert, so war ich auch sehr gespannt auf “Nightmare Alley”, der neben der stattlichen Laufzeit von 2 1/2 Stunden auch eine beachtliche Darstellerriege vorzuweisen hat. Tatsächlich hat der Film auch einige Längen, diese allerdings mehr im zweiten Teil, der im direkten Vergleich gegenüber dem extrem starken ersten Teil deutlich abfällt. Die Jahrmarkts- und Freakshow-Szenerie zu Beginn ist außerordentlich stimmungsvoll eingefangen, hier spürt man hauptsächlich das große Talent von del Toro und sein Gespür für Ambiente und Stimmung. Großartig!

Leider verlässt der Film dieses Setting schon nach nur einer Stunde und widmet sich dann einem etwas verworren erzählten Thrillerplot rund um Cate Blanchett und Bradley Cooper. Die zuvor toll eingeführte Rooney Mara wird dann leider in eine wenig bedeutende Nebenrolle degradiert, auch bleiben die ganzen großen Stars aus der Freakshow (Toni Collette, Willem Dafoe, David Strathairn und Ron Perlman) leider zurück. Die Figur der Dr. Lilith Ritter wird alsbald ins Zentrum gerückt und Cate Blanchett spielt sie mit einer großartigen Mischung aus Undurchschaubarkeit und Sex-Appeal. Dennoch ist die Atmosphäre hier nicht mehr si eindringlich und auch die Auflösung der Story kommt etwas holprig daher.

FAZIT: Stimmungsvoller Film noir, der zwar recht lang geraten ist, dafür aber mit einem großartigem Cast aufwartet. Die Stärken liegen ganz klar in der ersten Stunde des Films, dennoch ist “Nightmare Alley” allemal sehenswert! Klare Empfehlung von mir.
rogue
rogue

43 Kritiken User folgen

4,5
Veröffentlicht am 28. September 2025
Mal wieder ein sehr unterhaltsames Werk von del Toro. Allein schon die Settings waren begeisternd. Mich hat der Film sehr gut unterhalten. Zu lang? Auf keinen Fall! Die ausgefeilten Geschichten von del Toro kann man nicht einfach so in 90-100 Minuten hinklatschen. Toller Cast, toller Film. Wer nicht willens und/oder in der Lage ist, sich darauf einzulassen, gibt weniger als 4*, ist klar. Übrigens kein Horror, aber Nightmare passt schon.
Thomas Z.
Thomas Z.

139 Follower 653 Kritiken User folgen

3,0
Veröffentlicht am 29. Januar 2025
Aufstieg und tiefer Fall des Stanton Carlisle.
Was Guillermo del Toro über 160 Minuten in prachtvoller Bildsprache erzählt, lässt einen seltsam unberührt. Mir persönlich hat der zweite Filmteil (Thriller) besser gefallen, als die vorhergehende Zirkus-/Rummelplatz-Geschichte, was allerdings nicht weiter verwundert, konnte ich der Thematik schon als Kind nicht viel abgewinnen.
Trotz illustrem Cast und gutem Acting fehlt mir  irgendetwas, was gar nicht so leicht zu benennen ist. Möglicherweise fehlt es schlicht an Identifikationspotential und somit an emotionaler Tiefe, um in die Story einzutauchen, mitzufiebern, den Film zu einem Erlebnis werden zu lassen.
Handwerklich ist das über jeden Zweifel erhaben, daher "nur" drei seltsam distanzierte Sterne von mir.
Zedda Zogenau
Zedda Zogenau

73 Kritiken User folgen

3,5
Veröffentlicht am 9. Januar 2024
Eins vorweg: OSCAR-Preisträger Guillermo Del Toro ist ein sehenswerter Neo-Noir-Film gelungen, der die Schwarze Serie Hollywoods geschickt ans Publikum der Gegenwart heranführt. Und doch...fehlt etwas, dass das Herz berührt und den Atem stocken lässt. Schon klar, wir sehen Menschen dabei zu, wie sie falsche Entscheidungen fällen. Wir erleben Aufstieg und Fall eines Blenders, der von OSCAR-Anwärter Bradley Cooper hervorragend gespielt wird. Eine grandiose Besetzung tut das Ihrige, um die "Gasse der Alpträume" zum Funkeln oder Erlöschen zu bringen. Hervorgehoben seien vor allem die drei grandiosen Frauenrollen, die von OSCAR-Preisträgerin Cate Blanchett, GOLDEN-GLOBE-Gewinnerin Toni Collette und OSCAR-Anwärterin Rooney Mara gegeben werden.
Und doch fehlt etwas im Zentrum dieser Geschichte. Natürlich hat Del Toro auch mit seinem OSCAR-Triumph SHAPE OF WATER nicht mehr ganz die Qualität seines spanischsprachigen Klassikers PANs LABYRINTH erreicht. Aber er hatte die wunderbare Sally Hawkins in der Hauptrolle. Auch die Zweiteilung von NIGHTMARE ALLEY in einen Teil auf dem Rummelplatz und einen in der Stadt Buffalo ist es nicht, die sich störend auswirkt. Es fehlt etwas anderes.
In den Klassikern der Schwarzen Serie gab es immer eine Nebenfigur, die die Aufrichtigkeit und Ordnung repräsentierte und durch die die Fallhöhe des strauchelnden Protagonisten noch stärker verdeutlicht wurde. Im PARAMOUNT-Klassiker FRAU OHNE GEWISSEN (1944) wurde diese Figur von Edward G. Robinson gespielt, im RKO-Kracher GOLDENES GIFT (1947) von Dickie Moore. Das ist es, was in NIGHTMARE ALLEY fehlt. Es reicht nicht aus, dass wir Bradley Coopers Charakter schon von Anfang an als "Geek" erleben können, um uns mitten ins Herz zu treffen. Ein Ausweg in Form eines Freundes hätte zumindest in Aussicht sein müssen. So ist das Scheitern unaufhaltsam und lässt den Zuschauer allzu unberührt.

Leider war NIGHTMARE ALLEY auch im Box Office (Umsatz: 39 Mio. USD) nicht besonders erfolgreich, auch in den deutschen Kinos wurden nur 85.000 Tickets verkauft. Sicher enttäuschend für Hollywood-Major DISNEY und Fox Searchlight Pictures. Das hat der Film wahrlich nicht verdient, er ist sehenswert. Und außerdem ist nach der Desillusionierung, die Millionen Menschen in den vergangenen drei Monaten erlebt haben, die Zeit eigentlich reif für ein Aufleben der Schwarzen Serie.
Cursha
Cursha

7.500 Follower 1.067 Kritiken User folgen

2,0
Veröffentlicht am 29. Dezember 2022
Leider ist dies für mich einer von Del Toro's schlechtesten Filmen. Die Figuren sind über die gesamte Laufzeit hinweg so unsympathisch, dass es mir sehr schwer viel überhaupt zu folgen. Das kann zwar funktionieren, doch in diesem Fall scheitert es grandios. Besonders der Beginn des Films ist dabei viel zu zäh, erst gegen Ende kommt etwas Spannung auf. Da können weder Darsteller, noch die gute Ausstattung überzeugen. Leider eine große Enttäuschung für mich.
Davki90
Davki90

49 Follower 351 Kritiken User folgen

3,5
Veröffentlicht am 5. Juni 2022
Inszenatorisch ist der Film eine Wucht. Da steckt so viel in einer Szene. Manchmal fühlt man sich mittendrin. In Sachen Story hat er doch so seine schwächen. Die erste Hälfte auf dem Jahrmarkt ist gut, doch im zweiten teil, wirkt vieles etwas gehetzt, obwohl er mit 150 Min. etwas zu lang ist. Die Chemie zwischen Bradley Cooper und Cate Blanchett stimmt irgendwie nicht so ganz, vielleicht ist es aber so gewollt, das kann ich nicht sagen. Trotz allem hat der Steifen was faszinierendes an sich, man hat ständig das Gefühl, jetzt wird er bald übernatürlich, was er nie wird und man fiebert dem Ende entgegen.
aufder LAUer_11
aufder LAUer_11

6 Follower 118 Kritiken User folgen

3,5
Veröffentlicht am 22. März 2022
die große Stärke ist die Charakterentwicklung und auch das Bildhafte.
Die Trennung der zwei Handlungsteile wirkt ein wenig hart.
BrodiesFilmkritiken
BrodiesFilmkritiken

11.854 Follower 5.038 Kritiken User folgen

2,0
Veröffentlicht am 16. März 2022
Wenn einen ein Film gefangen nimmt: schon die feuerige Eröffnungssequenz begeisterte mich total und die ganze folgende erste Stunde des Films war wie eine filmische Umarmung . Die Atmosphäre des Jahrmarktes, die optische Darstellung der ganzen Umgebung nahm mich regelrecht gefangen und begeisterte mich. Darüber hinaus war es allerdings nicht viel was mich am Film hielt, da die Hauptfigur restlos unsympathisch ist und die Story wie sich ein Taugenichts in einem Zoo schrittweise an die Spitze arbeitet mich sehr kalt ließ. Nach einer Stunde gibt es dann einen Cut und es folgt ein weiterer langwieriger Film, in dem sich zwei Scharlatane gegenseitig versuchen zu übertrumpfen. Auch hier brilliert vor allem die Optik und das wunderschöne Bild, aber nehmen einen die Figuren zu keinem Zeitpunkt emotional mit und irgendwann setzt totale Ermüdung ein. Deswegen ist es schade, weil der Film eindrucksvoll beweist was ein Film hinkriegt und wie schön das aussehen kann, aber wenn der emotionale Impact fehlt ist man halt verloren.

Fazit: Ein Fest für die Augen und ein Highlight an Atmosphäre aber ansonsten lässt es einen eher
Le_Maitre
Le_Maitre

11 Follower 86 Kritiken User folgen

1,0
Veröffentlicht am 19. Februar 2022
Langweiliger Schrottfilm, der 1 Stern ist für die Schauspielerin Rooney Mara ! Danke an die Kino Assistentin die mich nach der Vorstellung geweckt hat :-)
beco
beco

83 Follower 441 Kritiken User folgen

2,5
Veröffentlicht am 30. Januar 2022
Starke Bilder, besonders in den Anfangsszenen, aber dann …
Wie kommt man auf die Idee, diesem Stoff ein Remake angedeihen zu lassen? Die Dramaturgie der 1947er Verfilmung ist stimmig und der Zeit gemäß. Christliche Untertöne, Hybris, Alkoholsucht, Lilith und Molly, etc. werden zu einem dramatischen Geschehen verflochten, davon ist in der Neuverfilmung wenig zu finden, wäre auch in vieler Hinsicht aus der Zeit gefallen.
Warum also diese Romanvorlage und was soll damit entstehen? Das Unbehagen darüber führt zu einem Film, der nicht weiß, wo er hin soll.
Enttäuschend
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