Der Film ist absolut überragend und kaum zu ertragen.
Leider missverstehen einige "Kritiker" hier komplett die Botschaft. Besonders unangenehm ist es, wenn hier einige ihren Unmut über vermeintlich antiquierte Botschaften des Films äußern.
Ein paar User versteigen sich sogar komplett und nehmen den Film zum Anlass, über Muslime in Deutschland zu wettern und zu behaupten, die Muslime wären die Hauptgefahr für Juden in Deutschland und nicht etwa die zunehmend offener agitierenden Rechtsradikalen.
Erstens ist das kompletter Unsinn. Nach wie vor gehen die allermeisten Gewalttaten gegen Juden von rechtsextremen Eingeborenen aus, die Zahl hat in den letzten Jahr sogar zugenommen. Klar sollte man auch muslimische Radikale im Blick haben. Aber diesen Film herzunehmen und rumzunölen, dass die Botschaft überhaupt nicht mehr "zeitgemäß" wäre, ist nicht nur falsch, sondern schäbig. Zudem verstehen diese Leute die Botschaft des Films falsch.
Es geht nicht (nur) darum, die Erinnerung an die grausamen Verbrechen hochzuhalten, (was, wie die Gegenwart leider zeigt, nach wie vor wichtig ist,) sondern es geht in dem Film in erster Linie darum, wie Täter und Mitläufer es schaffen, Strukturen und Denkmuster des unfassbar Grausamen nicht nur zu ignorieren, sondern sich aktiv daran zu beteiligen und ihr eigenes Privatleben von diesem verbrecherischen Treiben zu dissoziieren.
Ein weiteres, in den Kritiken oft durchscheinendes Missverständnis beruht auf der Vorstellung, Filme hätten nur eine Existenzberechtigung, wenn sie "unterhaltsam" wären, mindestens durch ihre äußere Handlung. So eine Haltung kann man haben, wirkt aber arg antiquiert; zum Popkornessen ist dieser Film jedenfalls nicht geeignet.