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Berndtsebastian41
2 Kritiken
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5,0
Veröffentlicht am 6. August 2026
Alle John Wick Teile zeichnen sich durch eine Sache aus die ganz ganz viele Filme heutzutage nicht mehr können. Echte Inszenierung wenig CGI. Den Film guck ich wenn ich Lust auf Action habe, für ne ausführliche meisterliche Geschichte ist der einfach nicht gedacht. Und da gibts sowohl inszenatorisch als auch technisch einiges zu bestaunen. Teil 4 hat aber irgendwie für mich genau alles auf den Punkt so wie ich das im Actionkino sehen will. Daher eine ganz besondere Auszeichnung von mir für die Mühe und die Liebe die ganz offensichtlich dahintersteckt.
Der Film folgt dem beliebten Wick Muster: Kriminelle Schattenimperien, viel Action, Antiheld, Vergeltung und ein Ticken Film Noir. Mein Problem sind nur die neuen Klischees. Von Dr. Strange über Batman bis Foundation ist alles so vollgestopft mit Geheimzirkeln und Magie-Klimbim, Gesichtstätowierten Martial Artists und halbübersinnlichen Fähigkeiten, dass es langweilig wird, weil einfach nichts mehr unmöglich ist und daher auch nichts mehr überraschen kann. Bei der Radioansage "Das ist für all meine Freunde da draußen…" hab ich dann nur kurz gecringed und erstmal abgeschaltet. Dann hab ih ihn wieder angeschaltet. Diesmal mit innerer Ansage "egal, ignoriere die Klischees, genieß die Action!". Aber das problem bei der Action ist: Die Stunt-Szenen sind echt Ambitioniert, aber wirken oft viel zu gestellt. Wenn der Film absichtlich echte Stunts statt CGI benutzt hat: Respekt – aber im Ergebnis muss man das im Kopf doch andauernd weg-korrigieren. Aber trotzdem: Eine Runde Keanu-Action mit Martial-Moves und Gangster-Mysterie liefert er und wenn man ihn damit vorbereitet schaut, ist er auch ganz unterhaltsam.
Solch einen Schwachsinn muss man nicht gesehen haben. Wie in allen Action Filmen wird der Held nicht getötet, obwohl er zig mal von Kugeln getroffen wird...wohl wegen seinem schusssicheren Anzug....3 x von fahrenden Autos frontal erfasst und auch da keine ernsthaften Verletzungen...das einzige, was zum Schluss vielleicht interessiert, ob es einen neuen Rekord von Leichen in einem Film gibt. Die letzten 60 Minuten sind für mich reines Spektakel ohne Hirn und vor allem Glaubwürdigkeit. Mit diesen Empfindungen ist so ein Film nicht zu ertragen. Anscheinend ist der beste Erfolg jemanden zu töten in den Kopf zu schießen. Aber warum wird das immer erst nach dann gemacht, wenn der Gegner am Boden liegt. Irgendwann nervt das nur noch. Die einzig gute und witzige Szene ist die, wo der Schäferhund einem der Protagonisten auf den Koof pisst. Sonst ist der Film keinen Stern wert.
John Wick befindet sich erneut auf einem blutigen Rachefeldzug. Gejagt vom Hohen Rat, kämpft er sich erbarmungslos durch Wellen von Gegnern – immer auf der Suche nach einem Ausweg aus der tödlichen Spirale, in die er einst hineingezogen wurde.
Doch so elegant der Tod auch inszeniert ist – langsam scheint dem Franchise die Puste auszugehen. Die choreografierten Kämpfe sind nach wie vor ästhetisch ansprechend und kreativ, doch der frische Reiz früherer Teile bleibt diesmal weitgehend aus. Während frühere Kapitel mit visuellen Überraschungen und originellen Setpieces punkten konnten, wirken einige der Locations hier fast verschenkt und hinterlassen weniger Eindruck als erhofft.
Die Handlung diente schon immer eher als dünner roter Faden zwischen den Actionsequenzen – doch diesmal wirkt selbst dieser Vorwand noch schwächer kaschiert als zuvor. Die dramaturgische Tiefe bleibt flach, der rote Faden franst spürbar aus.
Was den Film aber dennoch trägt, ist das Spielfreude-geladene Ensemble. Besonders Bill Skarsgård überzeugt als stilvoll-arroganter Antagonist und fügt sich bestens in das überzeichnete Universum ein. Die Balance aus düsterer Ernsthaftigkeit und augenzwinkernder Überzeichnung funktioniert nach wie vor erstaunlich gut.
+ Stilvolle, teils originelle Kampfszenen + Spielfreudige Besetzung, besonders Bill Skarsgård als Gegenspieler + Gekonnte Mischung aus Pathos und übertriebener Comic-Haftigkeit + Viel Abwechslung durch internationale Locations
– Kämpfe und Settings gut, aber weniger einfallsreich als in früheren Teilen – Handlung wirkt zunehmend nebensächlich und kaum noch motiviert erzählt
Teil 4 ist in wenig Punkten der beste. Teil 1 ist der coolste, Teil 2 ist halt da und Teil 3 hat die beste Action. Aber Teil 4 ist halt so gut als Gesamtpaket. Hier hat man tolle Actionpassagen, gute Sprüche, Unterhaltung, viel blut und brutalität und Spannung. Das Ende ist super und Keanu Reeves ist einfach Top. Donnie Yen ist für mich der beste Schurke der Reihe und auch Scott Adkins (kaum wiederzuerkennen) ist toll. Das Problem ist hier einfach die Länge und der Film ist hier und da ziemlich zäh. Trotzdem ist es für mich Platz 1 der Reihe.
Insgesamt ist es ein hervorragender Film mit Top Action, Unterhaltung, Blut, Brutalität und einem genialen Cast.
Für mich der bisher schlechteste Teil. Kampfszenen wirken gestelzt. Ne, nicht meins. Ich wollte den Film nach nicht einmal der Hälfte aus machen. Zum Glück waren wir nicht im Kino.
Ein gruseliges Abkassieren der getreuen Kinogaenger ohne Sinn und Verstand. Die dürftige Substanz des mühsam hergeleiteteten Handlungsstranges muendet in einer comicreifen Endlosschiesserei. Einen Schauspieler brauchte dieses Kapitel nicht und waere besser zugeklappt geblieben. Gut das die internationale Filmfoerderung wenigstens die vielen Schauplaetze honoriert. Für einen durchschnittlich intelligenten Kinogaenger ist der Film eine Prüfung des Durchhaltevermorgens.
Bin ich froh, dass ich den Film nicht geliehen oder gekauft habe! Der Film ist eine Zumutung. Hervorheben möchte ich den Blinden Kämpfer der alles rasiert obwohl er blind ist. Wie kann das sein?! Ich habe den Film nach einer halben Stunde beendet, eine farce. Peinlich, peinlich. Wie kann man diesem Film so eine hohe Bewertung geben? Werden die Kritiker ordentlich bezahlt für den (ihrer Meinung) hoch gelobten Filme oder sind die, einfach nur schlecht in ihrem Beruf?
Eigentlich wollte ich sehr gerne meine Abneigung gegen das John-Wick-Franchise mit einer neuerlich maximal durchschnittlichen Bewertung untermauern, aber mir fehlen schlicht und ergreifend die Argumente. Chad Stahelski hat seit dem ersten Teil von 2014 eine erstaunliche Entwicklung vollzogen. Waren insbesondere Teil 1 und 2 Actioner, die ihre Fans hatten, mich aber zu Tode langweilten, so ist "John Wick - Chapter 4" ein Kunstfilm, der in Sachen Light- und Sounddesign neue Maßstäbe setzt. Klar, gibt es auch hier eine Action-Overdose, die sich allerdings aufgrund der völligen Überzeichnung nicht mehr selbst ernst nimmt. Die Kämpfe sind nach wie vor gut choreografiert, was aber mehr in den Hintergrund tritt. Viel entscheidender ist das Ambiente, die Umgebung, in der die Kämpfe stattfinden. So gut wie jedes Szenenbild ist von einer visuellen Ästhetik durchzogen, dass einem die Augen glühen. Das erinnert stellenweise an Nicolas Winding Refn, den Master of Style-over-Substance. Teil 4 ist ein opulenter visueller Rausch, der mich sehr beeindruckt hat und mit gewöhnlichen Actionern rein gar nichts mehr zu tun hat. Große Überraschung und Empfehlung von mir!