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Lemmiblog
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1,0
Veröffentlicht am 22. Mai 2026
EINE FRAU LIEBT IHREN SCHWANZ
Eva muss den Job ihrer Schwester zu Ende bringen. Sie macht die Geräusche bei Werbejingels. Allerdings ist Eva sehr schüchtern und sensibel, was der Auftraggeber gar nicht gut findet. Denn ihre Arbeit ist nicht menschlich genug. Als Eva bemerkt das ihr ein Pferdeschwanz wächst, ändert sich ihr Leben und auch ihre Leidenschaft.
Piaffe geht ca. 86 Minuten und ist ab 16 Jahren freigegeben. Wir haben hier ein Drama rund um eine Frau die viele Probleme hat, aber dank Bondage und Schwanz reiben ihr Glück findet. Ich hab keinen Ahnung was ich hier gesehen habe. Eventuell etwas tief fundamentales über Bewusstsein und innere Stärke, allerdings glaub ich eher das ein armer Filmstudent eine Wette verlor und zusammenhanglosen Quark produzieren musste. Unsere Hauptfigur Eva, kann nicht richtig deutsch und ihre Schwester (die eigentlich ein Mann ist) ist in einer Anstalt (wer weiss welche Botschaft hier vermittelt werden soll). Dazwischen sehen wir Eva wie sie Töne macht und bei einem Typen ist mit dem sie dann später "Sex" hat. Woher ihr Pferdeschwanz kommt keine Ahnung, wieso man denn am Ende abrassiert und denn hässlichen Stummel sieht, keine Ahnung. Allgemein wird hier nichts erklärt oder wieso Dinge passieren, soll wohl extra künstlerisch sein, in Wahrheit ist es Bockmist. Das Finale ist dann tanzen wie ein Pferd inklusive Steppschuhen weil die halt klappern wie Pferdehufe, mit ihrer Schwester in einem Club (Die/Der irgendwie da auftaucht) Sex hat (keine Ahnung) und dann das abrassieren. Am Ende bleibt ein undurchsichtiger Streifen, der keine Handlung besitzt, Charaktere einführt die unnütz bzw. nichtssagend sind.
Von mir bekommt der Film 1,5/10 Punkten. Einen Ehrenpunkt für das bissel Bondage und das aufflammen von etwas Spannung.
Dieser Film hat bereits Preise eingeheimst (wie etwa den Preis der Jugendjury in Locarno), und er wird wortreich gefeiert als transgressiv und taktiler Liebesbrief an die unterschätzte Magie des Kinos und dergleichen mehr. Dem kann ich mich kaum anschließen. Es macht mir keine Probleme, wenn ein Film schwer zu fassen ist oder seine Mittel ausgestellt artifiziell oder bizarr sind, wenn er mehrere Lesarten anbietet (wie etwa der demnächst startende BEAU IS AFRAID). Jedoch verlaufen sich diese inhaltlichen und formalen Aspekte bei PIAFFE m.E. in etwas, was ich nichtmal mehr begreifen möchte. Das alles nimmt sich viel zu ernst, ist lähmend langatmig aufgezogen, teils vage/laienhaft gespielt... so dass mir als Zuschauendem letztlich nicht viel mehr bleibt, als hinter all dem einen diffusen, tieferen Sinn zu vermuten, weil ansonsten kaum noch erkennbar Wertschätzbares bliebe.
Womöglich mangelt es mir an der richtigen Perspektive oder an Horizont. Am besten, Sie machen sich selbst ein Bild und klären mich danach auf.
Wir waren eingeladen zu einer Preview Veranstaltung. Gespielt wurde „Piaffe“, sehr schön angekündigt von der Produktionsleitung und alle klatschten vor Begeisterung und hoher Erwartung . Dann 90min pure Verstörung , Langeweile und peinliches Fremdschämen. Ich empfand ihn als pure Verschwendung meiner Zeit und ich bin nur geblieben aus Respekt vor der Einladung . Am Ende klatschte niemand . Dieser film hat bereits 2 preise bekommen, was für mich unerklärlich ist. Aber vielleicht bin ich auch kein Kunst- Cineast. Für mich war dieser Film salopp gesagt : Kranker Scheiss . Sorry