DAISY RIDLEY ALS JASON STATHAM
Joanna reinigt die Fenster eines riesigen Bürokomplexes, als bewaffnete Aktivisten der Anti-Human Foundation das Gebäude übernehmen und alle zwingen, öffentlich zu gestehen, das sie der Umwelt schaden. Die Rettung der Geiseln bleibt an Joanna hängen. Praktischerweise ist sie eine ehemalige Soldatin.
Cleaner geht ca. 95 Minuten und ist ab 16 Jahren freigegeben. Wir haben hier einen Action-Thriller, der sich anfühlt wie eine Mischung aus Stirb Langsam und jedem Statham Film der letzten Jahre. Eine Person gegen eine Bande von Vollidioten, die Polizei ist überfordert und die Hauptfigur besitzt zufällig die Fähigkeiten, die der Plot benötigt. Die Geschichte selbst ist nicht sonderlich spannend. Das ganze "Der Mensch ist das Problem" und "Wir müssen den Planeten retten"-Gerede funktioniert die ersten Minuten. Nach der vierten Wiederholung wirkt es eher wie ein schlechter Twitter-Thread mit Knarren.
Die Figuren erfüllen ihre Aufgaben, mehr aber auch nicht. Joanna trägt ein Trauma aus ihrer Kindheit mit sich, weil ihr autistischer Bruder misshandelt wurde. Daraus entsteht später eine Verbindung zur leitenden Polizistin, die ebenfalls Mitglied im Club der Gebeutelten ist.
Wenn jemand funktioniert, dann Taz Skylar als Bösewicht. Während alle anderen ihre Rollen herunterspielen, kaut er förmlich die Kulisse an und macht jede Szene unterhaltsam. Schade dagegen um Clive Owen, dessen Beteiligung sich eher wie ein längerer Cameo anfühlt.
Die Action ist solide, auch wenn das Gebäude aus Plotbeton gebaut wurde. Fenster sind mal kugelsicher und mal dünner als Butterbrotpapier. Dazu kommt das übliche Hollywood-Glück: Natürlich hängt zufällig eine ehemalige Soldatin außen am Gebäude, die besser klettert als ne Bergziege, als nen normaler Dude.
Unterm Strich bleibt ein Film, der selten über Mittelmaß hinauskommt. Die Action ok, der Bösewicht macht Laune und Daisy Ridley ist stets bemüht. Der Rest wirkt wie aus bekannten Versatzstücken, die man schon dutzendfach gesehen hat.
5/10 Punkten. Woran erkennt man den Oberbösi? Er erschießt seine eigenen Leute. Dieses Klischee ist so alt, dass es wahrscheinlich schon in Höhlenmalereien verwendet wurde.