Das Los Angeles im 21. Jahrhundert ist mehr Schein als Sein. Die Obrigkeit präsentiert Ihre Stadt stets glamourös, stilvoll und den "Place to be" wo der amerikanische Traum Wirklichkeit wird. In ,,Crime 101" wird das Leben von drei Hauptfiguren beleuchtet, die Jeder für Sich mit der Fassade der eigentlichen Identität zu kämpfen hat und durch Ihr Handeln sich Ihre Wege im Laufe eines Vorfalls kreuzen werden.
Bart Layton zeigt in 135min einen Krimithriller mit außerordentlicher Tiefe der die Frage nach Integrität aufzeigt und die Frage aufwirft, möchte ich dieses Spiel mit spielen..
Die persönlichen Erfahrungen eines jeden Zuschauers entscheiden über die Größe und Tragweite dieses Films.
Abseits dieser erschuf Bart Layton einen teilweise vorhersehbaren aber dennoch guten bis starken Krimi mit Thriller und Drama-Elementen, der mit seiner Länge in Ruhe und klarer Struktur die Geschichte präsentiert.
Auch wenn die 135min Spielzeit weitestgehend ruhig verlaufen, sind die Actionszenen toll inszeniert und machen großen Spaß.
Ein Film der für die Masse wohl eher als ordentliche Abendunterhaltung durchgeht, erinnert er von seiner Machart stark dem legendärem Klassiker ,,Heat", wenngleich der Fokus unterschiedlich gesetzt ist. Für Zuschauer die sich selber schon die Frage nach dem Wirken und Integrität stellten, könnte dieser Film ein großes Geschenk sein.
Mit Chris Hemsworth, Halle Berry und Mark Ruffalo in den Hauptrollen sind große Persönlichkeiten Hollywoods die treibende Kraft. Hat Hemsworth bis weilen Schwierigkeiten die Tragweite seiner Rolle dem Zuschauer näher zu bringen, brilliert Halle Berry gewohnt und zeigt, dass eine Frau auch mit Erfahrung groß aufspielen kann. Mark Ruffalo hingegen macht nicht mehr oder weniger als seinen eigene Persönlichkeit zu präsentieren, sind seine Figuren doch stets auf der Suche nach Gerechtigkeit, was seine Leistung keineswegs schmälern soll.
Des Weiteren hat Nick Nolte eine wichtige wenn auch kleine Rolle. Dennoch hat auch Nolte in seinem fortgeschrittenen Alter nichts an Klasse eingebüßt. Mit Monica Barbaro und Barry Keoghan gibt es zwei weitere wichtige Figuren die im laufe der Handlung an Bedeutung gewinnen. Spielt Barbaro Ihre Figur, die wenig Zeit hat sich zu entwickeln sehr subtil aber gut, so performt Barry Koeghan auf einem Level welches völlig überdreht aber authentisch für die Figur wirkt. Sicherlich die stärkste Perfomance aller Beteiligten.
Fazit:
Sind 135min für einen eigentlichen Krimi eine ordentliche Lauflänge und die Bilder dieses Films bleiben wohl weniger der Geschichte wegen in Erinnerung. Einen großen Soundtrack könnte man ebenso vermissen. Nichtsdestotrotz ist dies ein Film der für Jeden eine gute Abendunterhaltung darstellen kann und für manch einen Zuschauer auch weit darüber hinaus.
L. Padberg