Wie ein einziger Tag
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3,9
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1,5
Veröffentlicht am 15. April 2026
Ich möchte mich vorab bei allen Liebhabern dieses Films entschuldigen – und das sind offensichtlich nicht viele. Ich fand den Film wirklich, wirklich schlecht und werde im Folgenden nicht viel Positives dazu schreiben. Gerne lasse ich euch aber euren tollen Liebesfilm, bei jedem kommt er ja unterschiedlich an und ich freue mich, wenn er bei euch so gut funktioniert hat. Also sorry vorab fürs Lieblingsfilm-Bashing...

Ich mag eigentlich Liebesfilme ganz gerne, vor allem, wenn sie eine tragische Wendung mit sich bringen. Dafür müssen aber zwei Grundvoraussetzungen erfüllt sein: Die beiden Liebende müssen die Lovestory glaubhaft transportieren und eine echte Chemie miteinander haben. Und die tragische Wendung muss glaubwürdig in den gesamten Kontext eingebettet sein. Beides ist bei “Wie ein einziger Tag” nicht der Fall...

Rachel McAdams spielt dermaßen hölzern und verkrampft, ihre Figur war mir von Anfang an unsympathisch. Auch Ryan Gosling spielt seinen Noah sehr zurückhaltend, irgendwie mit angezogener Handbremse, seine Emotionen sind zu keinem Zeitpunkt wirklich spürbar. Und dann merkt man auch, dass die beiden eben keine spürbare Leidenschaft miteinander haben, ihre Liebe wirkt unecht, gespielt und ja, im wahrsten Sinne des Wortes lieblos. Ich habe ihnen die leidenschaftliche, große Liebe zu keinem Zeitpunkt abgenommen. Und dann funktioniert diese Lovestory, die eh ziemlich generisch und wenig originell ist, eben überhaupt nicht.


((ACHTUNG SPOILER!!))
Naja, und dann der Twist zum Ende hin, wenn man ihn denn so nennen will... Es war doch schon nach 15 Minuten klar, worauf das alles hinausläuft, die Story war maximal vorhersehbar, es gab keine Überraschungen. Das alles wirkt zudem so dermaßen konstruiert und unecht, als dann noch Allies Mutter einen emotionalen Ausbruch bekommt und ihr unter Tränen praktisch die gleiche Geschichte erzählt, die ihre Tochter gerade durchmacht, also echt mal Leute, bescheuerter geht’s doch gar nicht mehr. Und bis vor 3 Minuten war sie noch knallhart und erbarmungslos ihrer Tochter gegenüber, immerhin hat sie ihr 365 Liebesbriefe vorenthalten, wie herzlos kann eine Mutter sein? Tja, naja, dann hat sie halt mal ihre emotionalen 5 Minuten und alles ist vergessen und vergeben, was für ein Quatsch! Und dann stalkt sie noch ihren Typen von damals, dass sie genau weiß, wo dieser jetzt arbeitet, damit sie ihn einmal pro Woche anschmachten kann und wegfährt, sobald er in ihre Richtung schaut... Arrrghhh. Billigste emotionale Effekthascherei auf unterstem Niveau.

Achja, und dann hat Allie heute Alzheimer-Demenz, kann sich an ihre Familie nicht erinnern, dann fällt ihr plötzlich wieder alles ein, eine Sekunde später verkennt sie Noah wieder und wird aggressiv. Da bekommt sie einen Erregungszustand und dem Doc dort fällt auch nicht mehr ein, als ihr Haldol . zu spritzen – wow! Solche wechselhaften Erinnerungen in diesem Ausmaß gibt es vielleicht bei einer vaskulären Demenz (naja, so eigentlich auch nicht), aber im Leben nicht bei einer Alzheimer-Demenz, das ist komplett unrealistisch und, liebe Leute, das ist nicht romantisch, das ist einfach nur blöde und ein ganz billiger Zaubertrick aus der Hollywood-Mottenkiste.

Bei all dem Quatsch gibt es aber doch noch etwas Positives zu sagen: Der Gimmick am Ende, dass nicht Noah das Tagebuch geschrieben hat, sondern Allie (“lies mir das vor und ich werde mich erinnern...”), war tatsächlich mal ganz nice, den habe ich nicht kommen sehen.
((SPOILER ENDE))

FAZIT: Unglaubwürdige, unoriginelle, klischeebeladene Liebesgeschichte mit zwei Schauspielern, die null Chemie miteinander haben. Die beiden haben zudem eine Verbindung über Jahrzehnte hinweg, mit einem Twist, der schon zu Beginn vorhersehbar ist und zudem maximal konstruiert und völlig unglaubwürdig wirkt. Ich kann an diesem Film nichts Positives finden, tut mir leid. Im Grunde geht es ja schon mit dem völlig bekloppten deutschen Titel los. “The Notebook” wäre so viel schöner und so viel treffender gewesen.
Steffen Gehlau
Steffen Gehlau

1 Kritiken User folgen

5,0
Veröffentlicht am 8. Juli 2024
Einer der besten Liebesfilme die ich gesehen hab. Story geht ein wenig in die Tiefe und war im groben genau Richtig für die Geschichte. Perfekter Abschluss und geniale Schauspieler. Vielen Dank für die 2 Stunden an Film.
Kerstin Sommer
Kerstin Sommer

3 Kritiken User folgen

5,0
Veröffentlicht am 5. März 2023
Einer der besten Romantik Drama Film den ich gesehen hab. Mit grandiosen Schauspielern.
Hat alles was ein gefühlsvoller Film braucht.
Philm
Philm

36 Follower 314 Kritiken User folgen

4,0
Veröffentlicht am 5. März 2023
Das ist schon ein ganz schöner Schinken ja.
Aber eine schöne Geschichte und ein sehr berührender Liebesfilm.
Kino:
Anonymer User
2,5
Veröffentlicht am 21. Januar 2023
Bereits die erste Einstellung ist optisch etwas pathetisch und liefert eine passende Einstimmung auf das Kommende. Dabei ist der Originaltitel recht nüchtern, der deutsche dagegen schon etwas lyrischer. Es gibt Emotionskino pur. Die Story ist klar vorhersehbar, aber in wunderschöne Bilder gefasst. Die beiden Leinwandikonen (James Garner /Gena Rowlands) adeln diese Schmonzette zwar, ihre Auftritte passen wie Hand und Handschuh, können aber die unbebremste Tränenflut nicht verhindern. Im Gegenteil, der Zuschauer muss in der stark überzuckerten, nostalgischen Retrospektive seinen Gefühlen einfach freien Lauf lassen, kann mitschmachten und in einem romantischen Ozean versinken.
Fast zu schön um wahr zu sein. Der einzige Realitätsanker sind die Schübe, die bei Alzheimer unkontrolliert auftreten können. Aber auch das wird weidlich schön ausgeschlachtet.
Vielleicht ist der Erfolg darin zu sehen, dass die unerfüllte, aufgeschobene, eigentlich nicht statthafte große Liebe doch die schönste ist. Hat mancher vielleicht schon erlebt und durchlitten. Und das träumerische Schwelgen in verschütteten Gefühlen verursacht diesen wohligen Schmerz. Tränen sollen ja auch eine heilsame Wirkung haben.
aufder LAUer_11
aufder LAUer_11

6 Follower 118 Kritiken User folgen

3,0
Veröffentlicht am 20. Januar 2022
ziemlich kitschig und vorhersehbar
die Figuren, besonders die Eltern oder der zweite Mann werden ziemlich einseitig und reduziert dargestellt.
irgendwie habe ich den Film trotzdem genossen
Martin Bo
Martin Bo

5 Follower 27 Kritiken User folgen

5,0
Veröffentlicht am 2. Februar 2021
Da muss man nicht viel sagen. So stellt man sich doch vor von der Erde zu scheiden. Ein traumhaft wunderschöner Film den man immer wieder gucken kann.
Kino:
Anonymer User
4,5
Veröffentlicht am 2. Dezember 2020
"Und wenn wir uns an einem fernen Ort der Zukunft in unserem neuen Leben wiedersehen, werde ich dir voller Freude zulächeln und mich an einen Sommer unter Bäumen erinnern. In dem wir voneinander lernten... Und an unserer Liebe wuchsen...

Auf den ersten Blick mag Regisseur Nick Cassevete für diesen reinen Liebesfilm sehr unpassend wirken. Doch weit gefehlt. Denn es geht nicht nur um die Liebe, die ohne Zweifel im Mittelpunkt steht, sondern auch um Mut. Mut zu seinen Gefühlen zu stehen und diese zu leben. Der Film bedient sich zwar der üblichen Klischees, jedoch mit einer Authentizität und Tiefe, die ihn aussergewöhnlich machen. Das ist natürlich auch auf die hervorragende Leistung der Schauspieler zurückzuführen. Hinzu kommen die bildschönen Schauplätze.
Ein Film der todtraurig und gleichzeitig voller Hoffnung ist, direkt ins Herz geht und zu Tränen rührt. Eine grossartige Liebesgeschichte, die jeder gesehen haben sollte.
Cursha
Cursha

7.500 Follower 1.067 Kritiken User folgen

2,5
Veröffentlicht am 3. August 2020
Ich mag Ryan Gosling und ich mag Rachel McAdams, aber mit diesem Film werde ich nicht warm. Das ist mir einfach viel zu viel Kitsch. Obwohl der Film sich dessen wohl auch ziemlich sicher selbst bewusst ist, so ändert dies für mich unterm Strich leider nichts, dass hier ein Drama herausgekommen ist, mit definitiv zu viel Schmalz und Kitsch.
Kino:
Anonymer User
5,0
Veröffentlicht am 25. Dezember 2019
Ein Film wie ein Leben! Ein Traum in Freude und ein Alptraum von Schicksal!
Die Geschichte eines Lebens welches uns allen wiederfahren kann!
Absolut sehenswert und regt zum Nachdenken über das Leben an!
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