I, Robot
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Sebastian Schlicht7
Sebastian Schlicht7

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2,5
Veröffentlicht am 13. November 2025
Wie Hollywood Asimovs Ideen massakriert hat...

Isaac Asimov gilt als einer der einflussreichsten Science-Fiction-Autoren, der nicht nur Romane, sondern auch unzählige Sachbücher verfasst hat. Besonders populär sind jedoch seine Werke rund um Roboter. Dazu zählen auch die drei Gesetze, die er den Maschinen gab. Asimov war ohne Zweifel ein kluger und sicherlich begnadeter Schriftsteller, als Mensch schien er jedoch in eine ganz andere Richtung zu gehen: Misogynes Verhalten und sexuelle Belästigung. Irgendwie ironisch, dass dieser Konflikt sich auch in einer der populärsten Verfilmungen seiner Arbeit wiederfinden: „I, Robot“. Wobei das Wort „Verfilmung“ nur bedingt richtig ist. Die Idee für „I, Robot“ war ursprünglich als moderner Krimi gedacht. Doch das Script für den Film wurde immer wieder verändert und die tatsächliche Produktion verzögerte sich immer wieder aufs Neue. Irgendwann wurde dann Asimovs Ideen mit eingebaut und der Film sollte als eine Art Adaption seines gleichnamigen Buches von 1950 fungieren, wobei dieses Buch nur eine Sammlung von Kurzgeschichten ist, keine große Story. Zudem sind nur wenige Figuren und Elemente am Ende tatsächlich im fertigen Film gelandet… 2004 kam das Ganze dann am Ende doch ins Kino, unter der Regie von Alex Proyas, der vor allem durch seinen Film „The Crow“ Bekanntheit erlangte. Doch Proyas und Hauptdarsteller Will Smith formten das Ganze von einer Krimigeschichte in einen sehr plumpen Actionfilm um.
Alles schön und gut, doch als ich den Film das erste Mal sah, wusste ich das alles nicht. Und so kam es, dass ich „I, Robot“ als Jugendlicher geliebt habe. Nicht nur die coole Thematik mit den Maschinen, auch die Action hat mich derart in den Bann gezogen, dass ich die rasanten Szenen unzählige Male auf DVD geschaut habe. Doch wir alle werden irgendwann mal erwachsen und Filme, die wir früher liebten, wirken nun ganz anders auf uns. Und „I, Robot“ ist ein Paradebeispiel in dieser Hinsicht.

Zunächst zur Story, die spielt in Chicago, 2035: Die Firma . Robotics hat die Welt verändert und mit ihren Robotern gerade zu überflutet. Maschinen übernehmen immer mehr Jobs für die Menschen und sind ein essentieller Bestandteil ihres Lebens. Dabei müssen die Roboter drei Gesetze befolgen, die vor allem darauf abzielen keine Menschen zu verletzen. Doch als ein Mord in der Firma passiert, geht Detective Spooner direkt davon aus, dass ein Roboter dahinter stecken muss. Warum? Spooner hat eine düstere Vergangenheit mit den Maschinen...

Fangen wir mit dem Guten an: Die Action. Die ist auch nach über 20 Jahren noch unterhaltsam und kreativ. Ja, die CGI-Effekte haben sich nicht so gut gehalten und wirken immer mal wieder extrem künstlich, aber die Action ist an sich wirklich aufregend inszeniert. Der Angriff auf Spooner im Tunnel oder das Finale sind sehr spaßige Momente. Auch Sonny, der gegen seine Roboter-Kollegen kämpft, macht eine gute Figur. Er ist übrigens auch die spannendste Figur im Film, die deutlich mehr Aufmerksamkeit benötigt hätte.

Weiterhin hat die futuristische Welt interessante Ansätze. Ja, 2035 ist nicht mehr lange hin und bis dahin werden wir sicherlich keine Roboterarmee unter uns haben, aber in 2025 gibt es bereits die ersten fähigen Roboter, die bereits mehr machen können, als nur einen Fuß vor den anderen zu setzen. „I, Robot“ wirkt nicht zu futuristisch und nicht zu absurd in seinen Ideen und das mag ich. Zu guter Letzt mag ich auch nach wie vor den Score von Marco Beltrami. Der ist in der Welt der Filmmusik zwar ein eher durchwachsener Komponist, aber „I, Robot“ ist ein unterhaltsamer und sehr solider Actionscore.

Doch dann wird es düster… Zunächst einmal die Story: Man merkt, dass wir hier ein Frankenstein-Monstrum an verschiedenen Ideen haben (passenderweise wird Frankenstein im Film selbst genannt). Da wäre das Krimigenre, der futuristische Part von Asimovs Büchern und der Actionfilm mit dem abgewrackten Good Cop, der die Verschwörung von Anfang an bemerkt und vorhergesehen hat. Und das alles passt einfach nicht zusammen. Die Action ist zwar gut, aber stellenweise so over the top, dass jegliche Ernsthaftigkeit im restlichen Film flöten geht. Die Ansätze von Künstlicher Intelligenz, Existenz-Angst, die Fragen nach Menschlichkeit, all das wird nur angerissen. Der Film will so viele komplexe Themen in seine (leider) plumpe Story packen, dass sich das Ganze immer wieder in ausgelutschten Klischees verliert. Egal ob es die Backstory von Spooner ist oder der Twist mit dem Bösewicht am Ende. Man merkt die Einflüsse von „Terminator“, „2001“ und „Blade Runner“. Vor allem die menschlichen Figuren sind größtenteils eindimensionale Platzhalter für Gefühle.

Das alles gipfelt vor allem in Will Smiths Figur Spooner. Er ist der Prototyp eines männlichen Polizei-Protagonisten (ein PPP) in einem Actionfilm. Er ist obercool, lässt sich nix gefallen, hat eine tragische Vergangenheit, unterdrückt seine Gefühle, kann aber gleichzeitig hart zupacken und kämpfen, wenn’s drauf ankommt. Er ist misstrauisch und leider auch… misogyn. Nicht in großen Teilen, aber der männliche, konservative Superheld, der das Ruder in die eigen Hand nimmt ist bei Spooner zu jeder Sekunde zu spüren. Und hier kommt die eben erwähnte Ironie zum Vorschein, denn Asimov selbst war offenbar auch niemand, der Frauen und ihre Privatsphäre respektierte. Und auch das schimmert ironischerweise bei Spooner durch. Und in 2004 war dieser Stereotyp des männlichen Actionhelden noch fest verankert in Hollywood…
Smith selbst ist ebenfalls kein unbeschriebenes Blatt, besonders nicht nach seiner vollkommen absurden Oscar-Situation mit Chris Tucker. Er gibt Spooner ein paar lustige und charmante Momente und Smith ist auch kein schlechter Schauspieler, doch all das fügt sich zu einem sehr kuriosen Gesamtbild zusammen, welches über 20 Jahre später einen sehr faden Beigeschmack hat.

Der Rest des Casts ist dabei nicht besonders auffällig, nicht mal Shia LaBeouf in einer Nebenrolle. Nur Alan Tudyk als Roboter Sonny gibt eine wirklich gute Performance und schafft eine spannende Figur.

Fazit: „I, Robot“ ist ein kurioses und sehr schlecht gealtertes Sci-Fi-Spektakel, welches krampfhaft versucht mehr zu sein als es ist. Asimovs Ideen bieten sicherlich reichlich Stoff für faszinierende Verfilmungen, doch das hier hat offenbar nur wenig damit zu tun. Die Action ist cool, die Musik sehr passend und Sonny ist eine spannende Figur. Doch der Rest versinkt im Klischee, welches zwischen einfallslos, plump und sexistisch wechselt. Während ich diesen Film früher quasi gesuchtet habe, werde ich ihn nun wohl vielleicht nie wieder sehen wollen. Wie sich die Zeiten doch ändern: Roboter werden immer menschlicher, künstliche Intelligenzen immer komplexer und alte Filme, die mir früher viel bedeutet haben, sind plötzlich gar nicht mehr so gut...
Casey 08
Casey 08

14 Follower 921 Kritiken User folgen

3,5
Veröffentlicht am 30. Dezember 2024
Der Film war für den Oscar für beste visuelle Effekte nominiert und das sieht man auch. Will Smith ist in der Rolle super, die Effekte sind wie gesagt genial, die Actionpassagen sind ebenfalls groß und gut. Die Story hat etwas zu viel zu erzählen und das Ende finde ich nicht so gut. Aber für einen Filmabend eine gute Wahl. Der Film ist außerdem sehr spannend und manchmal unterhaltsam.

Insgesamt ist es ein guter Film mit genialen visuellen Effekten und tollen Actionpassagen.
Daddy
Daddy

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5,0
Veröffentlicht am 8. Juni 2024
einfach wow will unbedingt ein teil 2 wie alle anderen auch! der film ist echt toll würde mich so freuen über ein 2 teil!
Josi1957
Josi1957

172 Follower 828 Kritiken User folgen

3,5
Veröffentlicht am 23. April 2023
In erster Linie ein visuell berauschendes, oscarnominiertes Actionfeuerwerk, aber die philosophische Botschaft aus der Isaac-Asimov-Vorlage ist durchaus noch erkennbar. Will Smith bekam übrigens 28 Millionen Dollar Gage.
Balticderu
Balticderu

257 Follower 1.225 Kritiken User folgen

3,5
Veröffentlicht am 6. Dezember 2022
Ein guter und spannender Actionfilm mit guter Story.
Gibt aber dennoch weitaus bessere Filme aus diesen Genre.
Kann man sich aber definitiv anschauen.
Andrijas
Andrijas

10 Follower 91 Kritiken User folgen

4,0
Veröffentlicht am 17. Juli 2022
Will Smith mal wieder in Höchstform. Gut durchdachter Science Fiction Film mit sehr wenig Schwächen.
Kino:
Anonymer User
5,0
Veröffentlicht am 4. September 2021
Guter Film, auch sehr lustig. Ist alles dabei, was es braucht.
Schade, dass es noch keinen 2. Teil gibt.
Die Serie Westworld ist kein Ersatz...
Lord Borzi
Lord Borzi

364 Follower 747 Kritiken User folgen

3,5
Veröffentlicht am 28. Dezember 2020
Interessanter Zukunftsfilm mit einem gewohnt lässigen Will Smith. Obwohl die ersten digitalen Szenen recht plump und unschön wirkten (noch eine unfertige Beta-Version?), entwickelte sich der Film immer mehr zu einem richtig guten CGI-Film, bei dem man oft nur staunen konnte (z.B. die Verfolgungsjagd im Tunnel). Die Geschichte war zudem überraschend philosophisch angehaucht, obwohl das Thema für mich fast schon zu abgenutzt wirkte („Blade Runner“ lässt grüßen bzw. Geister/Seelen in Maschinen? Richtig, „Ghost in the Shell“!). Das Finale war gut und erinnerte an Animes wie „Patlabor“ oder „Armitage III“. Gutes Popcorn-Kino.
Kino:
Anonymer User
3,0
Veröffentlicht am 22. Dezember 2020
Das Jahr 2035. Roboter wurden als Arbeitskräfte in das tägliche Leben integriert. Detective Spooner (Will Smith untersucht Tod eines alten Bekannten, der auch noch ein hohes Tier bei URS (des führenden Roboterkonzerns) war. Spooner glaubt nicht an Selbstmord und ist davon überzeugt, dass ihn einer der neuen NS-5 auf dem Gewissen hat. Bei seinen Recherchen stösst er auf den Robot Sonny und er ahnt, dass von den Robots eine grosse Gefahr ausgeht.

Kurzweiliges Vergnügen. Zwar wäre mir eine ernste Interpretation der Geschichte lieber gewesen, aber so bleibt ein unterhaltsamer Sci-Fi Actioner, den man sich mal ansehen kann.
Smile
Smile

4 Follower 32 Kritiken User folgen

4,0
Veröffentlicht am 18. Mai 2020
Win unglaublich guter Film und top umgesetzt! In einer modernen Welt in der immer mehr Computer- und Robotergesteuert ist kann auch eine Menge schief gehen. Der Film zeigt auf krasse Weise, dass dies sogar die Versklavung der Menschheit zur Folge haben kann. Super spannend mit viel Action!
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