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2,0
Veröffentlicht am 28. April 2026
Blöder deutscher Titel, der auch vollkommen am Inhalt des Films vorbeigeht, der Originaltitel “Indigènes” passt da viel besser. Denn es geht hier eigentlich nicht um den Krieg an sich (und schon gar nicht um irgendwelche Tage des Ruhms!), sondern es geht um die Situation der Nordafrikaner (sog. “Kolonialafrikaner”), die gezwungen wurden, für Afrika in den Krieg zu ziehen. Dabei wurden diese Soldaten systematisch benachteiligt und unterdrückt, mussten gleichzeitig aber als Kanonenfutter in der französischen Armee herhalten.
Das Thema ist sicherlich sehr interessant und wirft auch kein gutes Licht auf die französische Kolonialzeit. Es gibt auch Momente, in denen der Film richtig gut ist, vor allem die kleine Gruppe Soldaten, die im Mittelpunkt der Geschichte steht, kann gut als Andockstation für den Zuschauer funktionieren. Leider ist aber das Erzähltempo viel zu lahm und die Inszenierung einfach zu schwach. Mit zwei Stunden Laufzeit ist der Film einfach zu lang, die Handlung ist zu schleppend erzählt, das alles ist weder spannend noch irgendwie unterhaltsam dargestellt. Die Kriegsaction ist zudem wenig spektakulär und auch sehr unübersichtlich gestaltet. Durch diese schwache Inszenierung wirkt “Tage des Ruhms” am Ende eher wie ein Episodenfilm, der nicht weiß, wo er eigentlich hin will und dadurch auch emotional nicht zu fesseln vermag.
FAZIT: Interessantes und auch wichtiges, viel zu unbekanntes Thema, das leider einer schlechten und schwachen Inszenierung zum Opfer fällt und dadurch insgesamt ziemlich langweilig ausfällt. Von mir gibt’s an dieser Stelle keine Empfehlung.
Ich verstehe den Titel des Films nicht so richtig. Was der Film ja wohl sein soll ist eine Anklage und eine Beschreibung der damaligen Sauerei die die französische Regierung hier angerichtet hat: arme, unbeteiligte Algerier mit in ihre Armee berufen die ihr Leben für ein Land geben dass sie nie gesehen haben – aber eben diese Freiwilligen wurden wie der letzte Dreck behandelt. Dieses Dilemma wird angeklagt, ansonsten ein sehr konventioneller Soldatenfilm abgespult in dem alle bekannten Elemente verarbeitet werden: krachende Kriegsszenen (auch wenn das Budget sichtbar geringer war als bei einem amerikanischen Film dieser Art), Kameradschaft, ein wenig Liebe, sterben der bekannten Freunde und zum Ende ein ziemlich grausamer Showdown in dem seelenlos gemordet wird. Kennt man alles, aber es schmerzt und bewegt trotzdem – zumal man nahezu alle Darsteller aus anderen Filmen und vorrangig Komödien kennt und diese hier total anders erlebt.
Fazit: Routiniertes Soldatendrama, gut geespielt und inszeniert, im Gesamten nur etwas schleppend!