Es gibt eine nahezu endlose Geschichte über schlechte Videospiel-Verfilmungen, leider reiht sich auch “Tekken” da problemlose ein. Zwar macht der Film nicht den Fehler (wie viele vor ihm), ein Beat’em-Up-Spiel (wo es nur darum geht, den anderen zu vermöbeln) mit einer unnötigen und unglaubwürdigen Story oder völlig bekloppten Charakterentwicklungen unnötig aufzublähen. Die Story hier ist hauchdünn, zwar auch ziemlich bekloppt, aber immerhin halbwegs an den Spielen orientiert. Die Charaktere bekommen ebenfalls nur die Andeutung einer Backstory, dabei ist es umso ärgerlicher, dass gerade der Protagonist mit einer völlig uninspirierten 08/15-Geschichte daherkommt, die zudem völlig unglaubwürdig präsentiert wird. Hach, und selbst eine peinliche Lovestory mit zwei Menschen, die sich gerade mal 5 Minuten kennen, bleibt uns nicht erspart.
Wier auch immer, über all diesen Quatsch könnte man ja wohlwollend hinwegsehen, wenn denn zumindest das Herzstück – die Fights – vernünftig inszeniert wäre. Aber genau dort krankt der Film am meisten, und das ist dann eigentlich das größte Ärgernis! Die Kampfszenen sind grottenhaft schlecht choreographiert und zudem katastrophal inszeniert und geschnitten. Man sieht ständig nur irgendwelche Teile von Körpern, die irgendwas machen, man erkennt aber nie genau, was denn. Die Fights sind total unübersichtlich und am Ende auch furchtbar langweilig. Es wird zwar versucht, die verschiedenen Kampfstile aus dem Spiel zu integrieren (. Eddys Capoeira), aber auch das ist ziemlich lieblos geraten, da man wie gesagt, am Ende sowieso nicht wirklich viel davon sieht.
FAZIT: “Tekken” ist belanglos, langweilig und uninspiriert. Vor allem die Kämpfe sind der größte Schwachpunkt, davon abseits hat uns der Film aber auch kaum etwas zu sagen. “Tekken” bestätigt nur den Fluch, dass es keine guten Videospiel-Verfilmungen gibt. Ärgerlich.