DAS HAUS GEWINNT IMMER
Der alte Nebbercracker schikaniert jedes Kind, das einen Fuß auf seinen Rasen setzt und kassiert dabei Bälle, Dreiräder und Spielzeug ein. Als DJ den Ball seines Kumpels Ketchup zurückholen will, dreht Nebbercracker durch, diesmal mit Folgen, denn er erleidet einen Herzinfarkt. DJ ist sich jedoch sicher, dass dies erst der Anfang war. Denn ohne Nebbercracker kann das Haus nun tun, was es will.
Monster House von 2006 geht ca. 85 Minuten und ist ab 6 Jahren freigegeben. Wir haben hier eine Horror-Komödie und ganz ehrlich: Für einen Sechsjährigen ist das ordentlicher Tobak. Das CGI wirkt zwar eigenwillig, erschafft aber Bilder und Momente, die Jahre später noch gut funktionieren und teils unheimlich sind.
Die Geschichte dreht sich um die drei Kinder DJ, Ketchup und Jenny, die beweisen wollen, dass das Haus lebendig ist und Hunde, Spielzeuge sowie Menschen frisst. Glauben tut ihnen natürlich niemand. Erst als nach und nach Leute verschwinden, wird die Lage brenzlig.
Der Humor funktioniert über weite Strecken und die Horrorelemente sitzen. Gerade die Szenen, in denen das Haus zum Leben erwacht, sind atmosphärisch und dürften bei einigen Kindern für unruhige Nächte sorgen.
Was mich massiv gestört hat, sind die zahlreichen Logiklöcher. Das Haus bewegt sich durch die halbe Nachbarschaft und niemanden juckts. Allgemein scheint in dieser Siedlung niemand zu wohnen. DJs Eltern bemerken weder Nebbercracker noch das mörderische Eigenheim, direkt gegenüber. Es passieren ständig Dinge, die nur passieren, weil der Plot sie braucht.
Dennoch funktioniert der Film einigermaßen, vorallem sobald die wahre Geschichte hinter dem Haus enthüllt wird, bekommt das Ganze eine überraschend tragische und mitfühlende Note.
Unterm Strich bleibt eine unterhaltsame Horror-Komödie mit gelungenem Humor, starken Gruselelementen und einer Idee, die funktioniert. Die Altersfreigabe halte ich für fehlerhaft und die vielen Logiklücken kosten den Film einige Punkte.
6/10 Punkten. Ein Haus mit Zäpfchen wer hat das schon?