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    Heute im TV: Die Horror-Version von "E.T." ist einer der besten Horrorfilme aller Zeiten!
    Christoph Petersen
    Christoph Petersen
    -Chefredakteur
    Seitdem er nach „Scream“ eine Woche lang nicht schlafen konnte, jagt er diesem Gefühl hinterher – und schaut deshalb so gut wie jeden Horrorfilm.

    „Eraserhead“ auf Ecstasy – so beschreiben wir „Der Nachtmahr“ im Fazit der FILMSTARTS-Kritik. Aber auch die Musik spielt eine extrem wichtige Rolle – deshalb im TV unbedingt voll aufdrehen, selbst wenn ihr die Nachbarn damit aus dem Bett schmeißt…

    Deutsches Kino und Horror – da dankt man vielleicht an die Über-Klassiker „Nosferatu, eine Symphonie des Grauens“ und „Das Cabinet des Dr. Caligari“, aber in den letzten 30 Jahren hatte die hiesige Filmindustrie zumindest in diesem Genre erschreckend wenig zu melden. Aber es gibt sie, die Ausnahmen, die die Regel bestätigen – und der Techno-Schocker „Der Nachtmahr“ hat es in der FILMSTARTS-Rangliste der besten Horrorfilme ALLER ZEITEN sogar auf einen saustarken 65. Platz geschafft.

    Heute Abend läuft „Der Nachtmahr“ – mit einer Alien-artigen Kreatur, die aussieht, als hätte der ohnehin schon nicht sonderlich attraktive außerirdische Besucher aus Steven Spielbergs „E.T.“ etwas zu viel Crack geraucht – ab 23.10 Uhr im mdr.

    Volle Attacke ab Minute 1

    „Der Nachmahr“ des Regisseurs, Romanautors und Bildhauers AKIZ ist der bislang einzige Film, bei dem ich mir im Kino tatsächlich Sorgen gemacht habe, ob ich das Ende der Vorstellung noch erlebe: Der Techno-Monsterfilm startet zwar direkt mit einer Warnung an Epileptiker – aber das ist ja längst keine Seltenheit mehr. So schlimm wird’s schon nicht werden, sagt man sich dann. Doch bereits die eröffnende Sequenz, die eine Rave-Party in einem Freibad zeigt, attackiert das Publikum mit solch extremen Stroboskopeffekten, dass selbst die Flimmer-Exzesse aus „Irreversibel“ und „Universal Soldier: Day Of Reckoning“ noch in den Schatten gestellt werden.

    Da spielt man tatsächlich kurz mit dem Gedanken, einfach aus dem Saal zu fliehen (bzw. umzuschalten) – aber wer dranbleibt, wird dafür mit einem der aufregendsten und kraftvollsten deutschen Genre-Experimente aller Zeiten belohnt! Nach der Epilepsie-Warnung wird zu Beginn übrigens gleich noch eine zweite Texttafel eingeblendet – und auf der fordern die Verantwortlichen, dass man „Der Nachtmahr“ unbedingt so laut wie möglich aufdrehen sollte. Also schmeißt die Nachbarschaft heute Nacht ruhig aus dem Bett – das gehört bei diesem abgefahrenen Film schlicht mit zum Programm.

    Eine Kreatur aus dem All (oder aus der eigenen Psyche)

    Bei den Stroboskop-Effekten hilft es übrigens nicht mal, die Augen zu schließen – sie penetrieren einen selbst durch die geschlossenen Lider hindurch. Damit geht es einem praktisch auch nicht anders als der Teenager-Protagonistin Tina (Carolyn Genzkow), die sich plötzlich mit dem nonstop fressenden und dauerkreischenden Nachmahr herumschlagen muss.

    Ob es sich bei der Kreatur irgendwo zwischen E.T. und einem abgetriebenen Fötus nun um ein tatsächliches Monster oder um die Manifestation einer Psychose, Magersucht oder Depression handelt, ist dabei am Ende herzlich egal: Was zählt, ist der Trip, auf den einen Akiz hier für 88 unvergessliche Minuten mitnimmt und der die Träume wie Albträume des Zuschauers im Anschluss wohl noch für Wochen dominieren wird…

    Die besten Horrorfilme aller Zeiten

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