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    "Sie sind einfach rausgegangen": So vernichtend reagierte Steven Spielbergs Familie auf einen seiner größten Flops
    Michael Bendix
    Michael Bendix
    -Redakteur
    Schaut pro Jahr mehrere hundert Filme und bricht niemals einen ab. Liebt das Kino in seiner Gesamtheit: von Action bis Musical, von Horror bis Komödie, vom alten Hollywood bis zum jüngsten "Mission: Impossible"-Blockbuster.

    Steven Spielberg hat neben unzähligen Meisterwerken auch ein paar weniger gelungene Werke gedreht. Eins davon hat es besonders hart getroffen, denn nicht nur die Kritiker waren wenig begeistert, sondern auch seine eigenen Kinder...

    Steven Spielberg hat in seiner mehr als 50 Jahre umfassenden Karriere dutzende Meisterwerke und Klassiker gedreht: von „Der weiße Hai“ über „E.T. – Der Außerirdische“ bis hin zu „Jurassic Park“ und „Schindlers Liste“. Doch natürlich beinhaltet eine so lange Filmografie fast zwangsläufig auch Werke, die weder zu Kassenhits wurden noch zu Kritikerlieblingen aufsteigen konnten: Dazu zählt auch der Historienfilm „Amistad“, den Spielberg im Jahr 1997 drehte.

    Der Film, der von einem Aufstand der Gefangenen eines Sklavenschiffs im Jahr 1839 erzählt (und unter anderem mit Anthony Hopkins, Morgan Freeman und Matthew McConaughey besetzt ist), spielte gerade einmal 58,3 Millionen US-Dollar am Box Office ein – im Gegensatz zum ebenfalls 1997 veröffentlichten „Jurassic Park“-Sequel, das (nach „Titanic“) zum zweiterfolgreichsten Film des Jahres wurde.

    Vor diesem Hintergrund war es wahrscheinlich verschmerzbar, dass einer der beiden Filme floppte. Doch wie so oft bei Spielbergs historischen Projekten handelte es sich bei „Amistad“ um das eigentliche Herzensprojekt, und so dürfte es den „Indiana Jones“-Regisseur durchaus gewurmt haben, dass nicht nur das Publikums-Interesse ausblieb, sondern auch die Kritiken eher lauwarm ausfielen.

    Als kleinen Trost gab es immerhin vier Oscar-Nominierungen – doch ob die es wirklich besser gemacht haben, dass sogar Spielbergs eigene Familie keinen Gefallen an dem Film gefunden hat? In einem Interview, das Starkritiker Roger Ebert mit der lebenden Regie-Legende führte, hat Spielberg von der vernichtenden Reaktion seiner eigenen Kinder berichtet:

    „Ich schaue selten auf die Filme zurück, die ich gemacht habe“, so Spielberg. „Außer dann, wenn meine Kinder sie zum ersten Mal sehen. So habe ich die Chance, alle meine Filme noch einmal mit den Augen meiner Kinder zu sehen, was immer Spaß macht, weil sie mir sofort sagen, ob sie ihnen gefallen oder nicht.“ Manchmal würden sie auch einfach rausgehen, wenn sie sich mit dem Film langweilen – genau das ist bei „Amistad“ passiert.

    „Meine Kinder sind (…) während ,Amistad' einfach aus dem Raum verschwunden“, gibt Spielberg zu. „Alle meine Kinder, wissen Sie. Ich habe ihnen nie die mittlere Passage gezeigt und auch den Anfang nicht, und der juristische Kram hat sie gelangweilt. Sie gingen einfach raus.“

    Es wäre ziemlich verständlich, hätte Spielberg das Ritual nach dieser Demütigung zu den Akten gelegt – doch laut eigener Aussage schätze er die ehrliche Kritik seiner Kinder, und auch danach habe er ihnen weiter seine Filme gezeigt. Mit ziemlich großer Sicherheit waren darunter auch Werke, die ihnen gefallen haben.

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