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    Diese 90er-Jahre-Sci-Fi-Thriller mit "Two And A Half Men"-Star hatte keine Chance gegen "Independence Day"
    Michael Bendix
    Michael Bendix
    -Redakteur
    Schaut pro Jahr mehrere hundert Filme und bricht niemals einen ab. Liebt das Kino in seiner Gesamtheit: von Action bis Musical, von Horror bis Komödie, vom alten Hollywood bis zum jüngsten "Mission: Impossible"-Blockbuster.

    „Independence Day“ ist nicht der einzige Film aus dem Jahr 1996, in dem Außerirdische auf der Erde landen. Doch der heute halb vergessene „The Arrival“ konnte sich nicht gegen Roland Emmerichs Zerstörungsorgie durchsetzen...

    1996 kam „Independence Day“ ins Kino – und wurde mit einem Einspielergebnis von 817,4 Millionen US-Dollar zum erfolgreichsten Film des Jahres, trotz starker Blockbuster-Konkurrenz wie „Twister“ oder „Mission: Impossible“ sogar mit großem Abstand. Klar, dass erst recht kein anderer Alien-Invasions-Film an Roland Emmerichs XXL-Zerstörungsorgie vorbeigekommen ist.

    Während sich „Independence Day“ zum ungemein populären 90er-Jahre-Klassiker entwickelte und Will Smith endgültig zum Star machte, hatte „The Arrival – Die Ankunft“ das Nachsehen – obwohl er sogar einen Monat vor der übermächtigen Konkurrenz ins Kino gekommen ist. Aber die Marketing-Maschinerie von „Independence Day“ war schon in vollem Gange, die Plakatmotive mit dem Raumschiff, dessen Proportionen so gigantisch sind, dass selbst Wolkenkratzer unter ihm plötzlich ganz klein aussehen, versprachen nie gesehene Bilder und Effekte. Vermutlich ist das einer der Gründe, warum die meisten Zuschauer*innen wenig Verlangen danach hatten, das Ganze vorher schon mal ein paar Nummern kleiner zu sehen …

    … denn „The Arrival“, inszeniert vom späteren „Pitch Black“-Regisseur David Twohy, konzentriert sich zunächst vor allem auf seine Hauptfigur und dessen Psyche: Der Astronom Zane Zaminski (gespielt von „Two And A Half Men“-Star Charlie Sheen) ist sich sicher, dass außerirdisches Leben existiert – und verbringt einen Großteil seiner Zeit damit, das Weltall nach Signalen abzuhören, die ihm die lang ersehnten Beweise liefern sollen. Eines Nachts ist es so weit: Die Sensoren zeichnen tatsächlich Geräusche auf, die Zane in seiner Theorie unterstützen. Doch seine Vorgesetzten glauben ihm nicht, schmeißen ihn raus und zerstören die Aufzeichnungen. Zane setzt seine Forschungen mit Unterstützung der Klimaforscherin Ilana Green (Lindsay Crouse) auf eigene Faust fort, und bald führen ihn seine Ermittlungen zu einem mysteriösen Kraftwerk in Mexiko – verbergen sich hier die Antworten, nach denen er sein halbes Leben lang gesucht hat?

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    „The Arrival“ ist lange Zeit eher im Stil eines klassischen Paranoia-Thrillers mit ökokritischen Untertönen erzählt, bevor er sein Geheimnis enthüllt und mit Spezialeffekten aufwartet. Zum Vergleich: In „Independence Day“ dauert es keine Dreiviertelstunde, bis eine gesamte Metropole dem Erdboden gleich gemacht wird. Trotz wohlwollender Kritiken konnte der mit 25 Millionen US-Dollar bescheiden budgetierte „The Arrival“ so gerade einmal 14 Millionen Dollar am weltweiten Box Office einspielen, was ihn zu einem der größten kommerziellen Misserfolge des Jahres 1996 macht. Mit „The Second Arrival – Die Wiederkehr“ folgte zwei Jahre später dennoch eine Fortsetzung (mit dem aus „Starship Troopers“ bekannten Patrick Muldoon in der Hauptrolle), die in Deutschland allerdings direkt auf Videokassette veröffentlicht wurde.

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    Dieser Artikel ist inspiriert von einem Beitrag, der auf unserer spanischen Schwesternseite Espinof.com erschienen ist.

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