Für seine Leistung in „Boogie Nights“, „Departed – Unter Feinden“ oder „The Fighter“ bekam Mark Wahlberg jede Menge Lob. Das könnte man allerdings manchmal fast vergessen, denn darüber hinaus ist der 53-Jährige nicht gerade bekannt für sein sicheres Händchen bei der Rollenwahl. Aktuell ist er beispielsweise als Bösewicht in Mel Gibsons Actionthriller „Flight Risk“ auf der Leinwand zu sehen, der von der Kritik zu großen Teilen wenig gnädig aufgenommen wurde (der 3-Sterne-Rezension auf FILMSTARTS.de zum Trotz). Auch Streaming-Produktionen wie zuletzt „The Union“, „The Family Plan“ oder „Me Time“ werden sicherlich nicht als Meilensteine in die Filmgeschichte eingehen.
Dabei gibt Wahlberg sogar selbst zu, dass einige seiner Filme wenig taugen. Einen von der Kritik verrissenen Sci-Fi-Thriller von 2008 (den der Autor dieser Zeilen übrigens durchaus schätzt) nannte er beispielsweise einen „schlechten Film“. Auch Tim Burtons „Planet der Affen“, in dem er 2001 die Hauptrolle spielte, steht nicht besonders hoch in der Gunst des Schauspielers. Und dann ist da noch „The Truth About Charlie“, ein Remake des Klassikers „Charade“ mit Audrey Hepburn und Cary Grant.
In dem Thriller geht es um Regina Lambert (Thandiwe Newton), die sich im Urlaub auf der Karibikinsel Martinique von ihrem Ehemann Charlie (Stephen Dillane) trennt – und auf dem Weg zurück in ihre Heimat Paris erfährt, dass er ermordet wurde. Doch nicht nur das: Offenbar hat ihr Gatte ein Doppelleben geführt und verfügt über ein beträchtliches Vermögen, von dem Regina nichts wusste – kann ihre geheimnisvolle Urlaubsbekanntschaft Joshua Peters (Wahlberg) ihr helfen?
Die Regie von „The Truth About Charlie“ übernahm Meisterregisseur Jonathan Demme („Das Schweigen der Lämmer“, „Philadelphia“), doch was sich auf dem Papier vielversprechend las, entpuppte sich als absolutes Desaster. Das Echo der Fachpresse fiel größtenteils negativ aus (die US-amerikanische Kritiken-Sammelseite Rotten Tomatoes zählt so lediglich 34 Prozent an überwiegend positiven Kritiken), und am Box Office erlitt der Film schlimmen Schiffbruch. Gerade einmal 7 Millionen US-Dollar konnte „The Truth About Charlie“ an den weltweiten Kinokassen erwirtschaften – und damit kaum ein Zehntel seines Produktionsbudgets!
Dennoch bezeichnete Wahlberg den Mega-Flop damals als seinen persönlichen Lieblingsfilm – ein Urteil, das er später revidierte. Rund ein Jahrzehnt nach dem Kinostart äußerte sich der „Ted“-Star im Interview mit Yahoo! deutlich kritischer:
„Es gab ein paar gute Dinge an ‚The Truth About Charlie‘. Ich habe vier Monate in Paris verbracht. Ich habe meinen 30. Geburtstag in Paris gefeiert. Ich wurde mit der köstlichen französischen Küche, wunderbaren Bordeaux-Weinen und einigen anderen schönen Dingen bekannt gemacht. Der Film selbst hat sich einfach nicht so entwickelt, wie ich es mir erhofft hatte. Und ich war ziemlich schrecklich darin.“
Wenn ihr übrigens wissen wollt, warum Leonardo DiCaprio anfangs auf keinen Fall mit Wahlberg zusammenarbeiten wollte, dann lest auch den nachfolgenden Artikel:
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