Kaum zu glauben, aber vor nunmehr fast zwei Jahrzehnten sollte einmal „Alien“- und „Blade Runner“-Regisseur Ridley Scott einen „Monopoly“-Film inszenieren. Ja, genau, das Monopoly – das wohl berühmteste Brettspiel der Welt, das inzwischen in über 100 Ländern rund um den Globus vertrieben wird. Es folgten über die Jahre zahllose Versuche, das Spiel für die Leinwand zu adaptieren, doch alle scheiterten. Seit vergangenem Jahr machen Hasbro und Lionsgate aber Ernst: Ein „Monopoly“-Film ist ganz offiziell in Arbeit.
Nicht ganz unschuldig dürften an diesem entschlossenen Auftauen des so lange vor sich hin fröstelnden „Monopoly“-Projekts die Kassenerfolge von Spiel(zeug)-Adaptionen wie „Der Super Mario Bros. Film“ und „Barbie“ sein. Manchmal braucht es einfach den richtigen Zeitpunkt für ein Projekt – und die richtigen Leute. Und so hat man sich bei Lionsgate neben der „Barbie“-Produktionsfirma LuckyChap von Margot Robbie nun auch zwei Spieleadaptions-erfahrene Autoren ins Boot geholt.
"Dungeons & Dragons"-Autoren schreiben "Monopoly"
Das „Dungeons & Dragons: Ehre unter Dieben“-Duo John Francis Daley und Jonathan Goldstein wird das Drehbuch zu „Monopoly“ schreiben. Das berichtet Deadline exklusiv. Während die beiden bei „Dungeons & Dragons“ das Skript verfassten und Regie führten, sind sie bei „Monopoly“ erst einmal nur als Autoren verpflichtet. Nach einem Regisseur oder einer Regisseurin wird weiterhin gesucht. Doch wer weiß, vielleicht nimmt sich das unzertrennlich scheinende Duo, das auch schon u. a. „Vacation - Wir sind die Griswolds“ und „Game Night“ inszeniert hat, letztendlich auch dieser Aufgabe an.
Spannend ist die Frage, in welche inhaltliche Richtung die beiden Drehbuchautoren „Monopoly“ nun lenken werden. Immerhin ist es nicht ganz so leicht, ein mit Würfeln und Spielbrett gespieltes Game über Grundstücksimperien, Mietwucher und Gefängnisstrafen stimmig in ein packendes Leinwand-Abenteuer umzuwandeln. Auch die Frage nach der tonalen Ausrichtung ist dabei wichtig – kaum jemand hätte sich zum Beispiel bei „Barbie“ vorstellen können, wie gut die Film-Adaption letztendlich als Satire funktionieren würde.
Bei den bisherigen Versuchen, „Monopoly“ zu verfilmen, wollte man sich unter Ridley Scott zum Beispiel an „Jumanji“ orientieren, ein späterer Anlauf nannte das Familien-Abenteuer „Die Goonies“ als Vergleichsgröße. Und vom oscarnominierten „Die Truman Show“-Autor Andrew Niccol hätte man vor einigen Jahren einen Aufsteigerstory-Ansatz erwarten können.
Ist "Monopoly" nur der Anfang?
Spannend ist aber nicht nur, wie der „Monopoly“-Film letztlich aussehen wird, sondern auch, wie genau eigentlich die langfristigen Pläne von Hasbro Entertainment und Lionsgate für das Unterfangen aussehen – das sich nämlich eventuell nicht nur auf einen einzelnen Film bezieht. Deadline zitiert hier Erin Westerman, Co-Präsidentin der Lionsgate Motion Picture Group, die sich zum Engagement von John Francis Daley und Jonathan Goldstein äußerte:
„Wir sind schon lange Bewunderer ihrer Arbeit – sie erzählen starke, originelle, intelligente Geschichten für jedes Publikum. Sie sind die perfekten Architekten für dieses Franchise.“ Die Wortwahl klingt danach, als sollten Daley und Goldstein nicht einfach nur ein einzelnes Drehbuch schreiben, sondern eine Welt entwerfen, in der auch Fortsetzungen und Spin-offs möglich sind – doch das bleibt natürlich abzuwarten. Erst einmal ist nur ein einzelner „Monopoly“-Film angekündigt.
Wer sich für Spiele-Verfilmungen begeistert, bekommt übrigens schon in wenigen Wochen Nachschub: Am 3. April 2025 startet „Ein Minecraft Film“ mit Jack Black und Jason Momoa im Kino. Hier könnt ihr euch den deutschen Trailer anschauen: