Mit „Pulp Fiction“ hatte Uma Thurman im Jahr 1994 ihren großen Durchbruch. Ja, selbst wer den Über-Kultfilm von Quentin Tarantino nicht gesehen hat, kennt wahrscheinlich zumindest das ikonische Poster, das die von Thurman gespielte Mia Wallace rauchend im Bett zeigt. Doch bis zum großen Anschluss-Hit sollte es noch ein bisschen dauern. Thurman wirkte zunächst an kleineren Produktionen wie „Ein Sommer im See“ (1995) oder „Beautiful Girls“ (1996) mit, und während „Gattaca“ (1997) zwar herausragende Kritiken erhielt und heute als Kultfilm gilt, legte er an den Kinokassen damals eine gewaltige Bruchlandung hin.
Im selben Jahr erhielt Thurman dann auch ihre erste Rolle in einem Big-Budget-Blockbuster – doch auch diese bescherte ihr nur wenig Glück: Trotz Mega-Stars wie George Clooney und Arnold Schwarzenegger erwies sich „Batman & Robin“ als Box-Office-Enttäuschung – und sowohl die Fachpresse als auch die Fans ließen kaum ein gutes Haar an dem knallbunten Superhelden-Debakel.
Die US-amerikanische Kritiken-Sammelseite Rotten Tomatoes zählt lediglich zwölf Prozent an überwiegend positiven Rezensionen, während das Publikum mit einem Score von 16 Prozent nicht viel gnädiger ist. Wir von FILMSTARTS.de vergaben damals einen einzigen müden Stern für den nach „Batman Forever“ zweiten DC-Beitrag von Regisseur Joel Schumacher.
In der dazugehörigen Kritik heißt es, dass „der enorme Aufwand an Ausstattung, Tricks, Kostümen etc. sowie die inflatorisch daherkommenden Actionszenen, die zudem auch nicht gerade Spannung aufkommen lassen, über die inhaltlichen Mängel [der] Story nicht im mindesten hinwegtäuschen.“
Während Batman-Darsteller Clooney den Film so sehr hasst, dass er sogar seiner Familie verbietet, ihn sich anzusehen, verteidigt Uma Thurman (die darin als Dr. Pamela Isley alias Poison Ivy zu sehen ist) das Comic-Spektakel bis heute. In einem Interview mit Entertainment Tonight sagte die Schauspielerin:
„Ich habe Joel Schumacher geliebt. Das war eine fantastische Erfahrung. Ich musste viele Gummianzüge tragen. Ich hatte keine Gummimaske, mein Gesicht war mein eigenes. Aber ich hatte manchmal Gummiapplikationen im Gesicht. Das war so ziemlich das meiste Gummi, mit dem ich je gearbeitet habe.“
Für ein missverstandenes Meisterwerk scheint Thurman den Film also nicht zu halten – doch selbst ein Vierteljahrhundert später zeigt sie sich noch dankbar für die Erfahrung, ihn gedreht zu haben. Bis zu Thurmans nächstem Mega-Erfolg sollten von da an noch sechs Jahre ins Land ziehen, und zu verdanken hatte sie ihn erneut Quentin Tarantino: Als schlagkräftige „Braut“ in den beiden „Kill Bill“-Filmen lieferte die gebürtige Bostonerin ihre wohl ikonischste Performance ab!
Arnold Schwarzenegger bewahrt einen Gegenstand aus „Batman & Robin“ übrigens bis heute in seinem Büro auf – und zahlt Warner Bros. jedes Jahr einen symbolischen Dollar dafür. Die ganze Geschichte lest ihr im nachfolgenden Artikel:
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