Am 14. März 2025 soll „Black Bag - Doppeltes Spiel“, der neue Film des US-Regisseurs Steven Soderbergh in den amerikanischen Kinos starten. Und offenbar erwartet uns hier ein echtes Highlight: Denn nachdem das Embargo für Kritiken zu „Black Bag“ in den USA ausgelaufen ist, sind bekanntesten Review-Aggregatoren Rotten Tomatoes und Metacritic heißgelaufen.
Ihre bisherigen Auswertungsergebnisse verheißen Gutes: Einen Wert von aktuell 93 Prozent positiven Kritiken erreicht Soderberghs neuer Film derzeit auf Rotten Tomatoes, bei einer Durchschnittswertung von 7,6 von 10 Punkten. Auf Metacritic, wo die Bewertungen in Filmkritiken etwas differenzierter gewichtet werden, kommt „Black Bag“ noch immer auf einen sehr positiven Score von 83 (Stand: 7. März 2025, 15.30 Uhr).
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Szenen einer Geheimagenten-Ehe
Worum dreht sich dieser gerade für positives Aufsehen sorgende Spionage-Thriller? Nun, der Plot mag an den Action-Reißer „Mr. And Mrs. Smith“ erinnern, scheint aber deutlich raffinierter: Kathryn St. Jean (Cate Blanchett) und George Woodhouse (Michael Fassbender) führen seit Jahren eine glückliche und von Vertrauen und Respekt geprägte Ehe. Dabei sind sie beide für einen Geheimdienst tätig, ohne sich im gegenseitigen Einvernehmen Details zu ihren Aufträgen und Missionen verraten.
Dies scheint zu funktionieren, bis George eine brisante Information erhält: Innerhalb der britischen Spionagebehörde, für die beide arbeiten, tummelt sich ein Maulwurf – und unter den fünf potenziellen Verdächtigen ist auch seine geliebte Ehefrau Kathryn. Sollte sie tatsächlich der Maulwurf sein, hätte sie sich des Landesverrats schuldig gemacht.
Ein Plot, der also, ähnlich zur wunderbaren John-le-Carré-Verfilmung „Dame, König, As, Spion“ (2011) um Liebe, Verrat und ein gefährliches Metier kreist, aber dabei auch sehr stark auf Action und einen bestechenden Style setzt.
Eine Tasche voll Lob
Der elegant-verschlagene Erzählstil von „Black Bag“ ist auch den meisten Kritiker*innen nicht entgangen: So bezeichnete Peter Debruge den Film in seiner Rezension fürs Branchenmagazin Variety als „smarten, sexy Thriller über ein Spionen-Paar mit Vetrauensproblemen“ und lobte Soderbergh für diese „geschmeidige kleine Genre-Übung“.
Auch Kristy Puchko vom Onlinemagazin Mashable hat viel Lob für „Black Bag“ und dessen Genre-Spiel übrig und sieht darin einen „Spionage-Film für Erwachsene“, der vor allem viel über die Ehe zu sagen hätte, und das auf sexy und coole Weise.
Solche Worte finden sich in vielen der positiven Kritiken wieder, ebenso wie die Hervorhebung der gelungenen Darbietungen von Blanchett und Fassbender: „Blanchett schreitet mit der Anmut einer Löwin durch den Film, Fassbender lässt Georges roboterhaften Gebrauch von Logik wie ein Aphrodisiakum erscheinen“, findet etwa Time Magazine-Autorin Stephanie Zacharek. Clarisse Loughley vom Independent schreibt dem Filmpaar sogar die „Starpower alter Schule“ zu, während zudem die Nebendarsteller – darunter Ex-Bond Pierce Brosnan – „tadellos“ seien.
Und auch auf dem Kurznachrichtendienst X (ehemals Twitter) lassen sich einige Lobhudeleien und prägnante Vergleiche zum Film finden – etwa der, dass „Black Bag“ ein „ein berauschendes Gebräu aus David Fincher und ‚Knives Out‘“ sei, wie Kritiker Josh Weiss findet:
Deutscher Start im Frühling
„Wann beehrt denn dieser sexy Spionage-Thriller nun die deutschen Kinos?“, mag man nach all den Lobgesängen fragen. Tatsächlich müssen wir uns gar nicht mehr allzu lang gedulden: Als deutscher Kinostart ist aktuell der 15. Mai 2025 vorgesehen.
Wer sich hingegen fragt, was nach der Übernahme durch Amazon nun eigentlich aus dem Spion der Spione, James Bond, wird, erfährt hier mehr:
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