Große Änderungen bei Marvel: So anders soll es in Zukunft mit den Serien des Comic-Giganten weitergehen
Stefan Geisler
Stefan Geisler
-Redakteur
Stefan ist ein echter Comic-Fan: Er liebt Graphic Novels und klassische Comics wie "Hellboy" und "Batman". Er hofft auch immer noch auf eine Film-Umsetzung von Eric Powells "The Goon"!

Mit seinen Serien hat Disney das MCU immer weiter ausgebaut. Jetzt wurde bekannt, dass sich Fans in Zukunft auf einige Änderungen und weniger neue Inhalte einstellen müssen. Doch das muss nicht unbedingt schlecht sein...

Disney und seine verbundenen Unternehmen

Wenn man Marvel-Fans fragt, dann ist das Verhältnis zu den MCU-Serien oft zwiegespalten. Denn auch wenn die Serien mehr Inhalte zu beliebten Figuren bringen und das Comic-Universum erweitern, kommen diese kaum an die großen Blockbuster-Produktionen aus dem Kino heran. Zudem ist die inzwischen oft gefahrene Verflechtung von exklusiven Streaming-Inhalten und Filmen ein Problem, denn nicht alle Kinogänger*innen schauen alle Marvel-Produktionen – zumal diese oft exklusiv bei Disney+ zu finden sind.

Jetzt will der Konzern bei der Veröffentlichung von MCU-Serien eine neue Strategie fahren.

Weniger Titel – mehr eigenständige Inhalte

Auf einer offiziellen Programmankündigung von Disney für wurde auch über die Zukunft der Mavel-Serien gesprochen. So soll es bei Disney+ dauerhaft weniger frische Marvel-Inhalte geben: Fans sollten sich nur noch auf ein bis zwei neue Live-Action-Serien pro Jahr einstellen, wobei zusätzlich zwei MCU-Animationsserien veröffentlicht werden.

Damit setzt sich ein Trend fort, der sich bereits angedeutet hatte. Wurden 2021 mit „WandaVision“, „The Falcon and the Winter Soldier“, „Loki“, „What If…?“ und „Hawkeye“ noch fünf MCU-Serien veröffentlicht, nahm diese Zahl in den Folgejahren deutlich ab. Bereits 2024 wurden mit der dritten Staffel „What If…?“, „Echo“ und „Agatha All Along“ gerade einmal drei neue Marvel-Serien dem Portfolio der Streamingplattform Disney+ hinzugefügt.

Zudem sollen die zukünftig neu entwickelten Serien für ein breiteres Publikum erstellt und ohne akribische Kenntnisse des Marvel Cinematic Universe verstanden werden können. Wie zuletzt bei „Daredevil: Born Again“ soll dabei mehr auf Geschichten gesetzt werden, die losgelöst vom großen MCU existieren können. Was natürlich auch bedeutet, dass keine Kinoheld*innen mehr im Fokus stehen werden – wobei dennoch die Möglichkeit besteht, dass die Stars der Filme für Gastauftritte vorbeischauen werden.

Zu guter Letzt soll die potenzielle Weiterentwicklung der Serien verstärkt werden. Produktionen, die funktionieren, sollen bei entsprechendem Erfolg leichter mit Folgestaffeln ausgebaut werden können.

Diese Änderungen müssen nicht unbedingt schlecht sein

Insbesondere die Abkehr von den großen MCU-Namen im Rahmen der Serienproduktionen deutete sich bereits an. Kürzlich sorgte beispielsweise das reduzierte Gehaltsangebot an Jeremy Renner für eine zweite Staffel „Hawkeye“ für reichlich Wirbel im Netz.

Zumindest nach Meinung des Autors dieses Artikels sind viele dieser Punkte sinnvoll. Das ohnehin überfrachtete MCU klarer in Leinwand- und Streaming-Abenteuer zu trennen, hilft gerade Gelegenheits-Zuschauer*innen, den Einstieg ins aktuelle Handlungsgeschehen zu erleichtern. Und auch die Reduzierung der Veröffentlichungen ist prinzipiell erst einmal nichts Schlechtes, solange dann auch qualitativ hochwertige Produktionen geliefert werden.

Übrigens wurde im Rahmen dieser Präsentation auch verraten, dass eine beliebte Marvel-Heldin für die zweite Staffel „Daredevil: Born Again“ zurückkehren wird:

Marvel-Heldin kehrt für 2. Staffel "Daredevil: Born Again" zurück – und dazu kommen noch viele MCU-Cameos
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