Die starke Resonanz auf „Fluch der Karibik“ führte in den 2000ern zu einer kurzen, intensiven Renaissance des Piratengenres. Leider blieb der Sturm an Piraten-Kinofilmen aus, aber mit Serien, Miniserien und Fernsehfilmen wurde wenigstens am heimischen Bildschirm eine steife Piratenbrise heraufbeschworen. Teil dessen war eine knapp drei Stunden lange Miniserie von „Fackeln im Sturm“-Regisseur Kevin Connor, bei der Seng Kawee die Stuntchoreografie übernahm – der Mann, der in selbiger Funktion unter anderem an „Ong-Bak“ und „Tyler Rake: Extraction“ mitwirkte!
Die Rede ist von einer Serie, die in Deutschland bereits unter zahlreichen Titeln vermarktet wurde, darunter „Blackbeard – Der Pirat des Todes“ und „Blackbeard – Schrecken der Meere“. Nun bekommt die unter anderem mit einer in ihren Karriereanfängen befindlichen Jessica Chastain und „Shōgun“-Star Richard Chamberlain besetzte TV-Produktion eine weitere Heimkino-Neuauflage: Am 5. Juni 2025 erscheint „Blackbeard – Piraten der Karibik“ auf DVD und Blu-ray!
Darum geht es in "Blackbeard – Piraten der Karibik"
England anno 1717: Robert Naynard (Mark Umbers) bekommt den riskanten Auftrag, dem Piratenkapitän Hornigold (Stacy Keach) und seinen zweiten Mann das Handwerk zu legen – einem gewissen Edward Teach (Angus Macfadyen). Nachdem der junge, britische Leutnant seine Hatz auf die Seeräuber begonnen hat, übernimmt Teach das Sagen an Bord der Queen Anne's Revenge und nennt sich nunmehr Blackbeard.
In Windeseile steigt er zum gefürchtetsten Piraten der Welt auf. Wo er auftaucht, folgen Leid und Zerstörung. Sein größtes Ziel: Er will den legendären Goldschatz des sagenumwobenen Piraten Kapitän Kidd finden. Derweil verliebt sich Naynard in Charlotte (Jessica Chastain), die Adoptivtochter des Gouverneurs Charles Eden (Richard Chamberlain), der schwer unter Blackbeards Zerstörungswut zu leiden hat. Eines Tages kreuzen sich diese Schicksale – mit abenteuerlichen Folgen...
Eine Miniserien-Reunion, ein Wiedersehen mit einem "Fluch dar Karibik"-Schiff und mehr
„Blackbeard“ war eine kleine Reunion: Mit Chamberlain und „Tote tragen keine Karos“-Mimin Rachel Ward spielen zwei der zentralen Stars des sensationellen Straßenfegers „Die Dornenvögel“ im Piraten-Abenteuer mit. An den überwältigenden Erfolg des weltweit gefeierten TV-Mehrteilers konnte „Blackbeard“ zwar keineswegs anknüpfen, jedoch lag das nicht an mangelnden Ambitionen.
Zweifelsfrei: Neben „Fluch der Karibik“ und seinen Fortsetzungen sieht dieses TV-Projekt recht klein aus, und die teils arg sauberen Kostüme und aufgeräumten Kulissen schmälern gelegentlich den Versuch, eine verlebte, glaubhafte Piratenwelt zu erzählen. Dennoch ließ sich der für „Blackbeard“ verantwortliche, mittlerweile vor allem für seine Weihnachtsfilme bekannte Sender Hallmark nicht lumpen:
Gedreht wurde zu großen Teilen in Thailand, wo extra für den Mehrteiler eine kleine Hafenstadt als Drehkulisse errichtet wurde. Und die obligatorische Schiffsschlacht wurde auf hoher See mit zwei echten Segelschiffen gedreht – eines davon war die Lady Washington, die in „Fluch der Karibik“ als HMS Interceptor in Aktion gezeigt wurde und in „Blackbeard“ die Queen Anne's Revenge darstellt!
Diesem Aufwand zum Trotz ist „Blackbeard“ der Ursprung als Miniserie der 2000er-Jahre durchaus anzumerken: Im Mittelpunkt der Serie steht eindeutig die unablässige Abfolge an Verrat, Hinterlist und zwischenmenschlicher Täuschung. Die von „Ong-Bak“-Stuntchoreograf Seng Kawee mitverantwortete Action ist derweil bloß eine sporadisch aufflammende Dreingabe – die bei der deutschen Erstausstrahlung und bei frühen DVD-Auflagen übrigens noch gekürzt wurde!
Jüngere DVD-Auswertungen und Blu-rays der Miniserie sind hingegen ungeschnitten. Und wenn euch „Blackbeard“ nicht Piratenspektakel genug ist, haben wir mit dem folgenden Heimkino-Tipp noch mehr seeräuberstarke Beute für euch rausgesucht:
Dieser Abenteuerklassiker mit furiosen Gefechten ist ein Muss für "Fluch der Karibik"-Fans: Jetzt kehrt er ins Heimkino zurück!*Bei den Links zum Angebot von Amazon handelt es sich um sogenannte Affiliate-Links. Bei einem Kauf über diese Links oder beim Abschluss eines Abos erhalten wir eine Provision. Auf den Preis hat das keinerlei Auswirkung.