Spannungskino in Perfektion heute im TV: Dieser Film ist sogar noch besser als sein berühmtes Remake!
Daniel Fabian
Daniel Fabian
-Senior-Redakteur
Fasziniert und berührt werden, aber auch ein stückweit über sich selbst erfahren – darin besteht für Daniel die Magie des Kinos.

Denzel Washington, John Travolta und Tony Scott bescherten uns 2009 mit „Die Entführung der U-Bahn Pelham 123“ einen packenden Hochglanz-Thriller – basierend auf einem weit atmosphärischeren Klassiker, den es heute im TV zu sehen gibt.

Wenn „Top Gun“-Macher Tony Scott Stars wie Denzel Washington und John Travolta vor die Kamera holt, kann man bedenkenlos mal einen Blick riskieren. Das bestätigte sich auch 2009, als uns das Trio mit „Die Entführung der U-Bahn Pelham 123“ einen grundsoliden, auf Hochglanz polierten Action-Thriller servierte. Doch wenn euch der Film, bei dem es sich schließlich um eine Neuinterpretation handelt, schon begeistern konnte, solltet ihr unbedingt auch das ungleich grimmigere und noch wesentlich spannendere Original nachholen.

RTLZwei zeigt „Stoppt die Todesfahrt der U-Bahn 123“ in der Nacht vom 6. auf 7. Juni 2025 ab 0 Uhr – das ist leider sehr spät. Denn auch wenn der Film um jene Uhrzeit natürlich ungeschnitten in voller Länge gezeigt wird, was natürlich ein Plus ist, bedeutet der Start zur Geisterstunde, dass der Abspann erst gegen 2 Uhr einsetzt. Rechnet man dann noch die Zeit oben drauf, die man anschließend benötigt, um von dem nervenaufreibenden Ritt durch den New Yorker Untergrund wieder runterzukommen, ist die halbe Nacht auch schon wieder rum.

Der Autor dieses Artikels empfiehlt daher, am besten gleich zur DVD oder Blu-ray* des Films zu greifen oder ihn einfach bei Amazon Prime Video zu streamen …

… denn dort ist das fast noch stärker als das Remake besetzte Thriller-Vehikel des vorwiegend für TV-Filme und -Serien bekannten Joseph Sargent („Raumschiff Enterprise“, „Der weiße Hai IV“) aktuell sogar im Abo enthalten. Obendrein spart ihr euch im werbefreien Abonnement die Unterbrechungen, die einen aus dem so dicht erzählten Klassiker sonst immer wieder rausreißen.

"Stoppt die Todesfahrt der U-Bahn 123": Das ist die Story

Mitten im Alltagsgetümmel von New York passiert das Undenkbare: Eine Gruppe bewaffneter Männer bringt eine U-Bahn unter Kontrolle, nimmt Passagiere und Metro-Personal in ihre Gewalt und wendet sich schließlich mit einer Forderung an die Stadt: Innerhalb einer Stunde wollen sie eine Million Dollar! Für jede Minute, die sie länger ausharren müssen, töten sie eine Geisel.

Stoppt die Todesfahrt der U-Bahn 123
Stoppt die Todesfahrt der U-Bahn 123
Starttermin 14. November 1974 | 1 Std. 44 Min.
Von Joseph Sargent
Mit Walter Matthau, Robert Shaw, Martin Balsam
User-Wertung
3,8
Filmstarts
4,0

Es kommt zu einem erbarmungslosen Wettlauf gegen die Zeit – und mittendrin: der knarzige U-Bahn-Bulle Zach Garber (Walter Matthau), der zwischen Geiselnehmern und Behörden vermitteln muss – und so das Schicksal zahlreicher Menschen in seinen Händen hält.

Inspiration für Quentin Tarantino

„Stoppt die Todesfahrt der U-Bahn 123“ ist Spannungskino in Perfektion. Nach dem treibenden Intro vergehen nur wenige Augenblicke, da wird direkt klar: Nicht nur erledigen hier die Zugführer ihre Arbeitsschritte mit höchster Sorgfalt, auch die Verbrecher, die sich ihr Gefährt zu eigen machen, gehen höchst akribisch zu Werke – und haben alles bis ins kleinste Detail geplant. Am wichtigsten jedoch: Bei seiner Erzählung tut es ihnen Joseph Sargent gleich.

Die Präzision seiner Inszenierung erinnert dabei fast schon an die Filme von Crime-Maestro Michael Mann, dem es in „Collateral“, „Der Einzelgänger“ sowie natürlich „Heat“ gelingt, die Spannungsschraube so immer weiter anzuziehen – und das Szenario schließlich in einem großen Showdown gipfelt. Emotionaler Dreh- und Angelpunkt ist in diesem Fall allerdings nicht das Mastermind hinter dem Verbrechen, sondern der von Walter Matthau großartig zynisch-charismatisch gespielte U-Bahn-Bulle, an dessen Seite man sich als Zuschauer*in zwangsläufig findet.

Auch die Gangster-Darsteller überzeugen, wobei einem heute natürlich vor allem eines in den Sinn kommt, wenn man etwa „Der weiße Hai“-Star Robert Shaw als Mr. Blue, „Psycho“-Ermittler Martin Balsam als Mr. Green und den unter anderem aus „Pretty Woman“ bekannten Hector Elizondo als Mr. Grey in Aktion erlebt: Der Film wird auch von Quentin Tarantino verehrt. Nicht umsonst benannte der Kultfilmer die Protagonisten in seinem Spielfilmdebüt „Reservoir Dogs“ nach den Figuren in dem U-Bahn-Reißer!

Ihr findet derartige Hintergrundinfos, mit denen ihr in euren filmvernarrten Bekanntenkreisen immer wieder punkten könnt, spannend? Und von Quentin Tarantinos Faszination fürs Kino kriegt ihr sowieso nie genug? Dann haben wir gute Nachrichten für euch:

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