Über eine Dekade ist das Ende von „Breaking Bad“ (2008-2013) nun schon her, doch für viele Fans bleibt die Serie, die die wahrscheinlich beste TV-Episode aller Zeiten hervorbrachte, unvergessen.
Ebenso für die Stars: Als Schauspieler Aaron Paul bei der feurigen YouTube-Talkshow „Hot Ones“ zu Gast war, wurde er über seine Paraderolle als Jesse Pinkman in „Breaking Bad“ ausgefragt. Dabei kam man schnell auf seinen werten Co-Star Bryan Cranston und dessen Neigung, seinen Szenenpartner*innen Streiche zu spielen, zu sprechen. Einer davon verfehlte wohl nie seine Wirkung und bleibt Aaron Paul für immer im Gedächtnis.
"Wenigstens gehst du im großen Stil"
Bevor Aaron Paul zur Nacherzählung dieses Streichs ansetzte, stellte er klar, wie sehr er Bryan Cranston als hart arbeitenden, liebenswerten Menschen und Freund schätze: „Ich bin wirklich besessen von dem Kerl, aber er ist auch der unreifste Mensch, den ich je in meinem Leben getroffen habe, und das sage ich mit Liebe und Respekt.“
Cranstons im Verlauf der Produktion wiederholter Streich bestand darin, Aaron Paul weiszumachen, dass seine Figur Jesse Pinkman aus der Serie geschrieben worden sei. So habe ihn Cranston einmal aus dem Nichts heraus fest umarmt und gesagt: „Wenigstens gehst du im großen Stil, hm?“
Auf die verwirrten Rückfragen seines Kollegen verwies Cranston nur auf das neueste Episodenskript, woraufhin Aaron Paul fassungslos zum Produktionsteam stürzte. Später habe Cranston sogar noch andere Kollegen für seinen Running Gag eingespannt – etwa die Kostümdesigner, die plötzlich Aaron Pauls Maße für den Sarg in einer angeblichen Beerdigungsszene nehmen wollten.
Wer zuletzt lacht…
Besonders gemein an Cranstons Scherz war die Tatsache, dass „Breaking Bad“-Schöpfer Vince Gilligan ursprünglich tatsächlich einen frühen Serientod von Jesse Pinkman geplant hatte. Doch dessen Zusammenspiel mit Protagonist Walter White war dann doch zu interessant.
So blieb Aaron Paul ein fester Bestandteil des „Breaking Bad“-Casts bis zum Serienfinale – und noch darüber hinaus: Mit dem Film „El Camino“ wurde die Geschichte um Jesses Flucht aus Albuquerque noch weitererzählt. Da war der von Bryan Cranston dargestellte Walter White schon längst kein Thema mehr…
Ben Rothstein / Netflix
Doch auch abgesehen von diesem Triumph wird Aaron Pauls Schmerz über Cranstons Pranks nicht groß sein: Die Darsteller des unheilvollen Gespanns aus „Breaking Bad“ sind bis heute befreundet, durch die gemeinsame Mezcal-Marke „Dos Hombres“ auch Geschäftspartner, und Cranston ist sogar der Patenonkel von Pauls Sohn.
Ein Comeback als Walter White schließt Bryan Cranston übrigens nicht völlig aus. Mehr dazu erfahrt ihr hier:
"Wenn das passiert, höre ich zu": Unter dieser Bedingung würde "Breaking Bad"-Star Bryan Cranston als Walter White zurückkehren