Von „Chinatown“ und „Easy Rider“ über „Batman“ bis hin zu „Departed - Unter Feinden“: Jack Nicholson stand im Laufe seiner Karriere für einige Kult-Klassiker und Meisterwerke vor der Kamera – und glänzte darin regelmäßig, wie beeindruckende drei Oscar-Auszeichnungen untermauern. Sein vielleicht bester Film wird jedoch nicht nur bis heute allseits verehrt, sondern auch gerne wiederbelebt.
„Einer flog über das Kuckucksnest“ ist ein Hollywood-Klassiker, wie er im Buche steht. Bei Produktionskosten von unter fünf Millionen Dollar konnte die Verfilmung von Ken Keseys gleichnamigem Bestseller* mehr als 163 Millionen Dollar einspielen. Obendrein gab es fünf Oscars sowie Lobhuldigungen wohin man auch blickte: In der FILMSTARTS-Kritik wurden so etwa die vollen fünf Sterne vergeben – und auf Filmbewertungsplattformen wie IMDb (Platz 19) oder Letterboxd (Platz 89) ist der Film in den jeweiligen Listen der besten Filme aller Zeiten zu finden.
Das von „Amadeus“-Regisseur Milos Forman inszenierte Meisterstück wird in Fernsehen und Kino immer wieder aufgegriffen und gilt nicht zuletzt auch dank mehreren Hommagen in „Die Simpsons“ als popkulturelles Phänomen. 2020 ist mit „Ratched“ zudem eine Netflix-Prequelserie zum Film erschienen, nun soll ein weiteres TV-Format basierend auf dem Klassiker folgen.
"Einer flog über das Kuckucksnest": Serie über den Chief geplant
Basierend auf dem Romanklassiker von Ken Kesey, erzählt „Einer flog über das Kuckucksnest“ die Geschichte von R.P. McMurphy (Jack Nicholson), der vor Gericht auf Unzurechnungsfähigkeit plädiert und sich schließlich in eine Nervenheilanstalt einweisen lässt. In Anbetracht des menschenunwürdigen Regimes unter der boshaften Schwester Ratched (Louise Fletcher) muss der Draufgänger allerdings schon bald feststellen, dass er vielleicht doch besser einfach in den Knast gewandert wäre. Während er versucht, die Behörden von seiner vorgespielten Geisteskrankheit zu überzeugen, bringt er aber wenigstens ein wenig Schwung in das freudlos-lethargische Leben der Patientinnen und Patienten in der Anstalt…
Nachdem in „Ratched“ bereits die jungen Jahre der titelgebenden Tyrannin (gespielt von „American Horror Story“-Star Sarah Paulson) im Zentrum standen, soll es in der neuen „Einer flog über das Kuckucksnest“ nun um Chief Bromden alias „der Chief“ gehen. Wie Produzent Paul Zaentz, der Neffe des Original-Produzenten Saul Zaentz, im Podcast CK Café (via Deadline) bestätigte, arbeite man also an keinem Remake, sondern an einer Erweiterung der Geschichte. Gemeinsam mit Ken Keseys Witwe habe er bereits eine Einigung dahingehend gefunden und auch schon einen dementsprechenden Vertrag unterzeichnet.
Entwickelt werde eine TV-Serie, „deren erste Staffel aus der Sicht des Chief erzählt“ wird. „Im Anschluss an die erste Staffel werden wir dann sehen, was mit dem Chief nach seiner Flucht [aus der psychiatrischen Klinik] passiert“, so Zaentz.
Nähere Details zum Projekt – wer etwa Regie und Hauptrolle übernehmen wird oder wann und wo die Serien letztlich erscheinen wird – sind bislang nicht bekannt. Ebenfalls ist unklar, wie weit fortgeschritten der Ableger um den 1975 von Will Sampson gespielten taubstummen Hünen ist. Die Produktion scheint noch in den Kinderschuhen zu stecken, sodass zum jetzigen Zeitpunkt abzuwarten bleibt, ob auf die Idee letztlich überhaupt eine Umsetzung folgen wird.
Ob Ken Kesey mit der jüngsten Ergänzung seiner Geschichte zufrieden gewesen wäre, lässt sich höchstens spekulieren. Fakt ist: Obwohl Formans Kino-Meisterwerk als gefeierter Klassiker in die Geschichte einging, war der Autor der Vorlage kein Fan der Verfilmung. Welche Schreiber ebenfalls nichts für die Adaptionen ihrer Geschichten übrig haben bzw. hatten, lest ihr hier:
10 Romanverfilmungen, mit denen die Autoren der Bücher überhaupt nicht einverstanden sind*Bei dem Link zum Angebot von Amazon handelt es sich um einen sogenannten Affiliate-Link. Bei einem Kauf über diesen Link erhalten wir eine Provision.