„Morgen irgendwo am Meer“ startete nach einer Reihe erfolgreicher und dazu preisgekrönter Aufführungen auf Festivals von Bremen über Palma de Mallorca bis Havanna im Juni 2024 in den deutschen Kinos. Gerade einmal 13 Monate später könnt ihr euch den lebhaften Debütfilm von Drehbuchautor, Regisseur und Produzent Patrick Büchting bereits erstmals im deutschen Free-TV anschauen.
„Morgen irgendwo am Meer“ läuft am heutigen 29. Juli 2025 um 22.55 Uhr im MDR. Eine Wiederholung gibt es nicht, aber der Film steht bereits jetzt und noch bis Mitte Oktober als Gratis-Stream in der ARD-Mediathek zur Verfügung. Alternativ könnt ihr den FSK-12-Titel für ein paar Euro als Video-on-Demand kaufen oder leihen:
Roadtrip ins Erwachsenenleben?
„Morgen irgendwo am Meer“ ist ein mal fröhliches, dann eher nachdenkliches, dabei aber immer authentisches Coming-of-Age-Abenteuer mit vier Teenager*innen an der Schwelle zum Erwachsenendasein. Für sie ist die Schule gerade vorbei und der sogenannte „Ernst des Lebens“ kann beginnen. Aber sind sie dafür überhaupt schon bereit?
Der Film basiert auf dem gleichnamigen, erstmals 2019 veröffentlichten Roman von Adriana Popescu. Als Patrick Büchting, der zuvor unter anderem als Second-Unit-Regisseur für den Kinohit „Der Buchspazierer“ tätig war, das Buch in die Hände bekam, wusste er sehr schnell, dass dies die perfekte Vorlage für seine erste eigene Inszenierung eines Langfilms sein würde. Wie viele andere fühlte er sich beim Lesen nämlich unwillkürlich in die eigene Jugend zurückversetzt.
Besonders attraktiv ist die Handlung auch deshalb, weil wir als Publikum mitten in sie hineingeworfen werden. Wichtige Details über die Hintergründe und Vorgeschichten der Charaktere erfahren wir erst nach und nach. Das macht Spaß, weil es einige Überraschungen bietet und unsere Sympathien für die einzelnen Figuren durchaus fluktuieren können.
All dies passiert, während das von Carlotta Weide („Schloss Einstein“), Jonas Kaufmann („Himbeeren mit Senf“), Sophia Münster („Hanni & Nanni 1-3“) und Louie Betton aus dem Berliner „Tatort“ mit Meret Becker wunderbar natürlich gespielte Protagonist*innen-Quartett im Auto unterwegs ist.
Auf der Strecke von Deutschland nach Portugal gibt es Zwischenstopps in Mâcon, Lyon, Arles und Saintes-Maries-de-la-Mer sowie in Lloret, Barcelona und Madrid, in deren Verlauf sie einige bemerkenswerte Bekanntschaften machen, aber auch eine Menge über sich selbst lernen. Seid ihr bei dem Roadtrip dabei?
Die Story von "Morgen irgendwo am Meer"
Jahrelang waren sich Konrad (Jonas Kaufmann) und seine Mitschülerin Romy (Carlotta Weide) sehr nah. Aus einem ganz speziellen Grund haben sie dann aber den Kontakt zueinander mehr oder weniger komplett abgebrochen. Jetzt, da beide das Abitur in der Tasche haben, fragt der junge Mann sie völlig unerwartet, ob sie nicht mit ihm nach Lissabon in den Sommerurlaub fahren möchte. Romys Liebster Julian (Louie Betton) steht verblüfft daneben. Noch überraschter ist er, als seine Freundin ihm eröffnet, dass sie tatsächlich dabei sein möchte.
Etwas überrumpelt geht Julian dann sogar auf Romys Bitte ein, sie und seinen plötzlich zwischen sie getretenen Nebenbuhler mit dem Wagen seiner Eltern quer durch Europa nach Portugal zu chauffieren. Um Benzinkosten zu sparen, nimmt das ungewöhnliche Trio noch eine weitere Mitfahrerin mit: die sich durchgehend gutgelaunt gebende, dabei jedoch ein dunkles Geheimnis mit sich herumtragende Nele (Sophia Münster).
Ebenfalls ums Erwachsenwerden dreht es sich in der gelungenen Neuauflage des 2000er-Kinohits „Mädchen, Mädchen“. Habt ihr sie schon gesehen?
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