TV-Tipp: Einer der besten Filme der letzten 10 Jahre – spannend, emotional erschütternd, oscarprämiert
Oliver Kube
Oliver Kube
-Freier Autor & Kritiker
Oliver Kubes aktuelle Lieblingsfilme sind "Train Dreams", "Hamnet", "Song Sung Blue" und "Sentimental Value".

Ein Blick auf das Personal vor wie hinter der Kamera sollte Grund genug sein, einzuschalten. Aber das Ergebnis der gemeinsamen Arbeit all dieser Prominenten ist tatsächlich ein brillanter Film. FILMSTARTS-Autor Oliver Kube empfiehlt euch „Spotlight“.

Der mit Thriller- und Krimi-Elementen angereicherte, mit reihenweise Stars besetzte und auf realen Ereignissen basierende „Spotlight“ wird euch packen und emotional kräftig durchschütteln – da bin ich mir sicher. Zur Primetime könnt ihr den bei den 2016er-Oscars als besten Film des Jahres ausgezeichneten Titel im Free-TV sehen und ihr solltet die Chance nicht verstreichen lassen – selbst dann, wenn ihr ihn schon kennt. Denn wie ich aus eigener Erfahrung weiß, lohnt sich ein „Rewatch“ hier immer wieder.

Spotlight“ läuft am heutigen 12. August 2025 um 20.15 Uhr auf ProSieben. Eine Wiederholung folgt noch in derselben Nacht um 2.25 Uhr. Alternativ ist das Werk als Blu-ray, DVD und kostenpflichtiges Video-on-Demand zu haben:

Großartiger Cast, brillante Regie

Schaut einfach mal auf die Besetzungsliste von Spotlight. Die Zahl und Qualität der Topstars und Edelmim*innen ist erstaunlich. Neben Blockbuster-Held*innen vom Format eines Mark Ruffalo („Marvel's The Avengers“), eines Michael Keaton („Batman“) oder einer Rachel McAdams („Doctor Strange“) sind mit Liev Schreiber („Ray Donovan“), John Slattery („Mad Men“), Stanley Tucci („Konklave“) und Billy Crudup („Almost Famous“) viele zur absoluten Crème der Hollywood-Charakterdarsteller*innen zählende Namen dabei. Und absolut jede*r von ihnen liefert vollumfänglich ab, gibt emotionale, dabei durchgehend authentisch wirkende Vorstellungen.

Natürlich sind die vielen Stars ein wichtiger Trumpf des Films. Aber die Regie und das ebenfalls oscarprämierte Drehbuch sind so erstklassig, dass das Ganze ziemlich sicher auch noch mit einem deutlich weniger berühmten Cast funktioniert hätte. Verantwortlich für beides ist „Stillwater“-Macher Tom McCarthy. Seine im Tempo und Rhythmus extrem nah an der Perfektion operierende Inszenierung erzeugt so viel Atmosphäre, Spannung und Intensität, dass ich mich gleich nach dem Genuss im Kino daheim mit der hier behandelten realen Geschichte beschäftigte und auch noch Tage nach dem Kinobesuch über einzelne Szenen nachdachte.

Ihr werdet gefesselt sein von den Charakteren, von den Situationen, in denen sie sich wiederfinden, und den Entscheidungen, die sie treffen müssen. Im Zentrum steht eine Gruppe von Redakteur*innen der Tageszeitung The Boston Globe und ihre Arbeit an einem Fall, der dem Blatt 2003 den Pulitzer-Preis für Dienste an der Öffentlichkeit einbrachte. Dabei geht es um die Untersuchung und Aufdeckung einer jahrzehntelangen Vertuschung von weitverbreitetem und systematischem sexuellem Missbrauch von Kindern durch zahlreiche Priester der römisch-katholischen Erzdiözese Boston. Das Ganze greift nicht nur die Nerven der sonst so abgebrühten Journalist*innen mächtig an, sondern wird sicher auch euch erschüttern, berühren und maßlos wütend machen.

Spotlight
Spotlight
Starttermin 25. Februar 2016 | 2 Std. 08 Min.
Von Tom McCarthy
Mit Michael Keaton, Mark Ruffalo, Rachel McAdams
Pressekritiken
4,3
User-Wertung
4,2
Filmstarts
4,5

In der hervorragende 4,5 von 5 möglichen Sternen vergebenden FILMSTARTS-Kritik vergleicht unser Rezensent Andreas Staben „The Spotlight“ mit Alan J. Pakulas monumentalem Klassiker „Die Unbestechlichen“ und greift damit nicht zu hoch. In seinem Fazit heißt es: „Regisseur Tom McCarthy gibt Interviews, Bibliotheksbesuchen und Redaktionskonferenzen den Puls eines packenden Thrillers, während das beste Schauspielensemble des US-Kinojahrs 2015 für den Herzschlag und die Emotionen eines menschlichen Dramas sorgt.“ Tut euch einfach den Gefallen und schaltet „Spotlight“ ein.

"Spotlight": Das ist die Story

Als der Boston Globe in einem Artikel einen Missbrauchsfall in den Reihen der katholischen Kirche aufbereitet, der direkt in der Stadt geschah, weckt dieser das Interesse des neuen Chefredakteurs Marty Baron (Liev Schreiber) – ahnt er doch, dass hinter der Story mehr steckt. Deshalb setzt er sein Team für investigative Reportagen auf die Angelegenheit an, deren Recherche Schreckliches zutage fördert.

Chefreporter Walter Robinson (Michael Keaton) und seine Leute Michael Rezendes (Mark Ruffalo), Sacha Pfeiffer (Rachel McAdams) sowie Matt Carroll (Brian D’Arcy James) stellen fest, dass weit mehr Priester in den Missbrauch von Kindern verwickelt sind, als bislang angenommen. Doch die akribischen Ermittlungen werden durch das Schweigen der von der Kirche und ihren hochbezahlten Anwält*innen eingeschüchterten Opfer massiv erschwert.

Einen ganz anderen, aber ebenso hochkarätigen Film empfiehlt euch FILMSTARTS-Redakteur Pascal Reis im folgenden Streaming-Tipp:

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