Nach drei Jahren ging die Mindfuck-Serie „Severance“ 2025 endlich weiter und zementierte mit Staffel 2 ihren Ruf als absolutes Sci-Fi-Juwel. Erneut mit Lob überhäuft, geht die Fortsetzung des Highlights mit ganzen 27 (!) Nennungen als die Serie mit den meisten Nominierungen ins diesjährige Rennen um die Emmys. Staffel 3 ist seit März 2025 mittlerweile auch beschlossene Sache und soll diesmal nicht so lange auf sich warten lassen wie die zweite Season.
Weniger erfreulich ist hingegen eine Meldung zu einem der wichtigsten Kreativen hinter den Kulissen. Denn wie Hollywood-Star Ben Stiller in einem Interview mit der Los Angeles Times jetzt enthüllt hat, wird er bei der dritten „Severance“-Staffel nicht erneut auf dem Regiestuhl Platz nehmen. Das ist insofern bedauerlich, als dass er als bisheriger Haupt-Regisseur der Serie (von den bislang 19 Episoden gehen ganze 11 auf seine Kappe, darunter die jeweiligen Staffel-Auftakte und -Finalfolgen) deren grandiosen Look überhaupt erst etabliert und das Ganze immer wieder mit inszenatorischen Finessen angereichert hat.
Stiller wird zwar weiterhin als Produzent an den neuen Folgen beteiligt sein, sein Verzicht auf den Regieposten ist aber definitiv ein Verlust. Auf der anderen Seite könnte das allerdings dazu beitragen, dass es mit dem Nachschub diesmal tatsächlich etwas schneller geht, muss man den Drehplan nun nicht mehr auf den vollen Terminkalender von Stiller abstimmen, der in nächster Zeit wirklich alle Hände voll zu tun haben wird.
Das macht Ben Stiller statt "Severance"
So wird er nicht nur für die „Meine Braut, ihr Vater und ich“-Fortsetzung „Focker-In-Law“ vor der Kamera stehen und in der Komödie „The Dink“ (bei „Severance“-Anbieter Apple TV+) sowie voraussichtlich auch der HBO-Dramedy „The Band“ zu sehen sein. Auch auf dem Regiestuhl nimmt der „Zoolander“-Star erneut Platz und wird einem taufrisch von ihm enthüllten Projekt den Vorzug vor der dritten „Severance“-Staffel geben.
Wie er der L.A. Times nämlich weiter verriet, wird er im Frühjahr 2026 einen Weltkriegs-Survival-Film drehen, in dem die wahre Geschichte eines abgeschossenen Fliegerpiloten im besetzten Frankreich erzählt wird, der sich der Französischen Résistance anschließt. Außerdem plant er eine Film-Adaption des Podcasts „Bag Man“ über den Bestechungsskandal um Richard Nixons Vizepräsidenten Spiro Agnew.
„Diese Dinge brauchen ihre Zeit, um zustande zu kommen“, erklärte Ben Stiller seine Entscheidung, „Severance“ hinten anzustellen, gegenüber der L.A. Times. „Je älter du wirst, desto mehr wird dir klar, dass du nur begrenzt Zeit hast.“ Und natürlich wird man bei „Severance“ auch ohne Stiller darum bemüht sein, dem Stil, den der 59-Jährige geprägt hat, in Staffel 3 weiterhin treu zu bleiben. Wer sich stattdessen um die Inszenierung kümmern wird, steht noch nicht fest. Dass es aber inhaltlich ähnlich stark weitergehen wird, dafür dürfte der nach wie vor für die Drehbücher hauptverantwortliche Serien-Schöpfer und Showrunner Dan Erickson sorgen.
Was derweil bis dato über die späte Kult-Fortsetzung „Focker-In-Law“ bekannt ist, erfahrt ihr im folgenden Artikel:
25 Jahre nach Teil 1: Kult-Reihe mit Robert De Niro geht weiter – jetzt hat die Fortsetzung endlich einen Titel