Heute im TV: Brutale Sci-Fi- & Endzeit-Action mit doppeltem Oscargewinner in der Titelrolle – spektakulär inszeniert!
Oliver Kube
Oliver Kube
-Freier Autor & Kritiker
Oliver Kube ist seit den 1990ern als Journalist/Kritiker in Sachen Film, TV, Musik, Literatur & Technik tätig. Für FILMSTARTS schreibt er seit 2018.

Wer Mel Gibson mal wieder in seiner Paraderolle als Endzeit-Aufräumer Max Rockatansky erleben möchte, kann am späteren Abend „Mad Max II - Der Vollstrecker“ im Free-TV anschauen. Warum das immer eine gute Idee ist, lest ihr nach dem Trailer zum Film:

Mad Max II - Der Vollstrecker“ läuft am heutigen 23. August 2025 um 22.35 Uhr auf Tele 5. Eine Wiederholung folgt in der Nacht vom 24. auf den 25. August um 0.20 Uhr. Alternativ ist der FSK-16-Titel als Blu-ray/DVD* und kostenpflichtiges Video-on-Demand zu haben:

Staubtrocken und brutal

Nach dem etwas überraschenden globalen Erfolg von „Mad Max“ stand Regisseur, Drehbuchautor und Franchise-Schöpfer George Miller vor einer schwierigen Wahl – eine, die fast alle Filmemacher*innen treffen müssen, wenn sie eine Fortsetzung machen: „Soll ich dasselbe nochmal präsentieren, in der Hoffnung, dass es dem Publikum weiterhin gefällt und es sich nicht langweilt? Oder mache ich etwas Anderes, etwas Neues – mit der Gefahr, dass ich meine Fanbasis verliere?“

Ganz sicher wissend, dass seine Vorgehensweise darüber entscheiden würde, ob das von ihm kreierte „Wasteland“-Szenario über diesen Film hinaus eine Zukunft haben würde, tat der Australier exakt das Richtige und wählte einen Mittelweg. „Mad Max II“ bringt genügend bekannte Elemente, damit sich die Anhänger auf der Leinwand gleich zu Hause fühlen, bietet aber auch mehr als nur einen Schuss frischer Ideen und Entwicklungen, um die Spannung hochzuhalten und die Zuschauer*innen darüber, was noch kommen könnte, im Dunkeln zu lassen.

Wie Rezensent Alex Todorov es in der mit starken 4 von 5 möglichen Sternen bewertenden FILMSTARTS-Kritik schreibt, steht der Film zweifelsfrei für sich und würde auch ohne den Vorgänger prima funktionieren. Gleichzeitig bereitete er durch die epische Erzählweise, die die Story im Rückblick schildert, bereits ganz subtil „Mad Max 3 - Jenseits der Donnerkuppel“ vor, der drei Jahre später folgen sollte. Inhaltlich und genre-stilistisch gibt es eine kleine Anpassung. Während das Original noch zwischen Cop-Drama, Revenge-Movie und Endzeit-Actioner oszillierte, serviert Miller uns hier eine erstklassig abgestimmte Melange aus letzterem und klassischen Western-Motiven.

Mad Max II – Der Vollstrecker
Mad Max II – Der Vollstrecker
Starttermin 27. August 1982 | 1 Std. 37 Min.
Von George Miller
Mit Mel Gibson, Bruce Spence, Vernon Wells
Pressekritiken
4,0
User-Wertung
4,0
Filmstarts
4,0

Das Filmerlebnis ist auch deshalb so intensiv und immersiv, weil Schnitt, Kameraarbeit und Musik grandios ineinandergreifen und Miller das Ganze sehr gradlinig erzählt beziehungsweise inszeniert hat. Die Action ist supertrocken und mit einem erneut herrlich stoischen Mel Gibson (zwei Oscars für „Braveheart“) so brutal umgesetzt, dass es der einen oder dem anderen von euch – trotz des Wüstenambientes – bestimmt immer wieder kalte Schauer den Rücken herunterlaufen lassen wird. Da sind die kleinen, humorigen Zwischenspiele äußerst willkommen, um mal kurz Luft zu holen und ein wenig Wärme zu spüren.

"Mad Max II": Das ist die Story

Der frühere Polizist Max Rockatansky (Mel Gibson) streift rastlos durch das postapokalyptische Ödland – immer auf der Suche nach der nächsten Tankfüllung. Eines Tages trifft er auf den Piloten (Bruce Spence) eines klapprigen, aber noch funktionierenden Tragschraubers. Zusammen machen sie sich auf zu einer stark gesicherten Raffinerie.

Deren Bewohner werden aktuell von mordenden Plünderern unter der Führung des brutalen Humungus (Kjell Nilsson) belagert, der die Anlage übernehmen will. Mit einer List verschafft sich Max Zugang zu dem fortähnlichen Gelände und schließt einen Pakt mit Pappagallo (Michael Preston), dem Chef der Siedler.

Max verspricht, einen Tanklaster zu besorgen, der es ihnen ermöglicht, mitsamt des zu Tage geförderten Treibstoffs tausende Kilometer entfernt an der Küste ein neues Lager zu errichten. Im Gegenzug soll er so viel Sprit erhalten, wie er laden kann. Als alles bereit ist, wird die Flucht schnell zu einer gnadenlosen Treibjagd, als Humungus’ Bande den Lkw entdeckt und die Verfolgung aufnimmt …

Ob es nach dem 2024 in den Kinos gestarteten „Furiosa: A Mad Max Saga“ noch einen weiteren Ausflug in diese Welt geben wird, steht aktuell in den Sternen. Im folgenden Artikel haben wir den Stand der Dinge für euch zusammengefasst:

"Wir haben noch ein Drehbuch": Action-Meister stellt weiteren "Mad Max"-Film in Aussicht

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