Bereits mit den ersten drei „Mad Max“-Filmen hat George Miller das Action- und Endzeit-Kino nachhaltig geprägt. Eine weitere Fortsetzung ließ jedoch 30 (!) Jahre auf sich warten und sah sich bei der Produktion mit zahlreichen Problemen konfrontiert. Umso überraschender war dann das Ergebnis: Miller lieferte mit „Mad Max: Fury Road“ 2015 eine „große, kunstvoll durchkomponierte und maximal mitreißende Vollgas-Action-Oper“ ab (wie wir damals in unserer 4,5-Sterne-Kritik schrieben), die für Begeisterungsstürme sorgte, 380 Millionen Dollar einspielen konnte und obendrein mit sechs Oscars ausgezeichnet wurde.
Mit diesem neu entfachten Feuer im Rücken hegte Miller wieder große Pläne, seine dystopische Saga weiter auszubauen. Neben einem Prequel über die in „Fury Road“ von Charlize Theron gespielte Furiosa sollte auch ein weiterer Film über Titelheld Max (Tom Hardy beerbte in „Fury Road“ Vorgänger Mel Gibson) folgen, der bislang unter dem Arbeitstitel „The Wasteland“ firmierte. Doch nachdem der 2024 dann tatsächlich erschienene „Furiosa: A Mad Max Saga“ trotz starker Kritiken an den Kinokassen floppte und dem Studio Warner 120 Millionen Dollar Verlust gebracht haben soll, schien das Franchise erst mal wieder auf Eis zu liegen.
Womöglich wird ihm jetzt aber doch wieder neues Leben eingehaucht: So besagen neue Gerüchte, dass „Mad Max: The Wasteland“ nun zu einer Serie umgemodelt werden könnte, die dann beim Warner-Streamingdienst HBO Max erscheinen soll. Die Information stammt vom „Mad Max“-Podcast Mad Max Bible, der bislang nicht für große Enthüllungen und Insider-Informationen wie diese bekannt ist, und ist daher noch mit großer Vorsicht zu genießen. Die Ausführungen könnt ihr euch hier anhören:
Undenkbar wäre es jedoch nicht, ist Warner doch darum bemüht, seine Streaming-Plattform mit Erweiterungen bekannter hauseigener Marken zu füllen, wie etwa „Dune: Prophecy“ oder die kommende „Harry Potter“-Serie zeigen.
"Mad Max: Fury Road"-Prequel-Serie ohne Tom Hardy?
Bei „The Wasteland“ soll es sich um eine weitere Vorgeschichte handeln, die jedoch weitaus näher an der Handlung von „Fury Road“ spielen würde. Demnach setzt die Story der Serie ein Jahr vorher an und zeigt, wie Max Rockatansky sich ein neues Fahrzeug bastelt und auf verschiedene Figuren trifft, bevor er schließlich in die Fänge von Bösewicht Immortan Joe gerät (und damit zum Anfang von „Fury Road“ überleitet).
Einen Drehbuchentwurf für das Projekt gebe es schon länger, wie Miller bereits in der Vergangenheit immer wieder betont hat (Elemente davon sind auch in das „Mad Max“-Videospiel aus dem Jahr 2015 eingeflossen). Bei der Serie soll Miller laut Mad Max Bible aber wohl nicht als Regisseur beteiligt sein, dafür wurde mit Shaun Grant aber angeblich schon ein Autor gefunden.
Das würde einerseits dazu passen , dass sich der 80-jährige Miller eigentlich erst mal anderen Projekten widmen wollte. Andererseits wäre es schon verwunderlich, wenn Miller, der das Franchise gerade auch mit seiner inszenatorischen Handschrift so sehr geprägt hat, sein Baby auf diese Weise aus der Hand geben würde.
Doch wie gesagt: Aktuell ist der Bericht über eine „Mad Max“ vorerst ohnehin nur ein Gerücht – das aber zumindest etwas Hoffnung für die Zukunft der Reihe aufkeimen lässt. Sollte es wirklich dazu kommen, ist allerdings fraglich, ob dann erneut Tom Hardy in die Rolle des titelgebenden Überlebenskämpfers schlüpft. Zumindest schien der „The Dark Knight Rises“-Schurke schon 2024 mit einer weiteren Fortführung abgeschlossen zu haben, wie ihr im folgenden Artikel noch einmal nachlesen könnt:
"Ich denke nicht, dass es passiert": Laut Tom Hardy wird sein angekündigter "Mad Max"-Film wohl nicht mehr kommen