Nach ihrem Durchbruch in der Netflix-Serie „Orange Is The New Black“ mischte Ruby Rose zwischen 2016 und 2018 mittels größerer Parts in „Resident Evil 6: The Final Chapter“, „xXx 3: Die Rückkehr des Xander Cage“, „Meg“ und „John Wick: Kapitel 2“ gleich in vier veritablen Blockbuster-Projekten mit. Dazu kam während dieser Phase auch noch die erfolgreiche Musical-Comedy „Pitch Perfect 3“.
Danach wurde es in Bezug auf Mega-Franchise etwas ruhiger um die Australierin. Dafür darf sie seitdem echte Hauptrollen spielen – einerseits etwa als Titelheldin der DC-Serie „Batwoman“ im TV, andererseits in etwas kleineren Action-Krachern wie dem am Abend seine deutsche TV-Premiere feiernden „The Doorman“. Darin seht ihr Rose an der Seite eines der kultigsten und charismatischsten europäischen Action-Stars überhaupt.
„The Doorman - Tödlicher Empfang“ läuft am heutigen 25. September 2025 um 22.05 Uhr auf Tele 5. Eine Wiederholung folgt in der Nacht vom 26. auf den 27. September um 0.45 Uhr. Alternativ könnt ihr den FSK-16-Reißer aktuell ohne Aufpreis im Rahmen eures Flatrate-Abos bei Amazon Prime Video streamen, allerdings nur noch bis 30. September. Danach fliegt der Film aus dem Flatrate-Programm und es werden dann an derselben Stelle ein paar Euros für ein Video-on-Demand fällig:
Coole Action, doofe Dialoge
Die Anzahl der sich bis heute schamlos am 1980er-Klassiker „Stirb langsam“ mit Bruce Willis im Einzelkämpfer-Modus orientierenden Actionfilme ist nahezu unendlich. Monat für Monat erscheinen neue Werke, die eine einzelne Person gegen eine ganze Gruppe von Bösewicht*innen antreten lassen. „The Doorman - Tödlicher Empfang“ aus dem Jahr 2020 ist nur ein weiteres davon. Und wie so gut wie alle anderen kommt auch die Arbeit von „The Midnight Meat Train“-Macher Kitamura Ryūhei nicht einmal ansatzweise an das meisterhafte Vorbild heran.
Die Besetzung ist mit unter anderem Ruby Rose, dem wie immer supercoolen „Léon - Der Profi“-Titelhelden Jean Reno, dem dagegen herrlich psychopathisch agierenden Norweger Aksel Hennie aus „Der Marsianer - Rettet Mark Watney“ und Rupert Evans („Hellboy“) wahrlich nicht schlecht. Das kann man über das Skript der insgesamt fünf Drehbuchautoren von „The Doorman“ indes nicht sagen: Nicht nur fehlt es an Originalität (einige Ideen und Momente sind nahezu exakt von „Stirb langsam“ übernommen), es gibt auch reichlich Logikfehler beziehungsweise Figuren, die nicht nachvollziehbare Entwicklungen durchmachen, und die Dialoge sind streckenweise schlicht und ergreifend strunzdoof.
Das ist schade, denn das Ambiente des Hauses, das als Hauptschauplatz herhält, ist ansprechend präsentiert. Zudem sind die Action-Sequenzen auch fast durchgehend gut choreografiert und sind nicht allzu überdreht. Leider droht man dabei aufgrund des hektischen Schnitts von „Men In Black: International“-Cutter Matthew Willard hin und wieder etwas die Übersicht zu verlieren.
Wirklich empfehlen können wir euch „The Doorman“ also nicht. Fans der Darsteller*innen oder Komplettist*innen in Sachen „Stirb langsam“-Rip-offs können aber zumindest mal einen Blick riskieren, sollten dabei jedoch nicht allzu sehr auf die Handlung und/oder die gesprochenen Worte achten.
"The Doorman": Das ist die Story
Nach einem katastrophal schief gelaufenen Auslandseinsatz ist Ali Gorski (Ruby Rose) vom Militär desillusioniert und quittiert ihren Dienst als Sergeant der US-Marines. Gorski kehrt nach New York zurück und verdient ihren Lebensunterhalt als Portierin eines luxuriösen Apartmenthauses. In dem Gebäude lebt auch Jon (Rupert Evans) mit den beiden Kindern ihrer verstorbenen Schwester.
Über das Osterwochende will eine Gruppe Kunstdiebe um den skrupellosen Dubois (Jean Reno) in die Wohnung von Gorskis Schwager eindringen. Sind dort doch, lange bevor der Witwer einzog, einige sehr wertvolle Gemälde versteckt worden. Allerdings haben die Verbrecher die Rechnung ohne die erstklassig ausgebildete Ex-Soldatin gemacht, die sie im Alleingang aufhält. Damit hat sich die Angelegenheit aber natürlich noch längst nicht erledigt …
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