"Avatar"-Macher James Cameron verrät: Er hätte beinahe "Wicked" inszeniert, doch ein wichtiges Detail hielt ihn davon ab
Pascal Reis
Pascal Reis
-Redakteur
Pascal liebt das Kino von „Vertigo“ bis „Daniel, der Zauberer“. Allergisch reagiert er allerdings auf Jump Scares, Popcornraschler und den Irrglauben, „Joker“ wäre gelungen.

Wenn man heute über James Cameron spricht, dann ist natürlich vor allem die „Avatar“-Reihe Thema. Wie der Regisseur in einem Podcast erklärt, hatte er vor 15 Jahren aber die Möglichkeit, etwas ganz anderes zu drehen – nämlich „Wicked“!

Disney und seine verbundenen Unternehmen

Ein wenig wehmütig wird man schon, wenn man sieht, dass James Cameron nun offenbar bis zum Ende seiner Karriere an das „Avatar“-Franchise gebunden ist. Nicht falsch verstehen: Die Fantasy-Reihe funktioniert hervorragend als atemberaubendes Überwältigungskino, das man unbedingt auf der größtmöglichen Leinwand erleben sollte. Dennoch hat Cameron zuvor mit Filmen wie „Terminator 2“, „Aliens – Die Rückkehr“ oder „Titanic“ mehrfach – und vor allem sehr vielseitig – bewiesen, welches kreative Potenzial in ihm steckt.

Aber ist es vorstellbar, dass James Cameron bei „Wicked“ Regie führt? Tatsächlich wäre dieser Gedanke vor rund 15 Jahren gar nicht so abwegig gewesen. Nach der Veröffentlichung von „Avatar – Aufbruch nach Pandora“, der zu einem der erfolgreichsten Filme aller Zeiten avancierte, hatte Cameron nämlich die Möglichkeit, das ikonische Musical zu verfilmen – und er war sogar bereit, den Job zu übernehmen!

James Cameron fehlte der richtige Song

Vor Kurzem war der „True Lies“-Regisseur im Podcast The Town With Matt Belloni zu Gast und erklärte dort, dass Filme heute unbedingt Event-Charakter besitzen müssten, um von Studios hohe Budgets zu erhalten und ein Millionenpublikum anzulocken. Als Beispiele nannte Cameron die „Dune“-Filme von Denis Villeneuve, aber auch „Wicked“. Weiter gab er zu Protokoll:

„Ich hätte ‚Wicked‘ damals beinahe verfilmt. Ich liebe die Geschichte wirklich, ‚Der Zauberer von Oz‘ ist schließlich einer meiner Lieblingsfilme, das ist jetzt 15 Jahre her.“

Wie Cameron ausführte, habe er sich damals mit Universal Pictures getroffen, um über seine mögliche Version des 1995 erschienenen Romans von Gregory Maguire – der 2003 seine erfolgreichste Broadway-Musical-Premiere feierte – zu sprechen. Allerdings habe er nicht den passenden Song gefunden, um endgültig den nächsten Schritt zu gehen und den Film tatsächlich zu inszenieren. Ein Musical an sich schloss Cameron für seine Karriere jedoch nicht aus.

Was genau er damit meint, dass ihm „der richtige Song“ gefehlt habe, führt Cameron im Gespräch nicht weiter aus. Vermutlich wollte er – ähnlich wie „Wicked“ von 2024 und „Wicked: For Good“ – auch eigene neue Songs beisteuern und sich nicht ausschließlich auf das musikalische Material des Bühnenmusicals verlassen. Offenbar fand er jedoch nichts, das ihn überzeugte – und so stürzte er sich in die Vorbereitungen für „Avatar: The Way Of Water“, der schließlich 2022 in die Kinos kam.

Mit „Avatar: Fire And Ash“ erwartet uns in diesem Jahr der dritte Teil der Fantasy-Saga. Lange warten müsst ihr auch nicht mehr, bis der Film hierzulande startet: Am 17. Dezember 2025 ist es so weit. Den Trailer könnt ihr euch nachfolgend anschauen:

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