Wer in den 1990ern ins Kino ging, begegnete Leonardo DiCaprio überall. Er war das Leinwandgesicht einer ganzen Generation. Zwischen sensiblen Rollen wie in „Gilbert Grape – Irgendwo in Iowa“ und dem weltweiten Hype nach „Titanic“ formte sich ein Star, der mehr war als nur der blonde Posterboy eines Jahrzehnts. Hinter dem fast engelsgleichen Lächeln verbarg sich schon früh ein Schauspieler, der sich in extreme Rollen warf, der gebrochene Teenager spielte und Hollywood in Staunen versetzte – lange, bevor die ganz großen Regisseure ihn für sich entdeckten.
Doch selbst ein Ausnahmekönner wie DiCaprio hat jemanden, vor dem er regelrecht Ehrfurcht – ja sogar Angst – verspürt. Und diese Offenbarung kam nicht in einem Interview mit ihm selbst, sondern über einen seiner Kollegen.
Das überraschende Geständnis in Jamie Foxx' Wohnzimmer
Es war ein privater Moment, der in einem Gespräch in der Online-Talkshow „ Off Script“ von Jamie Foxx ans Licht kam. In diesem YouTube-Format führte der US-amerikanische Schauspieler („Django Unchained“) zwanglose Gespräche mit Stars und entlockte ihnen so intime Anekdoten, ehrliche Geständnisse und seltene Einblicke aus Hollywood.
Als Denzel Washington zu Gast war, erzählte Foxx ihm von einem Abend, an dem DiCaprio gegenüber unverblümt zugab, wen er im Filmgeschäft am meisten fürchtet: „Weißt du, vor wem ich Angst habe? Vor Denzel, Kumpel. Weil er aussieht, als würde er sich mit diesem Scheiß wirklich auskennen“, soll der „One Battle After Another“-Darsteller zu ihm gesagt haben (via Far Out Magazine)
DiCaprio, der sich sonst an Hollywoods härteste Rollen wagt, sieht in Washington offenbar eine Art Naturgewalt. Eine Persönlichkeit, dessen Präsenz selbst abseits der Kamera bedrohlich wirken kann, weil er – wie DiCaprio sagte – aussieht, als könne er „dir die Luftröhre rausreißen“. Natürlich war das alles scherzhaft gemeint, und in „Off Script“ können sowohl Foxx als auch Washington über DiCaprios Geständnis lachen. Nichtsdestotrotz bleibt in den Worten von Leo ein Kern voller Bewunderung und Respekt. Interessanterweise standen sich die beiden Stars aber noch nie gemeinsam vor der Kamera gegenüber. Vielleicht ganz zur Erleichterung für DiCaprio?
Das macht Denzel Washington so beeindruckend
Dass Denzel Washington gewaltigen Eindruck hinterlässt, überrascht kaum. Neun Oscar-Nominierungen, zwei gewonnene Academy Awards, unzählige ikonische Rollen wie in „Malcolm X“ oder „Glory“– die Liste seiner Leistungen ist lang. Washington ist ein Meister darin, zwischen Held und Antiheld zu wechseln, ohne an Glaubwürdigkeit zu verlieren. Gerade seine düsteren Figuren könnten den Respekt DiCaprios erklären. In „Training Day“ etwa formt Washington den korrupten Cop Alonzo Harris zu einer Figur, die mit Charme, Kälte und absoluter Kontrolle jede Szene dominiert.
Diese Art zu spielen – kompromisslos, fokussiert, emotional, messerscharf – macht Washington zu einem der beeindruckendsten Schauspieler seiner Generation. Und vielleicht ist genau das der Grund für DiCaprios Ehrfurcht: nicht die Gewalttätigkeit mancher seiner Figuren, sondern die Perfektion dahinter.
Auch wenn Leonardo DiCaprio schon längst am Gipfel Hollywoods angekommen ist, gibt es durchaus Projekte, die ihm sehr schwer gefallen sind. Von einem handelt der nachfolgende Artikel:
"Ich wollte meinen Kopf gegen die Wand schlagen": Leonardo DiCaprio verfluchte seine Rolle in diesem Historien-Abenteuer