"Ich wollte meinen Kopf gegen die Wand schlagen": Leonardo DiCaprio verfluchte seine Rolle in diesem Historien-Abenteuer
Jaroslav Sebov
Jaroslav Sebov
-Freier Autor
Erholt sich immer noch von der 8. Staffel "Game Of Thrones" und vertreibt sich die Zeit mit allerhand Fandoms wie "Star Wars", "The Witcher" und "Der Herr der Ringe". Findet, kein anderer Film verdient einen zweiten Teil mehr als "Master And Commander".

Leonardo DiCaprio gehört zu Hollywoods Elite und kann heute frei wählen, was er spielt. Doch vor 27 Jahren übernahm er eine Rolle, die ihm den letzten Nerv raubte und ihn fast in die Knie zwang.

Nach „Titanic“ konnte Leonardo DiCaprio eigentlich nichts mehr aufhalten: Er hatte Millionen von Fans, machte sich berechtigte Oscar-Hoffnungen, und bald standen die großen Regisseure förmlich bei ihm Schlange – von Steven Spielberg („Catch Me If You Can“) bis hin zu Martin Scorsese („Gangs Of New York“).

Mit seinem ersten Film nach dem rekordesprengenden Welterfolg konnte er aber zunächst nur in Teilen an diesen Triumph anknüpfen – „Der Mann in der eisernen Maske“, basierend auf Alexandre Dumas' berühmtem Roman, wurde zwar zum Kassen-Hit, doch die Kritik zeigte sich nicht sonderlich begeistert von dem Historien-Abenteuer. Zudem brachte ihm die Rolle viel Kummer ein, wie er im Nachhinein zugab.

Der Mann in der eisernen Maske
Der Mann in der eisernen Maske
Starttermin 9. April 1998 | 2 Std. 12 Min.
Von Randall Wallace
Mit Leonardo DiCaprio, Jeremy Irons, John Malkovich
Pressekritiken
3,0
User-Wertung
3,6
Filmstarts
2,0
Im Stream

Die erste Hürde für den jungen Schauspieler: Er musste gleich zwei Figuren spielen – sowohl den arroganten Sonnenkönig Ludwig XIV. als auch dessen geheim gehaltenen Zwillingsbruder Philippe. Ein Doppelpack, das für DiCaprio zu einer der schlimmsten Erfahrungen seiner jungen Karriere wurde. Das lag vor allem an der titelgebenden Maske! In einem Interview mit The Standard gab DiCaprio unverblümt zu Protokoll: Schon nach zehn Minuten in dieser Maske wollte ich meinen Kopf vor Frust gegen die Wand schlagen.“

Leonardo DiCaprio hätte fast "einen Nervenzusammenbruch" bekommen

Die Strapazen gingen dabei weit über bloßes Unbehagen hinaus. Das Metall drückte, kratzte, raubte ihm die Luft und damit auch fast den Verstand. Oder wie DiCaprio es selbst ausdrückt: Ich trug sie eine Weile, bis sie ein Teil von mir wurde. Ich musste mich ständig dagegen wehren, nicht mein Gesicht zerkratzen zu wollen.“

Für den damals 23-Jährigen war klar: Noch länger hätte er diese Folter nicht durchgehalten. „Ich hätte einen Nervenzusammenbruch bekommen, wenn ich drei Monate lang so hätte drehen müssen.“ Bitteres Nachspiel: Seine Doppelrolle brachte ihm nicht einmal ausschließlich Ruhm ein, sondern auch den Negativpreis Goldene Himbeere als „schlechtestes Leinwandpaar“ – seine einzige „Auszeichnung“ dieser Art.

Um einen anderen Tiefpunkt seiner frühen Karriere dreht sich der nachfolgende Artikel:

Leonardo DiCaprio gibt zu, dass er in einem der schlechtesten Filme aller Zeiten zu sehen war: "Muss sicherstellen, dass so etwas nie wieder passiert"
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