Langsam aber sicher geht Scott Adkins auf die 50 zu. Allzu lange bleibt dem englischen Actionstar also nicht mehr, um den großen Durchbruch in Hollywood doch noch zu schaffen. Denn auch wenn es der 49-Jährige als Nebendarsteller in Blockbuster wie „Das Bourne Ultimatum“, „Doctor Strange“ und „John Wick 4“ schaffte und darin regelmäßig glänzt, endet er letztlich doch nur als Kanonenfutter. Doch Scott Adkins hat das Rampenlicht verdient …
… wie er spätestens seit den frühen 2000ern eindrucksvoll in zahlreichen B-Movies aus dem Action-Fach unter Beweis stellt. Nachdem er an der Seite von unter anderem Jackie Chan („Spion wider Willen“) und Jet Li („Unleashed“) glänzte, eroberte er spätestens mit „Undisputed II“ und „Undisputed III“ die Herzen zahlloser Klopper-Connaisseure. Auch ihr habt für die spektakulären Knast-Kracher einiges übrig? Dann solltet ihr unbedingt auch Adkins' neuesten Streich auf eure Watchlist packen, in dem er ebenfalls hinter Schloss und Riegel mächtig austeilt:
Denn „Prisoner Of War“ erscheint am 4. Dezember auf DVD und Blu-ray – und weckt durchaus Erinnerungen an Scott Adkins' „Undisputed“-Kracher! Wer lieber streamt, wird unter anderem bei Amazon Prime Video* fündig, wo das neueste Adkins-Vehikel als kostenpflichtiges Video-on-Demand erhältlich ist.
Die Mischung aus Kriegsfilm-Reißer, Martial-Arts-Feuerwerk und Survivaldrama erreicht am Ende zwar nicht ganz die Qualität der erwähnten Yuri-Boyka-Saga, schlägt allerdings unverkennbar in dieselbe Kerbe – und punktet vor allem, wenn es darum geht, Scott Adkins in Szene zu setzen.
Das erwartet euch in "Prisoner Of War"
Dass Regisseur Louis Mandylor genau weiß, wie er seinen Star glänzen lassen kann, überrascht dabei nicht. Denn auch wenn der gebürtige Australier vorwiegend als Schauspieler tätig ist – als solcher hatte er eben schon mehrmals das Vergnügen, Seite an Seite mit Scott Adkins zu agieren. Vor allem im Zuge der „Debt Collector“-Filme, in denen die beiden als Buddy-Duo prächtig harmonieren, konnte Mandylor seinem späteren Hauptdarsteller bereits genau auf die Finger (oder besser: auf die Fäuste) schauen. In „Prisoner Of War“ setzt er seine Learnings nun äußerst gekonnt in die Tat um.
Nicht falsch verstehen: Euch erwartet hier kein Meisterwerk, das irgendetwas bietet, was man so nicht schon mal gesehen hat. Und doch ist es eine regelrechte Wohltat, wenn ein simpler Film seine Tugenden genau kennt – und innerhalb seiner Möglichkeiten das Maximum aus ihnen herausholt. Und genau das ist hier der Fall.
Scott Adkins ist charismatisch wie eh und je, bekommt jede Menge Gelegenheiten, in Superzeitlupe durch die Lüfte zu sausen und seine Widersacher dem Erdboden gleichzumachen – und auch der zuweilen generische Plot ist absolut ausreichend, um uns über 100 Minuten bei der Stange zu halten und zwischenzeitlich sogar Spannung aufkommen zu lassen. Darüber hinaus sieht der Streifen für eine Direct-to-Video-Produktion auch noch verdammt gut (und besser als einige von Adkins' Low-Budget-Produktionen) aus. Kurzum: Man muss also gar kein Scott-Adkins-Allesgucker sein, um von „Prisoner Of War“ bestens unterhalten zu werden!
Und darum geht's: James Wright (Scott Adkins) ist ein britischer Offizier der Special Air Forces, den im Zweiten Weltkrieg nicht etwa der schnelle Tod, sondern ein Leben in Gefangenschaft erwartet. Festgehalten in einem Lager auf den Philippinen, erlebt er tagtäglich Folter und Erniedrigungen. Und nicht nur das: Zur Unterhaltung von Kommandant Benjiro Ito (Peter Shinkoda) sollen er und die anderen Gefangenen auch noch in tödlichen Kämpfen gegeneinander antreten, bevor schließlich auch die Überlebenden auf den berüchtigten Todesmarsch von Bataan geschickt werden. Doch Wright ist fest entschlossen, gegen die Unterdrückung anzukämpfen – und sich den Weg in die Freiheit zu bahnen. Koste es, was es wolle…
Pünktlich vor Weihnachten werden Martial-Arts-Fans übrigens noch mit einem ganz besonderen Heimkino-Highlight beschenkt, wie ihr an anderer Stelle genauer nachlesen könnt:
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