Horror-Überraschungshit und neuer Film vom "Poor Things"-Macher mit dabei - Meisterregisseur nennt seine Lieblingsfilme 2025
Björn Schneider
Björn Schneider
-Freier Autor
Seit Björn als Kind „Spiel mir das Lied vom Tod“ und „Hook“ gesehen hat, ist er vom Medium Film und seinen (audio-)visuellen Möglichkeiten fasziniert. Am liebsten schaut er Horror, Western, Mystery und Thriller. Musicals und romantische Komödien kosten ihn allerdings Überwindung.

Der Traumfabrik mangelt es an Ideen und sie setzt nur noch auf Fortsetzungen – ein oft gehörter Vorwurf. Ganz anderer Meinung ist Regie-Visionär P. T. Anderson („Magnolia“), der 2025 als großes Filmjahr feiert. Hier sind seine absoluten Favoriten.

Warner Bros.

Das Filmjahr neigt sich langsam aber unaufhörlich dem Ende entgegen und da ist es mal wieder an der Zeit, Bilanz zu ziehen. So darf man sich schon jetzt auf die vielen Jahresbestenlisten und Rankings der stärksten Filme 2025 freuen, die bald auf uns zukommen werden. Einer weiteren Sache darf man sich schon jetzt fast sicher sein: der Kritik, die immer wieder an Hollywood und der scheinbar weiter abnehmenden Risikobereitschaft der Studios geübt wird.

Denn schon seit langem stören sich nicht wenige Kritiker, Branchenexperten und vor allem auch Filmfans an den vielen Remakes, Fortsetzungen und Reboots. Sind die Verantwortlichen der Traumfabrik von Profitgier getrieben und letztlich zu risikoscheu? Fehlt es an kreativen Einfällen und am Mut, mit frischen, unverbrauchten Stoffen Neues zu wagen? Diese Kritik und Fragen sind bekanntlich nicht neu – aber sie sorgen doch stets für hitzige Diskussionen.

Jenen Debatten will sich Regie-Visionär Paul Thomas Anderson („There Will Be Blood“) nicht anschließen. Im Gegenteil: Der „One Battle After Another“-Macher kann die Kritik nicht verstehen. Stattdessen ist er vom bald ablaufenden Filmjahr hellauf begeistert – und nennt auch gleich noch seine ganz persönlichen Lieblinge der letzten Monate!

"Es gibt keinen Grund sich zu beschweren"

Anderson zufolge wage sich Hollywood durchaus an neue Konzepte und originelle Inhalte, wie er im Interview mit der französischen Zeitung Le Monde anlässlich seines Films „One Battle After Another“ sagte. „Die ganze Industrie beschwert sich immerzu und es gibt ständig diese Untergangsszenarien“, so Anderson (via World of Reel). Und ergänzte salopp: „Wer sich bei diesen Filmen beschweren will, sollte erstmal runterkommen.“

Mit „diesen Filmen“ meinte Anderson jene Werke, die er dieses Jahr selbst am liebsten mochte. Eddington‘, ‚Weapons‘, ‚Bugonia‘, ‚Nouvelle Vague‘ und ‚Blue Moon‘ von Richard Linklater, ‚Sentimental Value‘ und ‚Marty Supreme‘, der bald herauskommt.“ All diese Filme würden laut Anderson beweisen, dass 2025 alles war – nur kein schwaches Filmjahr! Ergänzend erwähnte er auch noch Ryan Cooglers megagehypten Vampir-Horror-Hit „Blood & Sinners“ mit Michael B. Jordan, der weltweit unfassbare 367 Millionen Dollar einspielte.

Diese bunte Auswahl an Film-Favoriten offenbart zudem den vielseitigen Geschmack des Meisterregisseurs, der den neuen Film des „Poor Things“-Machers Yorgos Lanthimos (die abgefahrene Sci-Fi-Komödie „Bugonio“) demnach ebenso schätzt wie einen der größten Horror-Überraschungshits in diesem Jahr (Zach Creggers „Weapons“).

In einem anderen Punkt allerdings gab Anderson vielen Kritikern recht. „Ich finde, dass Inhalte zu schnell auf Streaming-Plattformen landen. Das ist ärgerlich.“ Der Regisseur äußerte sich damit zur Diskussion, dass zu viele Filme nach zu kurzer Zeit – oder gar direkt (also ohne Kinoauswertung) – bei den Streaming-Anbietern veröffentlicht werden. Dabei handelt es sich um eine der zentralen Debatten der Branche und unter Fans, die ebenso kontrovers diskutiert wird wie oben beschriebene inhaltliche Qualität moderner Hollywood-Produktionen.

Zwei Jahre vor dem international gefeierten Episoden-Meisterwerk „Magnolia“ gelang Anderson mit einem starbesetzten Film der Durchbruch, der den Aufstieg und Fall eines drogensüchtigen Pornodarstellers porträtiert. Kürzlich feierte die Tragikomödie, die längst zum Kanon der unverwüstlichen 90er-Klassiker zählt, ein lange erwartetes Heimkino-Comeback. Mehr dazu gibt es im folgenden Artikel:

Meisterwerk vom "One Battle After Another"-Macher feiert Heimkino-Comeback – Mark Wahlberg ersetzte einst Leonardo DiCaprio als Hauptdarsteller!

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