Heute im TV: Die Kritiker hassten ihn, das Publikum ignorierte ihn – und doch liebt Sylvester Stallone seinen Thriller!
Oliver Kube
Oliver Kube
-Freier Autor & Kritiker
Oliver Kubes Lieblingsfilme mit Sylvester Stallone sind "Cop Land", "Rambo", "Rocky", "Flucht oder Sieg" und "Cliffhanger". Immer wieder gern schaut er aber auch "Rocky II, III & IV" sowie "Demolition Man".

Sylvester Stallone als brutaler Gangster auf einem gnadenlosen Rachefeldzug: Wer das sehen möchte, kann am späteren Abend das Fernsehgerät einschalten und einen der persönlichen Lieblingstitel des Superstars aus seiner Filmografie schauen.

Ihr mögt Sylvester Stallone in seiner aktuellen Serienrolle als Mafia-Mitglied in „Tulsa King“? Dann solltet ihr wohl auch „Get Carter - Die Wahrheit tut weh“ anschauen, den Sly selbst für einen seiner besten Filme und eine Art inoffizielles Prequel zu seiner Hit-Serie hält. Mehr dazu etwas weiter unten in diesem Artikel.

Get Carter - Die Wahrheit tut weh“ läuft am heutigen 11. Dezember 2025 um 22.25 Uhr auf Tele 5. Eine Wiederholung folgt am 12. Dezember um 23.50 Uhr. Falls euch diese Termine zu spät am Abend sein sollten, ist der FSK-16-Titel auch als Blu-ray zu haben:

Wie gut ist "Get Carter"?

Der vom primär als TV-Regisseur arbeitenden Stephen T. Kay („Yellowstone“, „Sons Of Anarchy“) inszenierte „Get Carter“ ist ein 2000 entstandenes Remake des Crime-Thrillers „Jack rechnet ab“ (1971). Beide Filme basieren auf dem gleichnamigen Roman* von Ted Lewis.

Neben Sylvester Stallone standen unter anderem Stars wie Miranda Richardson („The Crying Game“), Rachael Leigh Cook („Eine wie keine“), Alan Cumming („James Bond 007 - GoldenEye“), Mickey Rourke („Sin City“), „Scrubs“-Fan-Favorit John C. McGinley und Rhona Mitra aus „Das Leben des David Gale“ vor der Kamera. Dazu kommt noch „The Dark Knight“-Star Michael Caine in einer Nebenrolle. Die Leinwand-Legende hatte Stallones Part im Originalfilm gespielt.

Das klingt doch ziemlich vielversprechend, oder? Und in der Tat ist Sylvester Stallone als Antiheld auf der Suche nach Rache für seinen toten Bruder durchaus überzeugend. Dennoch ist der daraus resultierende Film nicht wirklich gut, sondern in nahezu allen restlichen Belangen herzlich mittelmäßig. Die von England in die USA verlegte Story kommt fast komplett ohne Tiefe daher, die meisten Charaktere sind eindimensional geschrieben und die Inszenierung ist – trotz eines recht stylischen Looks – leider arg einfallslos.

Get Carter - Die Wahrheit tut weh
Get Carter - Die Wahrheit tut weh
Starttermin 16. August 2001 | 1 Std. 42 Min.
Von Stephen T. Kay
Mit Sylvester Stallone, Miranda Richardson, Michael Caine
User-Wertung
3,3

Von der US-Kritik wurde „Get Carter“ nahezu unisono in die Pfanne gehauen. Bei Rotten Tomatoes, einer Sammelseite für professionelle Filmbesprechungen, kommen lediglich elf Prozent der Rezensionen zu einem positiven Fazit (Stand: 9. Dezember 2025). Bei den Golden Raspberry Awards wurde „Get Carter“ schließlich sogar in der Kategorie „Schlechtestes Remake des Jahres“ nominiert. An den Kinokassen war der Streifen ein krasser Flop. Bei einem Produktionsbudget von über 60 Millionen Dollar konnte er weltweit nicht einmal ein Drittel davon wieder einspielen.

Wie oben erwähnt ist „Get Carter“ gerade mal durchschnittlich. Wer Stallone aber als eiskalten Rächer sehen möchte und auf düster-coole Szenarien steht, kann hier zumindest mal einen Blick riskieren.

Das schwache Abschneiden bei Kritik und Publikum hält Sylvester Stallone selbst nicht davon ab, „Get Carter“ zu seinen besten Arbeiten zu zählen. In einem Interview nannte der „Rocky“- und „Rambo“-Superstar den Film „wirklich unterschätzt“. Zudem sieht er Parallelen zwischen der von ihm darin gespielten Figur und seiner aktuellen Rolle als Gangsterboss in der Serie „Tulsa King“. Mehr dazu lest ihr in folgendem Artikel:

"Vor 25 Jahren habe ich in einem meiner besten Filme mitgespielt": Diesen Thriller hält Sylvester Stallone für "wirklich unterschätzt"

"Get Carter": Das ist die Story

Jack Carter (Sylvester Stallone) arbeitet als Vollstrecker und Geldeintreiber für die lokale Mafia in Las Vegas. Als sein Bruder Ritchie bei einem Autounfall unter Alkoholeinfluss stirbt, kehrt Carter in seine Heimatstadt Seattle zurück, um an der Beerdigung teilzunehmen. Dabei berichtet ihm seine Nichte Doreen (Rachael Leigh Cook), dass ihr Vater nicht getrunken hätte und dass sie glaubt, etwas an dem Crash würde nicht stimmen.

Carter fängt noch auf der Trauerfeier an, die anderen Gäste zu befragen – was Ritchies Witwe Gloria (Miranda Richardson) wütend macht. Sie gibt ihm sogar die Schuld am Tod seines Bruders, da er sich nicht um ihn gekümmert hätte. Carters Ermittlungen lassen ihn vermuten, dass der Unfall tatsächlich keiner war, und dass Ritchie ermordet worden sein muss. Daraufhin startet er einen gnadenlosen Ein-Mann-Rachefeldzug, um die Verantwortlichen zur Rechenschaft zu ziehen.

Habt ihr schon mitbekommen, dass die „The Expendables“-Reihe offenbar doch noch nicht am Ende ist? Im folgenden Artikel lest ihr, wie es mit dem Action-Franchise weitergehen soll:

Neues "The Expendables"-Projekt soll kommen – wird es Teil 5 oder ein Reboot der Action-Reihe mit Sylvester Stallone?

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