Wer an Sylvester Stallone denkt, hat natürlich sofort „Rocky“, „Rambo“ oder „The Expendables“ im Kopf. Folgerichtig hat die FILMSTARTS-Community den Auftakt zu einem Kult-Franchise zum besten Stallone-Film überhaupt gewählt. Doch welche seiner bisherigen Werke liegen der Action-Ikone selbst besonders am Herzen?
Da wäre zum einen ein Kracher von 2008, der zum Brutalsten gehört, was das Actionkino der vergangenen 20 Jahre zu bieten hat – und auf den Stallone gerade deshalb besonders stolz ist. Und auch ein selbst von Fans oftmals vergessener Film steht hoch in der Gunst des heute 78-Jährigen: „Get Carter“ – ein Remake des gleichnamigen Michael-Caine-Klassikers von 1971, der hierzulande auch unter dem Titel „Jack rechnet ab“ geläufig ist.
Als der Thriller im Jahr 2000 auf die Leinwand kam, war er ein Mega-Flop: Gerade einmal 19,4 Millionen US-Dollar konnte „Get Carter“ in die Kinokassen spülen – also nicht mal ein Drittel seines Budgets von 63,5 Millionen. Zudem ließ die Fachpresse kaum ein gutes Haar an dem Film.
Die US-amerikanische Kritiken-Sammelseite Rotten Tomatoes zählt so gerade einmal 11 Prozent an überwiegend positiven Rezensionen. Der Konsens wird in Anspielung auf einen Kurzauftritt des Originalstars wie folgt zusammengefasst: „Michael Caine taucht auf, um seinen Gehaltscheck einzustreichen – und das gilt auch für alle anderen in diesem routinierten, mittelmäßigen Remake.“
Sylvester Stallone würde da wohl lauthals widersprechen, schließlich nannte er „Get Carter“ bereits vor Jahren in einem Interview mit The Hollywood Reporter „wirklich unterschätzt“. Auf seinem Instagram-Account bekundete der „Cliffhanger“-Star unlängst erneut seine Zuneigung zu dem verschmähten Werk – und zog dabei eine Parallele zu einem seiner jüngsten Hits:
„Es ist interessant, dass ich vor 25 Jahren in einem meiner BESTEN Filme mitgespielt habe, dem unterschätzten ‚Get Carter‘. Und wenn ich jetzt an diesen Film zurückdenke, habe ich das Gefühl, dass ich mich damit unbewusst darauf vorbereitet habe, Dwight Manfredi in ‚Tulsa King‘ zu spielen […]. Also sagen wir einfach, dass ‚Get Carter‘ das Prequel zu ‚Tulsa King‘ ist!“
In „Get Carter“ spielt Stallone einen skrupellosen, unerbittlichen Gangster, der den Tod seines Bruders rächen will. In den bislang zwei Staffeln der von Taylor Sheridan geschaffenen Serie „Tulsa King“ wiederum verkörpert er einen Ex-Paten der New Yorker Mafia, der nach 25 Jahren Gefängnis beschließt, ein neues Verbrecherimperium aufzubauen. Die Parallelen sind also nicht von der Hand zu weisen – und für Stallone-Fans wäre es sicher interessant, „Get Carter“ unter dieser Prämisse noch mal eine Chance zu geben!
Wenn ihr wissen wollt, welchen Film Stallone bis heute bereut, dann lest auch den nachfolgenden Artikel:
"Der größte Fehler, den ich je gemacht habe": Diesen Sci-Fi-Actioner wird Sylvester Stallone für immer bereuenDies ist eine aktualisierte Wiederveröffentlichung eines bereits auf FILMSTARTS erschienenen Artikels. Ein ähnlicher Artikel ist bereits auf unserer französischen Schwesternseite AlloCiné erschienen.
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