"Gladiator" trifft "Braveheart": Action mit "James Bond"-Star heute das 1. Mal im TV
Björn Becher
Björn Becher
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Seit mehr als 20 Jahren schreibt Björn Becher über Filme und Serien. Hier bei FILMSTARTS.de kümmert er sich um "Star Wars" - aber auch um alles, was gerade im Kino auf der großen Leinwand läuft.

Wer kein Problem damit hat, wenn es bei Historien-Epen auf den Spuren von „Gladiator“ und „Braveheart“ auch mehrere Nummern kleiner zugeht, ist bei diesem TV-Hinweis genau richtig.

Mit „Boudica: Aufstand gegen Rom“ feiert heute eine Historien-Actioner seine deutsche Free-TV-Premiere. Inszeniert wurde der Film von einem echten Action-Spezialisten, der hier mal wieder eine besondere Expertise unter Beweis stellt. Mit „James Bond“- und Marvel-Star Olga Kurylenko als unerschrockene Kriegerin, die zur Legende wurde, gibt es zudem eine starke Hauptdarstellerin.

Sehen könnt ihr „Boudica: Aufstand gegen Rom“ am heutigen Samstag, den 13. Dezember 2025, ab 22.25 Uhr auf Tele 5. Eine Wiederholung gibt es in der Nacht von Sonntag auf Montag ab 0.05 Uhr. Alternativ zeigte Tele 5 „Boudica“ vom 14. Dezember 2025 bis 13. Januar 2026 in der hauseigenen Mediathek, wo der Film komplett kostenlos gestreamt werden kann.

Die Rebellion der Underdogs

„Boudica: Aufstand gegen Rom“ basiert auf der legendären Geschichte der gleichnamigen Königin der Icener, die im 1. Jahrhundert nach Christus im heutigen England einen gewaltigen Aufstand gegen die römische Besatzungsmacht anführte.

Im Film lernen wir Boudica (Olga Kurylenko) als treue Frau des Königs Prasutagus (Clive Standen) von Iceni kennen. Selbst nachdem ihr Mann getötet wird, versucht sie noch irgendwie, eine friedliche Koexistenz mit den Besatzern zu sichern. Doch nachdem die Römer ihre Versprechen brechen, ihre Töchter misshandeln und ihr Volk brutal ausbeuten, führt das Boudica auf einen Pfad der Rache und Rebellion. Nach und nach gelingt es ihr dabei, immer mehr der zersplitterten keltischen Stämme zu vereinen. Doch die Übermacht der römischen Legionen scheint zu groß...

Wenig Budget – doch Jesse V. Johnson macht mal wieder das Beste draus

Mit Werken wie „Accident Man“, den „The Debt Collector“-Filmen und vor allem dem brachialen Action-Highlight „Avengement – Blutiger Freitag“ hat sich Jesse V. Johnson eine große Fangemeinde im B-Movie-Bereich aufgebaut. Seine größte Kunst ist es dabei: Er kann Filme immer wieder viel, viel teurer aussehen lassen, als sie wirklich waren. Denn oft stehen ihm nur Mikro-Budgets von eins bis zwei Millionen Dollar zur Verfügung, seine Filme sehen aber so aus, als würden sie mindestens das zehn- bis zwanzigfache kosten.

Bei „Boudica: Aufstand gegen Rom“ fällt das natürlich besonders ins Gewicht und wir wollen nicht um den heißen Brei reden. Das Budget ist unbekannt, dürfte aber deutlich unter fünf Millionen Dollar gelegen haben. Die sehr begrenzten Ressourcen bei Setdesign, CGI und in vielen weiteren Punkten sind immer wieder sichtbar. Johnson zeigt zwar auf den Spuren von „Gladiator“ das römische Imperium als übermächtige Maschinerie und setzt dazu auch mal eine etwas opulentere Schlachtszenen ein. Er inszeniert einen nationalen Befreiungskampf wie in „Braveheart“ mit ungebrochenem Pathos. Doch so sehr sich Vergleiche mit diesen Hollywood-Blockbustern anbieten, spielt „Boudica“ in Sachen Bildgewalt gleich mehrere Ligen tiefer. Es ist trotzdem bemerkenswert, was Johnson aus den sichtbar begrenzten Mitteln herausholt.

Olga Kurylenko überzeugt als Kriegerkönigin

Auf die historisch ohnehin umstrittenen, weil fast nur aus römischen Quellen überlieferten Details der Geschichte konzentriert sich Johnson dabei kaum. Ihm geht es um die dramatische Zuspitzung und möglichst viel brachiale Wucht. Darauf zahlt auch die größte Stärke des Films neben der Expertise des Regisseurs ein: Olga Kurylenko. Die unter anderem aus „James Bond 007: Ein Quantum Trost“ bekannte Schauspielerin stemmt die Rolle der Boudica mit intensiver physischer Präsenz und einer Härte, die perfekt in die kompromisslose Inszenierung passt.

Vor allem haben Johnson und Kurylenko in ihrer nach „White Elephant“ und vor „Chief Of Station“ zweiten von mittlerweile bereits drei Zusammenarbeiten kräftig Spaß, in die Vollen zu gehen. Da darf die Performance der Darstellerin auch mal ziemlich abgefahren und bewusst over-the-top sein.

Wer wie der Autor dieser Zeilen ein Freund von B-Movies ist und kein Problem damit hat, wenn etwas auch mal günstiger aussieht, bekommt mit „Boudica“ so eine raue, direkte und überraschend intensive Interpretation der legendären Freiheitskämpferin – angeführt von einer starken Olga Kurylenko. Mit einer Laufzeit von auch nur rund 100 Minuten gibt es hier kantiges, schnörkelloses Historien-Actionkino – wenn auch mit deutlichen, nicht nur aber vor allem finanziell bedingten Schwächen.

Noch mehr Action gibt es in der nachfolgenden Streaming-Ankündigung:

Neu auf Amazon Prime Video: Krachende Blockbuster-Action mit Brad Pitt – vom "Bourne"- & "Road House"-Macher

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