Mads Mikkelsen ist einer der meistbeschäftigten großen Filmschauspieler des 21. Jahrhunderts. Dabei mischt der charismatische Däne ebenso gern in gigantischen Blockbustern wie „Rogue One: A Star Wars Story“, „James Bond 007 - Casino Royale“, „Doctor Strange“ oder „Indiana Jones und das Rad des Schicksals“ mit wie in deutlich kleineren, aber nahezu durch die Bank sehenswerten Indie-Projekten. Eines aus letzterer Kategorie könnt ihr zur Primetime schauen:
„Arctic“ läuft am heutigen 17. Dezember 2025 um 20.15 Uhr auf arte. Zudem steht der Film aktuell als Gratis-Stream in der Mediathek des Senders zur Verfügung. Alternativ ist der FSK-12-Titel als Blu-ray und DVD* oder als kostenpflichtiges Video-on-Demand zu haben:
Falls ihr Amazon-Prime-Kund*in sein solltet, könnt ihr das Abenteuer unter dem obigen Link übrigens ganz ohne Aufpreis streamen. Dazu müsst ihr euch lediglich für den siebentägigen Gratis-Test des Superfresh-Channels anmelden. Sofern ihr nicht wieder stornieren wollt, werden nach dem Probezeitraum 6,99 Euro pro Monat fällig.
Gelungenes Regiedebüt, geschaffter Hauptdarsteller
Der 2019 in Deutschland leider nur direkt fürs Heimkino erschienene „Arctic“ ist der erste Langfilm des Filmemachers und Musikers Joe Penna („Stowaway - Blinder Passagier“). Der Brasilianer schrieb auch das Drehbuch zusammen mit seinem Chef-Cutter Ryan Morrison („Tornado“) – und profitierte zudem immens von den Qualitäten seines Hauptdarstellers Mads Mikkelsen.
Da der „Adams Äpfel“-Star über weite Strecken der Laufzeit allein im Bild ist, hat er kaum Dialog, muss also das Gros seiner Arbeit mit Mimik und Körpersprache erledigen – was er grandios macht. Es ist offensichtlich, dass Mikkelsen sich hier von Penna an die Grenzen des Machbaren treiben ließ und alles gegeben hat. Es verwundert nicht, dass er – trotz all der aufwendigen und körperlich oft anspruchsvollen Blockbuster, an denen er schon beteiligt war – den dreiwöchigen Dreh zu „Arctic“ im Norden Islands als den härtesten und schwierigsten seiner illustren Karriere bezeichnet.
Aber die Entbehrungen und Frostbeulen haben sich gelohnt. „Arctic“ ist ein zwar nicht unbedingt temporeicher, aber dennoch mitreißender Film geworden, dem es dank seiner beeindruckenden Bilder und der eisigen Atmosphäre gelingt, uns als Zusehende zu fesseln. Sehr erfreulich ist dabei, dass Penna bei seinem Werk nicht auf billige Action und/oder Überdramatisierung, sondern auf Authentizität setzt, um Spannung zu erzeugen und die Ausweglosigkeit der gezeigten Situation zu verdeutlichen. Diese Herangehensweise lässt den Film stark (nach)wirken und schickt tatsächlich immer wieder kalte Schauer über den Rücken seines Publikums. Aber zum Glück können wir uns ja eine Decke schnappen, während wir vom Sofa aus mit dem Protagonisten mitzittern.
"Arctic": Das ist die Story
Der Polarforscher Overgård (Mads Mikkelsen) strandet nach einem Flugzeugabsturz allein in der Arktis. Um sich vor Eisbären sowie den erbarmungslosen Minusgraden und Winden zu schützen, verschanzt er sich im Wrack der gecrashten Ein-Mann-Maschine und hofft auf Rettung. Sich ohne jede Orientierung zu Fuß auf den Weg durch die Eiswüste zu machen, wäre nämlich glatter Selbstmord. Als er die Hoffnung fast schon aufgegeben hat, scheint endlich die langersehnte Hilfe in Form eines Hubschraubers zu kommen.
Doch dann zieht eine starke Windböe auf und es ereignet sich ein folgenschwerer Unfall, der Overgård dazu zwingt, sich nun auch noch um die schwerverletzte Co-Pilotin (Maria Thelma Smáradóttir) des zerstörten Helikopters zu kümmern. Mit den Überresten des Helikopters ergeben sich allerdings neue Möglichkeiten und der verzweifelte Mann steht vor einer Entscheidung: Sollen er und sein nur sporadisch bei Bewusstsein befindlicher Schützling weiter an dem zumindest halbwegs sicheren Ort verharren oder doch versuchen, sich selbst in die Zivilisation durchzukämpfen? Denn wann beziehungsweise ob überhaupt noch eine weitere Rettungsmission kommt, steht in den Sternen…
Ein anderer, hochinteressant klingender Film mit Mads Mikkelsen in Eis und Schnee erwartet uns in absehbarer Zukunft. Alles, was wir bisher über „Sirius“ wissen, erfahrt ihr im folgenden Artikel:
Nachdem er 12 Jahre (!) mit Christopher Nolan zusammengearbeitet hat: Oscar-Preisträger dreht Action-Thriller "Sirius" mit Mads Mikkelsen*Bei den Links zum Angebot von Amazon handelt es sich um sogenannte Affiliate-Links. Bei einem Kauf oder beim Abschluss eines Abos über diese Links erhalten wir eine Provision. Auf den Preis hat das keinerlei Auswirkung.