Mit einer mehr als zweistündigen Folge ist der Netflix-Megahit „Stranger Things“ jetzt nach fast zehn Jahren gebührend zu Ende gegangen. Um den Blockbuster-Dimensionen und dem Status als Popkultur-Phänomen gerecht zu werden, hat Netflix das Finale in den USA parallel zum Release auf der Streamingplattform auch ins Kino gebracht. Und das mit großem Erfolg – von dem Netflix selbst jedoch nichts hat (dazu weiter unten mehr).
Am Silvesterabend und an Neujahr liefen ausverkaufte Vorstellungen der letzten „Stranger Things“-Episode in über 620 US-Kinos. Insgesamt sollen stolze 1,3 Millionen Plätze in den Lichtspielhäusern reserviert worden sein – und damit mehr als beim ebenfalls auf der großen Leinwand gezeigten Netflix-Phänomen „KPop Demon Hunters“.
Allerdings gab es eine Sonderregelung: Die Kinobetreiber durften für das „Stranger Things“-Event keine klassischen Eintrittskarten verkaufen, da die vertraglichen Regelungen der Darsteller zu sogenannten Residuals (jährliche Zahlungen für erneute Ausstrahlungen oder Wiederaufführungen) dies untersagen. Um dies zu umgehen, reservierten Netflix und die Kinoketten die Plätze stattdessen über Verzehrgutscheine. Bei der größten US-Kinokette AMC (in denen rund 753.000 „Stranger Things“-Fans das Finale schauten) kostete ein solcher Gutschein 20 Dollar pro Sitzplatz. Einige andere Filmtheater verlangten hingegen 11 Dollar, in Anspielung auf die von Millie Bobby Brown gespielte Hauptfigur der Serie.
25 bis 30 Millionen Dollar für das "Stranger Things"-Finale
In Summe sollen so Beträge von 25 bis 30 Millionen Dollar an den zwei Kino-Spieltagen für das „Stranger Things“-Finale zusammengekommen sein – nur dass es sich hierbei eben nicht um ein herkömmliches Box-Office-Einspiel, sondern um Einnahmen aus dem Verkauf von Snacks und Getränken handelt, die vollständig bei den Kinobetreibern verbleiben und nicht wie bei einem regulären Studiofilm geteilt werden müssen (zum Vergleich: „Avatar 3: Fire And Ash“ erzielte im selben Zeitraum über Ticketverkäufe 23,7 Millionen Dollar an den US-Kinokassen).
Auch wenn Netflix somit also nicht direkt finanziell von der Kino-Auswertung profitiert, hat das Ganze nur noch mehr zum Hype um das „Stranger Things“-Ende beigetragen. Und der macht sich natürlich auch beim Streamingdienst selbst mehr als bemerkbar, wo das Retro-Mystery-Phänomen aktuell wieder in fast allen Netflix-Ländern die Liste der derzeit meistgestreamten Serien anführt. Dass „Stranger Things 5“ am Ende auch einen Platz unter den erfolgreichsten Netflix-Staffeln aller Zeiten ergattern wird, ist im Grunde schon gesetzt. Abzuwarten bleibt allerdings, auf welchem Rang die Finalseason genau landen wird.
Was derweil die für die Serie verantwortlichen Duffer-Brüder zur wohl größten Frage nach dem Ende von „Stranger Things“ zu sagen haben, erfahrt ihr im folgenden Artikel:
Tot oder nicht? Das sagen die "Stranger Things"-Macher zur größten Frage nach dem Finale von Staffel 5