Mit Filmen wie „Braveheart“ oder „Gladiator“ erlebten historische Epen in den 1990er- und frühen 2000er-Jahren eine wahre Hochphase. Etwas seltener als die eingangs genannten Meisterwerke wird dabei „Last Samurai“ (2003) erwähnt – und das, obwohl mit Tom Cruise ein absoluter Megastar in der Hauptrolle zu sehen ist.
In der offiziellen FILMSTARTS-Kritik wurde das von Edward Zwick („Glory“) inszenierte Action-Abenteuer mit 4,5 Sternen geadelt – womit es nur knapp an der seltenen Höchstwertung vorbeischrammt. Unter anderem wird der Film dort als „großes Bombastkino in Reinkultur“ bezeichnet.
„Last Samurai“ basiert lose auf historischen Tatsachen. Im Mittelpunkt steht der US-Offizier Nathan Algren (Cruise), der im späten 19. Jahrhundert nach Japan kommt, um die kaiserliche Armee zu trainieren. Dabei gerät er in Gefangenenschaft der von Moritsugu Katsumoto (Ken Watanabe) angeführten Samurai-Rebellen, die er eigentlich bekämpfen sollte. Bald beginnt er sich mit den Werten der Krieger zu identifizieren – und kämpft am Ende an ihrer Seite.
Stattliche 140 Millionen US-Dollar ließ sich das Studio den Blockbuster kosten. Belohnt wurde es mit einem weltweiten Box-Office-Einspiel von 456,8 Millionen sowie vier Oscar-Nominierung. Ein nicht unbeträchtlicher Teil des Budgets dürfte dabei für die letzte Schlacht draufgegangen sein, in der die zahlenmäßig weit unterlegenen Samurai gegen die übermächtige, mit Gewehren und Gatling-Geschützen ausgestattete Armee ins Feld ziehen. Auch in der FILMSTARTS-Rezension findet das Finale besondere Erwähnung:
„Wenn Edward Zwick zum großen Endkampf bläst […] und Hans Zimmer dies mit dem von ihm gewohnten heroischen Score hinterlegt, läuft es selbst dem gestandensten Kinogänger kalt den Rücken hinunter“, heißt es da. In der Tat beeindruckt die mit großem Aufwand umgesetzte Sequenz bis heute – und gilt vielen Fans als eine der besten Filmschlachten aller Zeiten!
Zwick selbst blickte in seinen Memoiren „Hits, Flops, And Other Illusions: My Fortysomething Years In Hollywood*“ trotzdem mit selbstironischer Distanz auf das Werk zurück: „Es war nicht ‚Lawrence von Arabien‘, aber wir haben unser Bestes gegeben.“ (via AlloCiné)
In die gleiche Kerbe schlägt übrigens auch unsere Liste der besten Historien-Abenteuer aller Zeiten laut den Bewertungen der FILMSTARTS-Community. Dort steht „Last Samurai“ auf Rang 7, während „Lawrence von Arabien“ den dritten Platz erreicht hat. Wenn ihr wissen wollt, welcher wuchtige Meilenstein auf dem Siegerpodest steht, dann schaut doch mal in den nachfolgenden Artikel rein:
4,49 von 5 Sternen! Das ist das beste Historien-Abenteuer aller Zeiten – laut den deutschen ZuschauernDies ist eine aktualisierte Wiederveröffentlichung eines bereits zuvor auf FILMSTARTS erschienenen Artikels. Ein ähnlicher Artikel ist zuvor auf unserer französischen Schwesternseite AlloCiné erschienen.
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