Vom American Film Institute wurde „Manche mögen's heiß“ zu einem der 25 besten Filme der US-Kinogeschichte sowie zur besten Hollywood-Komödie aller Zeiten gewählt. 2022 landete der rasante, zeitlos-brillante Spaß im prestigeträchtigen Magazin Sight & Sound auf Rang 38 der besten Filme weltweit und die FILMSTARTS-Community sieht in ihr eines der fünf besten Remakes, die je gedreht wurden.
Vor allem aber ist der ständig in Bewegung befindliche, beschwingt einem eigenen Rhythmus folgende Meisterstreich des Spitzenregisseurs Billy Wilder ein unfassbar tolles, heiteres und keckes Vergnügen! Noch dazu eines, das nach über 65 Jahren keinerlei Staub angesetzt hat! Bald könnt ihr es besser denn je im Heimkino erleben. Denn am 30. April 2026 erscheint „Manche mögen's heiß“ dank dem deutschen Label Capelight Pictures als 4K-Europapremiere. Vorbestellungen sind bereits möglich:
Die europäische 4K-Premiere von „Manche mögen's heiß“ erfolgt in Form eines limitierten 3-Disc-Mediabooks. Es enthält neben einem 24-seitigen Booklet mit einem Text von Kulturjournalistin Kathrin Horster und der 4K-Scheibe des Films zwei Blu-rays. Auf einer befindet sich Wilders komödiantisches Meisterwerk in HD-Qualität, die andere Blu-ray umfasst ein Making Of, einen nostalgischen Rückblick und weitere Extras.
Darüber hinaus wurde aus Interviewmaterial mit Hauptdarsteller Tony Curtis, Aufnahmen von Hauptdarsteller Jack Lemmon aus dem Jahr 1984 sowie Statements von Paul Diamond (dem Sohn des Drehbuchautoren I.A.L. Diamond) und den „Splash“-Autoren Lowell Ganz & Babaloo Mandel ein Audiokommentar zusammengestellt.
Darum geht es in "Manche mögen's heiß"
Die Musiker Joe (Tony Curtis) und Jerry (Jack Lemmon) werden Augenzeugen davon, wie ein Mafioso einen Spitzel und seine Kumpane kalt macht. Um nicht ebenfalls ins Gras zu beißen, stürzen sie sich in einen verzweifelten, gewagten Plan: Sie verkleiden sich als Frauen und schließen sich einer Damenkapelle an, die sich auf dem Weg nach Florida befindet.
Während dieser Reise lernen sie unter anderem die Sängerin und Ukulelespielerin Sugar (Marilyn Monroe) kennen, mit der sie sich anfreunden – von der sie sich aber auch (Verkleidung zum Trotz) mehr erhoffen. Später verkompliziert zudem der ältere Millionär und Schürzenjäger Osgood Fielding III. (Joe E. Brown) sämtliche Versuche, die Maskerade aufrecht zu erhalten. Ganz davon zu schweigen, dass sich das organisierte Verbrechen ebenfalls in den Süden verirrt...
Enormes Tempo, unbändiges Charisma und der perfekte Schlussakkord
Die französische Filmkomödie „Fanfare d'Amour“ über zwei Musiker, die sich auf der Suche nach einem Job als Frauen verkleiden, feierte 1935 ihre Premiere und erhielt bereits 1951 ihre erste Neuverfilmung. Doch vom deutschen Kino-Lustspiel „Fanfaren der Liebe“ hielt Wilder nicht viel: Er bezeichnete es als „drittklassig, absolut furchtbar und miserabel“.
Wilders acht Jahre später ins Kino entlassene Neuverfilmung des Stoffes optimiert ihre Vorgänger in vielerlei Hinsicht: Während sich die Protagonisten zuvor bloß verkleidet unter Frauen mischen, um Geld zu verdienen, bangen Joe und Jerry dank des neu erdachten Mafia-Subplots um ihr Leben – was ihre Täuschungen deutlich sympathischer macht.
Vor allem aber nähern sich Wilder und Diamond ihren Figuren und jeglichem um sie herum entstehenden Tohuwabohu hinsichtlich Gender-Identität, Erwartungshaltung an Geschlechterrollen und sexuellem Selbstbild mit einer herzlichen Offenheit: In diesem frivolen, charmanten Trubel wird nicht nach unten getreten oder über Unangepasstheit hergezogen, sondern sich über absurde, doch harmlose Fehlkommunikation amüsiert, an wilder Situationskomik erfreut und mit den liebenswerten Charakterköpfen gelacht.
Monroe darf in diesem Rummel flippig mit ihrem Sexidol-Image spielen, Curtis überspitzt mit feiner Ironie und begehrenswertem Pep die Vorstellung eines typischen Frauenhelden und Lemmon hat derart ansteckende Freude an seinem hibbeligen, in seiner neuen Identität aufblühenden Part, dass man aus dem frohen Grinsen nicht herauskommt. Wilder ist somit eine musikalische Gangsterfarce mit Schnellfeuerdialogen gelungen, die auf den Punkt genau inszeniert und im perfekten Moment endet – und zwar mit einem der besten Schlusssätze der Kinogeschichte!
Nicht grundlos ließ Wilder das „Manche mögen's heiß“-Ende auf seinem Grabstein verewigen – dass man diese Genialität im europäischen Heimkino in 4K bestaunen kann, ist längst überfällig! Und wenn ihr eure Lachmuskeln mit Wilders Klassiker noch nicht genug strapaziert habt, holt doch auch diese Gaunerkomödie nach:
Dieses beispiellose Auftragskiller-Highlight wird euch überraschen: Kultfilm feiert endlich seine Premiere im Heimkino*Bei diesen Links handelt es sich um sogenannte Affiliate-Links. Bei einem Kauf über diese Links oder beim Abschluss eines Abos erhalten wir eine Provision. Auf den Preis hat das keinerlei Auswirkung.