1983 gewann Ben Kingsley für seinen Auftritt in der Titelrolle des Biopics „Gandhi“ einen Oscar. Seitdem hat der Brite eine Menge weiterer Filme gedreht – viele gute und noch mehr nicht so gelungene. In welche dieser Kategorien „Dalíland“ fällt, könnt ihr am späteren Abend herausfinden:
Das MDR-Fernsehen zeigt „Dalíland“ am heutigen 13. Januar 2026 um 23.10 Uhr erstmals im Free-TV. Alternativ könnt ihr den FSK-16-Titel entweder als Blu-ray/DVD* erwerben oder ihn derzeit sogar gratis bei Amazon Prime Video streamen. Dazu braucht ihr nämlich nicht einmal ein Streaming-Abo, sondern lediglich ein Kundenkonto beim Versandservice.
Leider keine echten Dalí-Bilder und -Skulpturen
Es war durchaus mutig von Regisseurin Mary Harron („American Psycho“), das Werk und Wirken eines der berühmtesten und einflussreichsten Meister der Kunstgeschichte in ihrem Film nur eine untergeordnete Rolle spielen zu lassen. Stattdessen stellte sie die Beziehung zwischen Salvador Dalí und seiner russischen Muse/Gattin Gala in den Mittelpunkt.
Erzählt wird die Story aus Sicht eines von Drehbuchautor John Walsh („Pipe Dream“) erdachten jungen Mannes, der erst in das Leben des Malers und Bildhauers tritt, als dieses sich bereits seinem Ende nähert. Dieser von „Der Sommer, als ich schön wurde“-Star Christopher Briney gespielte James Linton bleibt immer ein Außenseiter, eine Randfigur im turbulenten Leben des Ehepaares, das von Ben Kingsley („Schindlers Liste“) und Barbara Sukowa („Atomic Blonde“) herrlich exzentrisch und doch glaubhaft verletzlich dargestellt wird.
Die Idee, den Film so und anhand von Rückblicken, in denen „The Flash“-Titelheld Ezra Miller den jungen Dalí gibt, aufzuziehen, funktioniert aufgrund einer oft nur mäßigen Fokussierung und Abschweifungen in Nebensächlichkeiten aber allenfalls zeitweise. So gibt es in unserer FILMSTARTS-Kritik letztlich nur durchschnittliche 2,5 von 5 möglichen Sternen. Das zweite große Problem ist nämlich, dass diese Figur, durch deren Augen wir das Ganze sehen, einfach zu austauschbar daherkommt. Im Gegensatz zu den sie umgebenden, schillernden Persönlichkeiten wirkt sie blass bis geradezu langweilig. So bleibt sogar eine ihr passierende Liebschaft ohne emotionale Tiefe für uns als Publikum.
Die Stiftung, die sich um das künstlerische Erbe und die Hinterlassenschaft Dalís kümmert, hatte dem Projekt nach Studium des Drehbuchs bereits im Vorhinein untersagt, seine realen Werke abzubilden. Wer also allein wegen der surrealen Gemälde oder Skulpturen einschalten möchte, kann sich den Film sparen. Aufgrund der Leistungen von Kingsley, Sukowa und auch Miller sowie der tollen Ausstattung dürfen alle anderen in „Dalíland“ aber dennoch zumindest mal reinschauen.
Das ist die Story von "Dalíland"
1973 in New York City: James Linton (Christopher Briney) ist zu einer der berühmt-berüchtigten Partys von Künstlergenie Salvador Dalí (Ben Kingsley) eingeladen. Mit dem Durchschreiten der Eingangstür betritt der junge Galerieangestellte eine schillernde Welt der Extravaganz. Doch er ist nicht nur zum Staunen dort. Denn James soll dem Spanier bei den Vorbereitungen für eine neue große Ausstellung assistieren und hofft, dass dies seine Gelegenheit ist, sich in der elitären Kunstwelt des Big Apple zu etablieren.
Je mehr Zeit James in den nächsten Tagen und Wochen jedoch mit dem exzentrischen Dalí verbringt, desto tiefer taucht er auch in dessen finanzielle sowie private Schwierigkeiten ein. Es dauert nicht lange, bis er durchblickt, dass die scheinbar so gefestigte Beziehung zwischen dem Meister und seiner nicht weniger eigenwilligen Ehefrau Gala (Barbara Sukowa) kurz vor dem Aus steht. Verguckt Gala sich doch reihenweise in deutlich jüngere Männer, denen sie nicht nur ihr Herz, sondern immer wieder auch das Portemonnaie der Dalís öffnet…
Ein nahezu komplett anderes Biopic stellen wir euch samt Trailer im folgenden Artikel vor:
Marvel- & "Five Nights At Freddy's"-Stars im Trailer zum inspirierenden Sportler-Biopic "The Senior"*Bei den Links zum Angebot von Amazon handelt es sich um sogenannte Affiliate-Links. Bei einem Kauf über diese Links erhalten wir eine Provision. Auf den Preis hat das keinerlei Auswirkung.