Der Festival-Favorit „Dreams“ vereint Oscargewinnerin Jessica Chastain („Zero Dark Thirty“) einmal mehr mit dem mexikanischen Regisseur Michel Franco („New Order - Die neue Weltordnung“). 2024 hatte das Duo bereits für den preisgekrönten „Memory“ miteinander kollaboriert. Dieses Mal war Chastain zudem mit ihrer Produktionsfirma Freckle Films entscheidend an der Herstellung beteiligt.
„Dreams“ erlebte seine Weltpremiere am 15. Februar 2025 im Rahmen der Berlinale. Nach Aufführungen bei zahlreichen weiteren großen Events auf sechs Kontinenten startet das Migrationsdrama nun am 27. Februar 2026 regulär in den US-Kinos. Wann und auf welchem Weg wir „Dreams“ hierzulande landesweit sehen können, ist indes noch nicht bekannt.
Bei dem in San Francisco und Mexiko-City absolvierten Dreh standen neben Jessica Chastain unter anderem noch Rupert Friend („Jurassic World: Ein neues Zeitalter“), Marshall Bell („Starship Troopers“), Mercedes Hernández („Die Knochenfrau“) und Profi-Ballerino Isaac Hernández („Jemand muss sterben“) vor den Kameras.
Wir haben „Dreams“ bei der Berlinale bereits gesehen. In der FILMSTARTS-Kritik gibt es starke 4 von 5 möglichen Sternen. Dabei nennt Autor Janick Nolting den Inszenierungsstil von Michel Franco „provokant“ und „eiskalt“ und die Beobachtung seiner Charaktere „abgebrüht“, „unterkühlt“ und „schonungslos konfrontativ“. Zudem nennt er die Arbeiten von Michael Haneke („Funny Games“, „Das weiße Band“) als Referenz.
Das Fazit unserer Kritik lautet: „‚Dreams‘ ist ein weiteres eindringliches, schwer verdauliches Drama von Michel Franco. Sein neuer Film wirft einen abgründigen Blick auf die Lebenssituation von Migranten in den USA, indem er eine privilegierte Mehrheitsgesellschaft mit deren erotischen Obsessionen und Unterdrückungsfantasien konfrontiert.“
"Dreams": Das ist die Story
Fernando Rodriguez (Isaac Hernández) ist ein talentierter junger Balletttänzer aus Mexiko, der von internationalem Ruhm und einem Leben in Kalifornien träumt. Dort residiert seine Geliebte Jennifer McCarthy (Jessica Chastain), eine geschiedene, extrem wohlhabende Konzern-Erbin und Philanthropin. Wenn sie ihn und seine von ihr finanziell unterstützte Tanztruppe besucht, kommt sie im Flugzeug. Nach ein paar Tagen und Nächten mit leidenschaftlichem Sex ist sie dann aber immer wieder verschwunden und meldet sich oft wochenlang nicht.
Fernando hingegen kann nicht einfach zu Jennifer in die USA einreisen. Denn er wurde vor Jahren bereits einmal abgeschoben und darf das Land auf offiziellem Weg nicht mehr betreten. Eines Tages hält er es aber nicht mehr aus. Er vermisst Jennifer und fühlt, dass er nicht noch länger warten kann, um seine Ziele endlich zu erreichen. Er bezahlt einen Schleuser und steigt mit dutzenden anderen Immigrationswilligen in einen Lkw, um sich illegal über die Grenze schaffen zu lassen.
Nachdem er in dem fensterlosen Gefährt fast erstickt und verdurstet wäre, kommt er am nächsten Tag bei sengender Hitze endlich auf der anderen Seite an. Per Anhalter schlägt er sich nach San Francisco durch, wo sich sein Traum schnell in einen Albtraum verwandelt. Seine Ankunft droht nämlich, die heile, luxuriöse Welt, die Jennifer für sich aufgebaut hat, zum Einstürzen zu bringen – weshalb sie die Beziehung zu ihm verleugnet…
Deutlich familienfreundlicher wird es offenbar in „Der Wunderweltenbaum“ zugehen. Im folgenden Artikel könnt ihr mehr über das erstklassig besetzte Fantasy-Abenteuer erfahren und euch auch schon den ersten Trailer anschauen:
Deutscher Trailer zum Fantasy-Abenteuer "Der Wunderweltenbaum" - mit "Spider-Man" Andrew Garfield & "Bridgerton"-Star Nicola Coughlan