„Game Of Thrones“ ist ohne Frage eine der besten Serien aller Zeiten, doch wenn man sich nur die Reaktionen auf die letzte Staffel und vor allem deren letzten Folgen anschaut, würde man eher glauben, dass es eine der schlechtesten Serien aller Zeiten ist. Die gewaltigen, über Jahre angestauten Erwartungen der Fans entluden sich in weitverbreiteter Enttäuschung und beides wurde von der Hype-Maschine Internet nur noch weiter befeuert.
Auch „Stranger Things 5“ hatte gerade erst mit ähnlichen Problemen zu kämpfen. Doch während viele Fans ihre Enttäuschung dort in die Conformity-Gate-Theorie kanalisierten, wurde bei „Game Of Thrones“ unter anderem eine Petition ins Leben gerufen, mit der mehr als 1,8 Millionen Menschen forderten, die achte Staffel „mit einem kompetenten Autorenteam“ noch einmal neu zu drehen.
Kit Harington über Fan-Petition: "Das hat mich wirklich geärgert"
Das war natürlich von Anfang an komplett unrealistisch, aus logistischen und wirtschaftlichen Gründen. Vor allem aber dürfte es auch für die vielen Beteiligten vor und hinter der Kamera durchaus verletzend gewesen sein. Einer davon hat seiner Wut über diese Fan-Forderung nun durchaus deutlich Luft gemacht: nämlich Jon-Snow-Darsteller Kit Harington.
In einem Porträt in der New York Times gab Kit Harington über das „Game Of Thrones“-Finale, an dem nicht nur er selbst, sondern auch das komplette restliche Team hinter der Serie hart gearbeitet hatte, und die Petition zu Protokoll: „Das hat mich wirklich geärgert. Wie könnt ihr es wagen? Entschuldigung, aber so empfinde ich das nun mal. Ich glaube, das ist die Art von Idiotie, die man nur durch die sozialen Medien erreichen kann.“
Übrigens scheinen die restlichen Mitglieder von Cast und Crew grundsätzlich ziemlich unterschiedlicher Meinung zu sein, was die achte Staffel von „Game Of Thrones“ betrifft. Während Tyrion-Darsteller Peter Dinklage die Aufregung um das Finale etwa nicht versteht, gab Charles Dance, der Tyrions Vater Tywin spielte, zu, dass er insgesamt eher enttäuscht war.
Und selbst Kit Harington zeigte sich in der Vergangenheit durchaus etwas selbstkritisch. So gab er etwa in einem anderen Interview zu Protkoll, dass er und alle anderen Beteiligten damals „alle so verdammt müde“ gewesen seien und deshalb durchaus Fehler gemacht worden seien. Mehr dazu erfahrt ihr in diesem Artikel:
"Wir waren so verdammt müde": Kit Harington gesteht Fehler beim "Game Of Thrones"-Finale ein