Seit dem heutigen 19. Januar 2026 ist auf dem neuen Streamingdienst HBO Max die erste Folge der neuen Abenteuer-Serie „A Knight Of The Seven Kingdoms“ verfügbar. „Game Of Thrones“-Fans werden mit Sicherheit einen Blick auf das Spin-off werfen, erwartet sie hier doch eine Rückkehr in die Welt von Westeros – zwar diesmal ohne Drachen, dafür aber mit bekannten Namen wie Baratheon und Targaryen, und sogar einem Aufspielen der berühmten „Game Of Thrones“-Titelmelodie bereits in den ersten Minuten der Serie. Doch dann für viele der Schock: Hauptfigur Dunk (Peter Claffey) unterbricht die epische Musik mit lauten Furzgeräuschen …
… denn der Heckenritter hat es sich hinter einem Baum bequem gemacht, um dort sein großes Geschäft zu verrichten. Was auch schön in aller Bildhaftigkeit gezeigt wird. Die „Game Of Thrones“-Welt war immer schon für besonders graphische Szenen bekannt. Ging es bisher jedoch meist um Sex und Gewalt, nimmt „A Knight Of The Seven Kingdoms“ das durch das Anklingen der Titelmelodie in Erinnerung gerufene Pathos der beiden Vorgänger einfach mal mit Fäkal-Humor auf die Schippe – so zumindest der Eindruck einiger Fans. Als „Poop Scene“, also „Kack-Szene“, wird dieser Moment in Foren wie Reddit viel diskutiert. Doch was sagt eigentlich „Game Of Thrones“-Schöpfer George R.R. Martin dazu?
"Poop Scene": George R.R. Martin hätte das Kacken nicht gebraucht
Martin ist als Autor der Vorlage „Der Heckenritter von Westeros“ und Produzent der neuen Serie schließlich eng mit „A Knight Of The Seven Kingdoms“ verbunden und bestens mit der Materie vertraut. Kann Martin mit der Umsetzung seiner Ideen im Spin-off „House Of The Dragon“ nicht so viel anfangen, um es milde zu formulieren, zeigt sich der Kreativkopf vom zweiten „GoT“-Ableger zwar generell begeistert – doch auf die Fäkal-Szene hätte er verzichten können, erklärte er im Interview mit dem Hollywood Reporter.
„Ja, das kam schon ein bisschen überraschend“, antwortete Martin auf die Frage, wie er auf die Szene reagiert habe. „Es ist nicht so, dass meine Figuren nicht scheißen würden, aber normalerweise schreibe ich nicht in aller Ausführlichkeit darüber. Als ich den Rohschnitt gesehen habe, hab ich geschrieben: ‚Was ist das? Wo kommt das jetzt her? Ich weiß nicht, ob wir das Kacken wirklich brauchen.‘ Aber [Showrunner Ira Parker] hat es aus welchem Grund auch immer gemocht.“
Showrunner Ira Parker wollte nicht respektlos sein
The Hollywood Reporter ließ es sich natürlich nicht nehmen, Ira Parker nach genau diesem Grund zu befragen. Und der Showrunner beteuerte, dass er mit der Szene auf gar keinen Fall Respektlosigkeit gegenüber „Game Of Thrones“ ausdrücken wollte. Vielmehr bekomme man hier einen wichtigen Einblick in die Gefühlswelt von Hauptfigur Ser Duncan:
Parker beschrieb, dass im Drehbuch an dieser Stelle zu lesen sei: „Duncan hört das Helden-Thema in seinem Kopf.“ Dies habe nicht unbedingt das „Game Of Thrones“-Thema sein müssen – es gehe darum, dass er in diesem Moment den Ruf nach Größerem hört, sich eine wirklich schwierige Aufgabe vornimmt. „Es ist ein bisschen angsteinflößend und man denkt [in solchen Momenten] ‚Okay, ich werde dieser Typ sein. Ich werde es tun!‘ Er nimmt das Schwert auf. Er denkt darüber nach“, so Parker über Duncans Gefühlslage in dem Moment, als dieser beschließt, nach dem Tod von Ser Arlan of Pennytree (Danny Webb) in die Fußstapfen seines Herrn zu treten.
„Aber die Vorstellung, es dann wirklich zu tun, wie schwer es ist, wie angsteinflößend es ist – das lässt seine Eingeweide rumoren. Weil er eben noch nicht dieser Held ist, versteht ihr? Alles, was wir hier also zu sagen versuchen, ist, dass Dunk noch kein Held ist. Er ist nur ein aufgeregter Junge mit einem nervösen Magen“, so Ira Parker über seinen Protagonisten.
Ihr wollt wissen, wie uns die erste Staffel von „A Knight Of The Seven Kingdoms“ mit ihren sechs Folgen gefallen hat? Dann lest hier die Serienkritik von FILMSTARTS-Redakteur Julius Vietzen:
Lohnt sich "A Knight Of The Seven Kingdoms"? So gut ist die neue "Game Of Thrones"-Serie!