Ende 2020 veröffentlichte CD Projekt RED mit „Cyberpunk 2077“ ein neues Action-Rollenspiel, das bereits im Vorfeld ungeduldig von den Fans erwartet wurde. In diesem taucht man als V in die Weltmetropole Night City ab – und kann sich hier richtig austoben. Das Ganze fühlt sich an wie ein Zukunfts-GTA. Neben der krachenden Action lebt das Game insbesondere von seinen spannenden Figuren – die allesamt mächtig einen an der Waffel haben.
2022 folgte dann mit „Cyberpunk: Edgerunners“ eine erste Serie, die die Welt der Spiele erweitert – ohne jedoch direkt mit diesen verknüpft zu sein (auch wenn es lose Verbindungen gibt). Mitbeteiligt an der Entwicklung des Animes war neben dem japanischen Studio Trigger („Little Witch Academia“) CD Project RED. Und tatsächlich ist es durchaus spürbar, dass die Serie in direkter Kooperation mit dem Entwicklerteam entstanden ist.
Liebhaber*innen des Games können sich über vertraute Schauplätze, Personen, Waffen, Sounds und Songs freuen – und dürften sich somit in der Anime-Serie sofort heimisch fühlen. Zumal bereits im Vorfeld einzelne Ausschnitte des Animes im Spiel gefunden werden konnten. Wer sich das Action-Spektakel jetzt nach Hause holen möchte, hat nun endlich die Gelegenheit dazu – dank KSM Anime und Plaion Pictures. Am 22. Januar 2026 erscheint die gesamte erste Staffel hierzulande erstmals auf Blu-ray und kann bei Online-Händlern wie Amazon bestellt werden:
Leider kommt die Blu-ray-Ausgabe ohne Extras daher. Wer also gehofft hat, dank der Heimkino-Veröffentlichung nun einen Blick hinter die Kulissen und in den Entstehungsprozess zu bekommen, der wird leider enttäuscht.
"Cyberpunk: Edgerunners": Das ist die Handlung
Night City, 2076: David (Originalstimme: Kenichiro Ohashi) wächst im heruntergekommenen Bezirk Santo Domingo auf – und kennt die Probleme der Menschen, die ganz unten leben. Doch seine Mutter tut alles, um ihm ein besseres Leben zu ermöglichen. Um ihm die renommierte Arasaka Academy zu bezahlen, schiebt sie unermüdlich Nachtschichten. Doch David wird von seinen Mitschülern gemobbt – weswegen er immer wieder in Schwierigkeiten gerät. Als eines Tages auch noch seine Mutter bei einem Autounfall stirbt, bricht für David alles zusammen.
Auf der verzweifelten Suche nach einer Möglichkeit, seinen Lebensunterhalt zu sichern, begegnet er der Netrunnerin und Taschendiebin Lucy (Aoi Yûki), die ihn in eine bislang unbekannte Welt einführt. Schließlich fasst David den folgenschweren Entschluss, selbst ein Edgerunner zu werden – ein gesetzloser Söldner, besser bekannt als „Cyberpunk“, und der Elite der Stadt mal so richtig den Marsch zu blasen.
Alles, nur nicht harmlos
Der erste Blick auf „Cyberpunk: Edgerunners“ mag täuschen, denn der Animationsstil will erst einmal gar keine harte Unterhaltung für Erwachsene versprechen. Statt düsterer Dystopie gibt es hier einen wahren Farbenrausch. Doch schnell zeigt sich, dass der Anime wirklich nichts für zartbesaitete Gemüter ist: Sex, Drogen, Action, derbe Sprüche und jede Menge Blut. Insbesondere die Gewaltausbrüche in der Serie sind stellenweise so hemmungslos ausufernd und erschreckend radikal, dass sich die Frage stellt, wie diese Produktion überhaupt noch eine FSK-16-Einstufung bekommen konnte.
Privat
Es ist beinahe bedauerlich, dass die Serie nur zehn Folgen umfasst, denn im Blutrausch der ausufernden Gewaltorgien kommt der Ausbau der Figuren stellenweise etwas kurz. Dennoch ist „Cyberpunk: Edgerunners“ gerade für Fans der Vorlage ein absolutes Must-See – und eignet sich dabei auch hervorragend als Einstiegspunkt in die dystopisch-kaputte Zukunftsvision.
Eine zweite Staffel ist bereits bestätigt. Diese wird jedoch nicht an die Ereignisse aus der ersten Season anknüpfen, sondern eine ganz eigene Geschichte erzählen. Einen ersten Teaser gibt es auch schon:
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