Am 6. April 2026 kommt „Star Wars: Maul – Shadow Lord“ zu Disney+. Die Animationsserie wird aus zehn Episoden bestehen, wobei jeweils zwei Folgen pro Woche erscheinen. Laut Mitteilung von Lucasfilm soll die von Regisseur Brad Rau („Star Wars Rebels“, „Star Wars: Bad Batch“) verantwortete Serie dabei größtenteils eine durchgehende Geschichte erzählen.
Diese spielt wenige Jahre nach der Order 66. Das Imperium konsolidiert seine Kontrolle über die Galaxis. Jedi und andere Machtnutzer werden gejagt. In dieser Phase versucht der ehemalige Sith Darth Maul (im Original wieder gesprochen von Sam Witwer) sich jetzt nur noch unter dem Namen Maul eine neue Existenz aufzubauen. Getrieben wird er dabei von Rache und seinem Streben nach neuer Macht innerhalb der Unterwelt-Verbrechersyndikate...
Diese Stars sind in "Maul – Shadow Lord" dabei – mit einer bekannten Figur
Lucasfilm kündigte jetzt auch einen hochkarätigen Sprecher-Cast für die Serie an. Zu dem gehört der gerade frisch für seine Rolle in „The Secret Agent“ für einen Oscar nominierte Wagner Moura. Er spricht Captain Brander Lawson, einen angesehenen Polizeidetektiv, der wohl so etwas wie der Widersacher von Maul ist und dessen zwielichtige Machenschaften untersucht. Dabei agiert Lawson gemeinsam mit seinem Droiden-Partner 2B0T alias Two-Boots. Letzter wird von Comedian Richard Ayoade („Der phönizische Meisterstreich“) gesprochen. Das Duo ist übrigens auch bereits ab März Teil einer Comic-Reihe von Marvel, die als Prequel zur Serie funktionieren wird.
Disney und seine verbundenen Unternehmen
Die neben Maul wohl wichtigste Figur der Serie ist Devon Izara, die von der aus der deutschen Adlon-Dynsastie stammenden Schauspielerin Gideon Adlon („Miller’s Girl“) gesprochen wird. Bei Devon handelt es sich um eine junge Frau, die auf der Flucht vor dem Imperium ist. Das eigentliche Leben, was sie für sich erhofft hatte, ist nicht mehr möglich. Um in diesen schwierigen Zeiten im Verborgenen zu überleben, muss sie sich anpassen – auch wenn das heißt, sich mit einer finsteren Figur wie Maul einzulassen.
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In weiteren Rollen sind „24“-Star Dennis Haysbert als Jedi-Meister Eeko-Dio Daki, Chris Diamantopoulos („Red Notice“) als Looti Vario, Jungschauspieler Charlie Bushnell als Rylee Lawson sowie die „Star Wars“-erfahrenen Vanessa Marshall als Rook Kast, David W. Collins als Spybot und Steve Blum als Icarus an Bord. Zu all ihren Rollen gibt es noch keine Informationen.
Daneben gibt es eine Figur, die wir bereits kennen und die auch schon prominent im Trailer zu sehen ist. Der schon durch diverse „Star Wars“-Sprechrollen bekannte A.J. LoCascio spricht Marrok – und ja, es ist der Marrok, den wir bereits in einer Live-Action-Serie gesehen haben. In „Ahsoka“ tritt die Figur als Söldner für Morgan Elsbeth auf. Nun erfahren wir mehr zu seiner Vorgeschichte. Er war als Inquisitor für das Imperium damit betraut, Jedi zu jagen und zu töten...
Janix - ein neuer Planet für die neue "Star Wars"-Serie
Die Serie spielt in der düsteren Stadtlandschaft eines komplett neuen Planeten: Janix. Autor Matt Michnovetz, der die Drehbücher gemeinsam mit dem neuen Lucasfilm-Präsidenten Dave Filoni entwickelt hat, beschreibt den Ort als „etwas Gotham, etwas Metropolis und hundert Prozent ‚Star Wars‛“ mit ganz vielen „verschiedenen Ebenen und Schichten“. Als Inspiration dienten also die bekanntesten Städte aus den DC-Comics, die Heimatorte von Batman bzw. Superman.
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Es scheint nach dieser Beschreibung ein Ort der Widersprüche zu sein. Das düstere Moloch von Batmans Gotham, die optimistischere, hellere Seite von Supermans Metropolis. Laut Michnovetz sei es „eine Stadt, die in einen Krater gebaut wurde“. Das Besondere sei zudem, dass Janix etwas abseits liege und daher der Aufmerksamkeit des Imperiums bislang weitgehend entgangen ist und sich selbstverwaltet – als Demokratie mit eigenem Rechtssystem:
„Es gibt dort eine funktionierende Demokratie und Strafverfolgungsbehörden, die gute Arbeit leisten. Es ist ein reiches Umfeld für Kriminalität und Gangster, aber bisher gab es ein sehr friedliches Abkommen zwischen ihnen allen im Interesse des Geschäfts“, führt der Autor so weiter aus. Das Gleichgewicht aus Verbrechersyndikaten und Gangstern, die nach einem stillschweigenden Friedensabkommen operieren, das die Unterwelt im eigenen geschäftlichen Interesse aufrechterhält, sei aber zerbrechlich. Wir dürfen davon ausgehen, dass Mauls Treiben und Streben nach Macht es auf eine harte Probe stellt.
Starker Action-Thriller – auch dank besonderer Animation?
„Star Wars“-Fans sollen sich auf ein extrem hohes Tempo einstellen. Matt Michnovetz beschreibt die Serie als einen „actiongeladenen Thriller“, der das Gefühl einer rasanten Achterbahnfahrt vermitteln soll. Dafür besann man sich auf die ursprüngliche Inspiration von George Lucas für seine Weltraumsaga zurück: die klassischen Kino-Serials der 1930er und 40er Jahre, die man mit vielen Hommagen ehren will. Diese Serials zeichneten sich dadurch aus, dass immer was passierte, immer wieder Cliffhanger neugierig auf die nächste Geschichte machten.
Dass die Action besonders ausschaut, soll laut der Produzentin Athena Portillo ein besonderer visueller Look garantieren, der gerade die neue Metropole Janix bestimmt. Dabei kehrte das Animationsteam unter der Leitung von Joel Aron, dem Director für Cinematography, Lighting & VFX, sogar zu Wurzeln des Filmemachens zurück. Statt alles am Computer zu erzeugen, sei viel mit älteren, praktischen Techniken gearbeitet worden. So wurde auf Glas gemalt, das dann gefilmt und in die Szenen eingebaut. Auch klassische Matte Paintings, die früher im Kino regelmäßig und so auch bei den originalen „Star Wars“-Filmen genutzt wurden, kamen zum Einsatz. Dabei werden Bilder auf Leinwände gemalt und dienen dann als Hintergründe für die Szenen.
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Laut Portillo verändert das Zusammenspiel von moderner Computertechnik und klassischen Methoden nicht nur das Erscheinungsbild der Schauplätze und die rasante Action, sondern vor allem die Umsetzung der Figuren. Körperanimationen und die Mimik seien flüssiger als in allen bisherigen „Star Wars“-Animationsserien.
Ob das Ergebnis am Ende mit diesen großen Worten mithalten kann, erfahren wir in wenigen Monaten bei Disney+. Hier noch einmal der Hinweis, dass „Maul – Shadow Lord“ mit zwei Episoden am 6. April 2026 startet. Wöchentlich gibt es dann jeweils zwei weitere Folgen. Zum Abschluss des Artikels haben wir noch den englischen Originaltrailer für euch: