Vor 38 Jahren machte sie ihre ersten Schritte vor der Kamera, heute ist sie eine der größten Serienikonen: Habt ihr sie erkannt?
Sebastian Groß
Sebastian Groß
-Freier Autor
Manchmal fühlt er sich alt, weil er damals „The Big Lebowski“ oder „Matrix“ zum Kinostart gesehen hat. Andererseits konnte er damals „The Big Lebowski“ und „Matrix“ zum Kinostart sehen. Zum Glück behält er das für sich, außer jemand fragt ihn. Jetzt fragt ihn halt endlich.

Schon als Baby vor der Kamera, später in mehreren Kultrollen gefeiert – und doch liegen viele falsch, wenn es um den tatsächlichen Beginn dieser in der Popkultur verankerten Serienikone geht.

Die meisten Zuschauerinnen und Zuschauer verbinden Alyson Hannigan sofort mit zwei ikonischen Stationen ihrer Karriere: den unvergesslichen „American Pie“-Filmen, in denen sie Michelle verkörperte, sowie der Sitcom „How I Met Your Mother“, wo sie als Lily Aldrin ganze Generationen prägte.

Viele Fans sind außerdem überzeugt, dass ihr erster entscheidender Schritt ins Rampenlicht die Rolle der Willow Rosenberg in „Buffy – Im Bann der Dämonen“ war. Doch diese Annahme greift zu kurz – denn Hannigan begann weitaus früher, und das sogar wortwörtlich im Kindesalter.

Mit dieser Komödie gab Alyson Hannigan ihr Kino-Debüt

Tatsächlich stand Hannigan bereits als Baby vor der Kamera. Ihren allerersten Auftritt hatte sie in einem Werbespot für Active Parenting, kurz darauf wurde sie 1978 in einem TV-Spot für Keksmischung eingesetzt. Auch danach blieb sie regelmäßig in Werbefilmen präsent. Schon früh zeichnete sich also ab, dass diese Karriere nicht zufällig entstehen würde, sondern kontinuierlich aufgebaut wurde.

Ihre erste nennenswerte Kinorolle folgte dann 1988, als Hannigan 14 Jahre alt war. In der Sci-Fi-Komödie „Meine Stiefmutter ist ein Alien“ verkörperte sie Jessie Mills, die Tochter eines schusseligen Wissenschaftlers (gespielt von „Ghostbusters“-Star Dan Aykroyd). Der Film erzählt die Geschichte einer außerirdischen Besucherin, dargestellt von Kim Basinger („Batman“), die auf die Erde kommt, um die Experimente des Forschers zu sabotieren, dabei aber Gefühle entwickelt. Hannigan spielt in diesem Szenario die clevere, aber etwas unsichere Teenagerin, die sich mit der neuen „Stiefmutter“ arrangieren muss – und damit Teil einer absurd-komischen Konstellation wird.

Im Kino gefloppt, aber für "Buffy"-Fans ein Pflichtfilm!

Ein besonderer Leckerbissen für Fans von „Buffy“: Neben Hannigan taucht auch Seth Green („Austin Powers“) in „Meine Stiefmutter ist ein Alien“ auf. Er übernimmt die Rolle von Fred, Jessies erstem Date. Wer die Serie kennt, weiß: Jahre später waren Hannigan und Green als Willow und Oz eines der beliebtesten Paare im „Buffy“-Kosmos. Dass die beiden bereits lange vor der Vampirjägerin gemeinsame Szenen hatten, ist daher ein amüsantes Detail für eingefleischte Serienliebhaber.

So charmant die Besetzung auch gewesen sein mag, an den Kinokassen konnte sich „Meine Stiefmutter ist ein Alien“ nicht durchsetzen. Das Budget lag bei rund 19 Millionen US-Dollar, doch in den USA blieb der Film mit knapp 14 Millionen deutlich unter den Erwartungen. Der Misserfolg trug dazu bei, dass Hannigan sich zunächst wieder verstärkt dem Fernsehen zuwandte. Dort übernahm neben Gastrollen, unter anderem in Serien wie „Roseanne“ oder „Ein Hauch von Himmel“, auch wieder Auftritte in Werbungen. Hier ein Beispiel aus dem Jahre 1989:

1997 gelang ihr dann jener Durchbruch, für den sie bis heute verehrt wird: die Rolle der Willow Rosenberg in „Buffy – Im Bann der Dämonen“. Auch wenn „Meine Stiefmutter ist ein Alien“ offiziell ihr Debüt auf der großen Leinwand markierte, so darf man rückblickend mit Fug und Recht behaupten, dass erst „Buffy“ den Startpunkt für ihre eigentliche Karriere darstellte. Von dort aus führte ihr Weg konsequent zu jenen Rollen, die sie im popkulturellen Bewusstsein verankern sollte – sei es als Teil einer chaotischen Clique in „American Pie“ oder als Teil von „How I Met Your Mother“. Übrigens wusste Hannigan schon vor allen anderen, wie die Kult-Sitcom enden wird. Mehr dazu erfahrt ihr in diesem FILMSTARTS-Artikel:

Deshalb hat Lily-Darstellerin Alyson Hannigan das größte "How I Met Your Mother"-Geheimnis noch vor allen anderen geknackt!

Dies ist eine aktualisierte Wiederveröffentlichung eines bereits zuvor auf FILMSTARTS erschienenen Artikels.

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